Skip to content
Werbung Email:

Sex und Liebe getrennt – wie es wirklich ist

Das Thema „Trennung von Sex und Liebe“ scheint immer wichtiger zu werden. Grund für uns, es noch einmal aufzugreifen.

Ist es Liebe oder nur die Illusion von Liebe?
Hattest du schon einmal das Gefühl, wirklich und vollständig mit jeder Faser deines Körpers bis in die Tiefen deiner Seele vollständig befriedigt worden zu sein?

Dann bist du entweder eine der Glücklichen (oder einer der Glücklichen), die aus tiefstem Herzen genussfähig sind. Oder du hast jemanden getroffen, der dir uneigennützig alles gegeben hat, was du wolltest, und noch ein Sahnehäubchen dazu. Nur etwas weißt du nicht: ob er oder sie in dich "wirklich" verliebt war.

Je lustvoller es war, desto weniger wurde es eine Beziehung - oder?

Und es ist ziemlich wahrscheinlich, dass du zu diesem Mann oder dieser Frau keine Beziehung entwickelt hast. Dieser Mensch war gut für dich, er hat deinen Körper zum Erblühen gebracht und deine Seele beflügelt. Der Alltag hätte alles zerstört. Dafür hattest du (parallel oder später) eine andere Person.

Sollte diese Person nicht ganz uneigennützig gewesen sein, weil du ihr vielleicht einen kleinen Umschlag gegeben hast, bevor sie sich zu dir gelegt hat, so war es kaum anders. Sie gab dir alles, was für sie möglich war, und das beste hast du gar nicht bemerkt: Sie gab dir die Illusion, dich wirklich zu lieben, während sie dir ihren Körper schenkte und deinen Körper verwöhnte.

Die Illusion, die nötig ist, um tollen Sex zu haben

Ich verrate dir ein Geheimnis: Nahezu alle Frauen, die nicht in professioneller Liebe unterwegs sind, versetzen sich selbst in eine verliebte Stimmung, um den Sex intensiver genießen zu können. Das konnten Frauen nicht immer – erst seit viele Frauen masturbieren, wissen sie, dass es lustvoller ist, sich ein wenig in die Liebe hineinzufühlen, bevor der Finger oder der Vibro den Rest tut.

Der Mann als Illusionsverstärker

Die Illusion bauen sie auch auf, wenn sie mit einem Mann zusammen sind. Und wenn der Mann dieses schöne Gefühl noch unterstützt, indem er liebevoll ist und sich wirklich intensiv um die Frau bemüht, dann schaukelt sich das Gefühl auf. Dazu schrieb eine Bloggerin kürzlich:

Männer können mit einer Frau schlafen und zwar in absoluter Hingabe und mit voller Lust und Liebe. Wenn sie das tun, schenken sie der Frau in jeder Sekunde beim Sex ihre Aufmerksamkeit.


Und dann? Dann sind sie nicht verliebt, sondern dann haben sie sich selbst in die Illusion hineingeträumt, verliebt zu sein, weil es eben schöner ist. Aber sie denken gar nicht daran, daraus eine Beziehung werden zu lassen. Ganz einfach.

Illusionen sind schön - und doch unterschiedlich bei Frau und Mann?

Merkwürdig, nicht? Für Männer gilt offenbar, dass der Sex schöner und intensiver empfunden wird, wenn sie sich in die Illusion der Liebe hineinversetzten. Und obgleich das für Frauen auch gilt, weigern sich die meisten Frauen, es einfach anzuerkennen. Illusionen lassen sich, das wissen Frauen wie Männer, in kürzester Zeit aufbauen, und weil sie uns nützen, heftigere Lustgefühle zu haben, wenden wir sie eben an. Und wir vergessen, dass es die Illusionen waren, die uns zur höchsten Wollust gebracht haben – und nicht etwa die Liebe.

Und nun? Nun gehen die meisten Männer wieder zur Tagesordnung über. Die Illusion schwindet, der Alltag ruft. Bindungen sind im Moment nicht angedacht, es sei denn, den Mann würde noch mehr als die nackte Wollust an die Frau binden.

Die Unterschiede - an den Haaren herbeigezogen?

Und die Frauen? Anders als beim Gebrauch der süßen Toys, bei der die Illusion schon nach wenigen Minuten wieder verfliegt, bleibt die Gier auf Beständigkeit beim Körperkontakt mit dem Mann noch lange erhalten – manchmal Tage, manchmal Monate. Warum das so ist, darüber kann man lange reden. Und wenn man genügend hin und her debattiert hat, wird sich sicherlich eine Lösung ergeben: „Aha! Die weibliche Psyche!“ Oder „Aha, die Entwicklungspsychologie – die lange Tragezeit der Menschenfrau und so …“. Am Ende ist’s dann erklärt – aber nicht ein bisschen wahrer.

Sinnvoller wäre, zu sagen: „es ist so und so, und wenn ich es für mich anders will, dann muss ich daran arbeiten.“

Oder anders: Wenn du dir Illusionen erzeugst oder sie verstärken lässt, weil’s schön ist, dann musst du lernen, sie auch wieder abzubauen. So, wie mit den Toys. Es geht nicht anders.

Nur, wenn du ihn wirklich willst, mit Haut und Haar sowie Herz und Hirn, dann schnapp ihn dir mit ein bisschen mehr als nur Sex. Du kannst doch noch mehr, oder?

Danksagung: Ich danke den erwähnten und unerwähnten Webseiten sowie Isidora für die Grundlagen zu diesem Artikel.

Erotische Dominanz – die Vielfalt der ungewöhnlichen Lüste

Dominiert zu werden - unter den ersten zehn frivolen Frauenträumen (1)
Erotische Dominanz – wenn du zu diesem Thema etwas im Internet suchst, bekommst du neben den üblichen Pornos vor allem Webseiten, auf denen Frauen erotische Dienste anbieten. Eine oder keine professionelle Domina – für jeden Herrn ist die passende Behandlung verfügbar – von der Keuschhaltung bis Zwangsentsamung. Die meisten Internetbesucher sehe daher die Dominanz im Licht der käuflichen Dienstleiterin, die sich als "Domina" vermarktet.

Echte erotische Dominanz als „Lifestyle“ oder 24/7-Beziehung ist sehr selten und fast nie angebracht, weil sie oft zur Versklavung von Körper, Geist und Psyche führt, auch wenn dies nicht von Anfang an klar ist. Und Dominanz als Spiel ist davon abhängig, wie gut die Spieler sind – insbesondere der Spieler, der die dominante Rolle übernommen hat.

Sinnliche Dominanz - Vielfalt und nicht einfach Schläge

Das Interesse an sinnlicher Dominanz ist größer als das Interesse an Spanking (Po verhauen oder andere Strafspiele) oder Bondage (Fesselungen und Hemmungen der Wahrnehmung). Doch erotische oder sexuelle Dominanz zum Lustgewinn ist weit verbreitet: Sowohl aktiv wie auch passiv liegen Frauen und Männer in der Gegend von 50 Prozent der Bevölkerung – was die Sehnsüchte betrifft.

Dominanz - wer sie will, muss Hürden überwinden

Dominanz drückt sich dabei in vielerlei aus – vor allem aber darin, wer bestimmen darf, was geschehen soll, und natürlich, wie bereitwillig oder zögerlich der Partner auf das Ansinnen reagiert. Ob Scham, Anstand oder gar Ekel – in der Regel müssen beide Partner ein paar Hürden überwinden, um in die gewünschte Rolle hineinzuwachsen. Typische Probleme, die auch Vanille-Paare haben, müssen zuerst besprochen werden: Wie ist es mit Intimküssen? Wer darf oder sollte dem anderen orale Lüste bereiten? Darf oder soll der andere masturbiert werden, und falls ja, bis zum Limit, darüber hinaus oder gar so oft, bis sich die Lust in süße Qualen verwandelt? Und falls Schmerz zum Repertoire gehören soll: Welche Instrumente sollen eingesetzt werden, und wie soll die Prozedur ausgeführt werden?

Dominanz hat viele Gesichter

Viele Paar stellen im Laufe ihrer Spiele fest, dass sie nach und nach mutiger werden und sich trauen, vom Partner auch einmal etwas höchst Ungewöhnliches zu erbitten. Und nicht wenige Paare beweisen, dass sie sowohl die eine wie auch die andere Seite der Dominanz in sich tragen: Mal wollen sie aktiv dominant sein und mal wollen sie die Dominanz als „Unterwürfige“ genießen. Was eigentlich nicht mit „passiv“ gleichzusetzen ist, weil damit auch Forderungen verbunden sind.

Es ist nicht alles so, wie es zu sein scheint. Erotische Dominanz ist meist chic und vielfältig, aber sie kann auch entsetzlich, hinterhältig und einseitig sein. Und dies betrifft offenkundige SM-Paare genauso wie Hans und Grete, die sich als „Vanilla“ definieren.

(1) Die Statistik bildet nur Träume und Vorstellungen von Frauen ab, keine realen Aktivitäten.

Der Telefonsex der 1950er Jahre

Der Männertraum: "schmutzige" Worte am Telefon

Natürlich gab es ihn, den Telefonsex, lange, bevor es Sex-Hotlines, Senderinnen und Sekundentakte gab. Ja, tatsächlich waren solche Kontakte sogar möglich, bevor es Kreditkarten gab – bezahlt wurde bar oder per Scheck im Voraus auf Vertrauensbasis. Dabei ging es sehr diskret zu, denn keine der Damen hatte das Bedürfnis, ihre Telefon-Nummer öffentlich preiszugeben. Selbst in der heutigen Zeit, so wurde uns berichtet, gäbe s noch Damen, die diese Form des erotischen Telefonierens privat ausüben – meist an den Betreibern vorbei, für die sie arbeiten.

Natürlich ist das gezeigte Bild (oben) nicht echt – es erfüllt eher eine Männerfantasie. Vielleicht ist es die gleiche Art von Fantasie, die lüsternen Männer vorschwebte, wenn sie die alten, bildlosen Sex-Hotlines anriefen, um sich mit einer Frau „schmutzig“ unterhalten zu können. Nicht zu vergessen: In Frankreich gab es Minitel, dessen Dienst „3615 Ulla“ zwar rein textbasiert war, der aber zahllose sinnliche Chats ermöglichte.

Es musste nicht immer "Ulla" sein - 3615 reichte
Weitaus interessantere kommerzielle erotische Chats brachte erst das Internet. Dabei setzten die Betreiber zahlreiche Animateurinnen ein, um die lüsternen Männer zu bedienen, die dort nach erotischen Gesprächen lechzten. Doch schon bald zeiget sich, dass es zwar wenige, aber ebenso neugierig-lüsterne Frauen gab, die in der Anonymität ihre Lust an „verfänglichen“ Themen entdeckten. Nach einiger Zeit (Frauen entdeckten das Internet später als Männer) gab es dann auch nicht-kommerzielle Chats, in denen die Teilnehmerinnen sich freizügig äußerten.


Wer erfand eigentlich Telefon-Sex?

Cam-Girl im Fernsehen - 2001
Keine Frage – es war Gloria Leonhard, die es ermöglichte, „Pornophonie“ gegen Bezahlung über ein öffentliches Telefonnetz abzurufen. Diese „Wähl-Dir-Pornografie“ Anrufe waren ausgesprochen beliebt, bevor sie zunächst verboten und dann vor Gericht wieder erstritten wurden. Das bedeutet freilich nicht, dass es auch schon vorher "heiße Gespräche" über das Telefon gab - zwar nicht im Minutentakt, aber gegen entsprechende Zuwendungen, die frei vereinbart wurden.

In Deutschland war das Thema Telefonsex 1998 so populär, dass sogar der SPIEGEL darüber berichtete – über Sex vom Tonband und „richtige“ Sex-Gespräche. Und in diesem Artikel wird auch erstmals „Telefonsex per Bildtelefon“ erwähnt. Nötig war damals ein „Pentium-PC mit ISDN-Anschluß, Mikrophon und Lautsprecher“ – und natürlich ein Anbieter. Schon einige Jahre später gab es etliche Anbieter – sogar solche, die über Fernsehsender verfügten. Wer dort anrief, konnte per Bildschirm verfolgen, wie sich die Dame seiner Wahl für ihn entblößte – und diese Sender gibt es, obwohl immer wieder ihr baldiges Ende vorausgesagt wird, immer noch. Die neuen Anbieter aber sind Firmen, die ihre jetzt Cam-Girls genannten Aktricen gleich auf den PC-Bildschirm bringen – freilich ebenfalls gegen Gebühr.

Nach wie vor sind die Meinungen kontrovers, ob es sittlich vertretbar ist, sich vor einer Web-Kamera zu entblößen oder gar zu masturbieren. Und über die Gefahren für die Jugend, die Sex-Süchtigen und die Aktricen wird weiterhin diskutiert.

Doch der Mann, der vor dem Bildschirm sitzt, scheint in der Regel fasziniert zu sein von dem, was die Dame auf dem Bildschirm tut – schließlich tut sie es nur für ihn, solange er für sie bezahlt.

Rumänien versorgt der Rest der Welt mit Cam-Girls

Vergleichsweise brav: Cam-Girl auf dem Bildschirm, um Kunden anzulocken
Sprachkenntnisse sind wichtig – und weil das so ist, habe viele der sogenannten „Cam-Girls“ (Senderinnen) eine gute Ausbildung, und teils sogar einen Universitätsabschluss. Mit dem allerdings können sie oft wenig erreichen in einem Land, in dem das Netto-Durchschnittseinkommen pro Monat etwas unter 500 Euro liegt. Cam-Girls, die privat arbeiten und feste Kunden haben, verdienen diese Summe in ein paar Tagen – und Einkommen von über 4.000 Euro sind durchaus möglich. Das ist in Rumänien eine Menge Geld.

Ein paar Zahlen mögen erhellen, wir riesig das globale Geschäft mit den Webcam-Girls ist. Der weltgrößte Betreiber hat zwischen 35 und 40 Millionen Besucher am Tag, und insgesamt (nicht nur in Rumänien) sitzen in jedem beliebigen Moment etwas 2.000 Damen vor den Kameras.

Die Präsentation ist meist eher sexy als aufdringlich


Was muss eine Frau als Cam-Girl tun?

Was müssen die Damen dafür tun? Das Erfolgsrezept ist nicht allein Geilheit vor der Kamera, wie eine der Damen verrät: „Zumeist ist es Konversation, manchmal ein Rollenspiel, und ein kleiner Teil besteht in Nacktheit und Masturbation.“ Doch am wichtigsten sei, einen Mann lange Zeit durch ein Gespräch bei der Stange zu halten, wenn man wirklich etwas verdienen will. Die PR-Managerin weiß es genau:

Du hast ungefähr 10 Minuten, um süß und sexy zu wirken, aber dann musst du ein Thema finden, über das du reden kannst, sonst bleiben die Männer nicht.


Und was fühlen diese Frauen? Geht von der ständigen Präsentation des Körpers vor der Kamera eine Gefahr aus?

Ab hier betritt man verminten Boden. Ist Professionalität ein Mittel gegen die möglicherweise entwürdigende Selbstdarstellung? Oder wird die Psyche geschädigt, möglicherweise sogar unvermeidbar?

Psychische Schäden durch den Cam-Job?

Die Frage, wann und wie die Psyche durch einen Job geschädigt wird, bleibt offen. Wobei sind die Emotionen eher gefährdet? Wenn man täglich zwölf Stunden gegen miese Bezahlung einem Büroberuf nachgeht oder wenn man im Schutz eines Studios vor Publikum masturbiert und dabei vergleichsweise viel Geld verdient?

Eine Antwort wäre: „Du verkaufst nicht deinen Körper, sondern deinen Geist, und ich sehe es als eine Bühnendarstellung“, wie eine der Damen gegenüber der BBC meinte. Doch sie ergänzt: „Aber es ist kein Job für jede Frau … (besonders wenn sie …) die Vorstellung hat, dass sie ihren Körper verkauft.“

Beweise dafür, dass die Beschäftigung als Cam-Girl die Psyche ruiniert, gibt es allerdings nicht – den Gegenbeweis aber auch nicht. Und so bleibt es wohl beim Status quo. Oder eben bei der Behauptung, das „schnelle Geld“ verderbe den Charakter, nicht das Handeln vor der Kamera.

Hinweise: Einige der Zahlen sowie ausgewiesen Zitate wurden der BBC entnommen. Die Darstellungen sind Screen-Shots von einschlägigen Portalen.