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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Die Woche: viktorianische Lüste, Liebe über Kreuz, Unterwerfungen und Adventszeit

Die Informationen, die üblicherweise über Paarbeziehungen, Sexualität, erotische Sonderwünsche oder das Kennenlernen an sich verbreitet werden, versiegen während der neuen Corona-Well erneut. Die Autorinnen und Autoren versuchen, die alten Brötchen wieder neu aufzubacken. Diese Woche habe ich versucht, einmal ganz andere Themen zu behandeln.

Rückgriff auf die Vergangenheit – Voyeure und Voyeurinnen

Wir haben uns ein bisschen in die Vergangenheit gestürzt. Über sie wird oftmals mehr gelogen als über die Gegenwart. Also sind wir in die viktorianische und vorviktorianische Welt eingestiegen und haben mal geschaut, wer bei Liebe und Hiebe Voyeurinnen und Voyeure als „Joker“ eingesetzt hat. Sie sollten nämlich dazu dienen, um die Aufmerksamkeit zögernder Damen zu gewinnen.

Viktorianische Lüste und Grausamkeiten

An Material über die viktorianische Zeit mangelt es wirklich nicht. Allerdings als ich kürzliche eine Rezension, aus der hervorging, dass alles zwar sehr erregend, aber auch unglaublich frauenfeindlich war. The Pleasure’s all Mine?“ Nicht so ganz – aber das sollte ausführlicher betrachtet werden, denn die Erotik-Autoren der damaligen Zeit hatten lebendige Vorbilder. Die Grausamkeiten jener Zeit wurden hingenommen, solange niemand dauerhaft körperlich geschädigt wurde.

Liebe über Kreuz in jeder Richtung – die 1920er

Kreuzweise Liebe? In den 1920er-Jahren erlebte sie eine Blütezeit, und nicht nur die Herren waren dabei „treibende Kräfte“, sondern die Damen hatten einen erheblichen Anteil daran. Auslöser war eine Postkarte vom „Krampus“, die uns in die Hände fiel.

Kann man (frau) sich selbstbewusst unterwerfen?

Äußerst heikel ist das Thema, dass jeder – also Frau und Mann - die Fähigkeit besitzt, einerseits selbstbewusst zu sein und andererseits unterwürfig. Meist nicht zur gleichen Zeit – aber auch das kommt vor. Seit Frauen wie Männer sich gerne dem Vergnügen lustvoller Schläge und bewusster Erniedrigungen hingeben, muss die Frage „Who ist the Master (Mistress)?“ neu gestellt werden.

Zwei Annahmen über die Partnersuche, die Pressemüll sind

Was das Kennenlernen begrifft, so finden wir zwei völlig absurde Meinungen, die immer wieder in der Presse auftauchen. Die eine ist die „Nachhaltigkeit“, die Paare angeblich „jetzt“ suchen. Die Wahrheit ist: Diejenigen, die langfristige, liebevolle oder auf Familie ausgerichtete Beziehungen suchen, ändern sich nicht. Anders bei jenen, die kurzfristig ihre Lust befriedigen wollen: Sie werden einfach vorsichtiger, weil die Infektionsgefahr real ist.

Wendet sich die erste Theorie noch an diejenigen, die jetzt für neue Apps oder altbekannte Partneragenturen geworben werden sollen, so wendet sich die andere Schimäre an leichtgläubige Menschen, die ein neues Phänomen begeistert: KI. Ein Teil davon ist ausgesprochen wichtig und nützlich, ein anderer Teil dient dazu, uns als Konsumenten rückhaltlos zu beeinflussen. Und der letzte Teil? Der arbeitet mit Verblüffung – dem Mittel der Zauberkünstler, Kartenschläger(innen) und Glaskugelleser(innen) – nur „elektronisch“.

Allerlei merkwürdiges Volk im Advent

Eine Satire über den Weihnachtsmann darf nicht fehlen – Weihnachten ist ja öfter. Was nun den Klaus und die Claudine, der Niko und die Nicola betrifft, so ist wirklich genug geschrieben worden – meinte jedenfalls Freund Gramse. Fehlt eigentlich nur noch der Krampine und die Rupina als Magd und die schwarze Petra. Über sie hat Gramse zu wenig gefunden. Und überhaupt – manche Großmutter spielte schon den Weihnachtsmann. Warum auch nicht?

Ein Wort noch zu Illusionen: Ich schätze, dass sich heute mehr als drei Viertel der partnersuchenden Illusionen über ihre Attraktivität, ihre Aussichten und Möglichkeiten machen.

Abgesang zum dritten Advent

Na denn – einen schönen und gesunden dritten Advent allerseits. Und vergesst nicht, dass die Herzen möglicherweise über die Weihnachts- und Adventszeit eher weich werden als sonst.

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