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Mythos Nummer eins: Männliche Sexualität ist simpel

Mythen über männliche Sexualität werden hier innerhalb einer Serie entlarvt - vorbehaltlos und wenn es sein muss, auch mit harten Worten.

"Männliche Sexualität ist simpel" - diese Behauptung wird ständig wiederholt, leider auch von sogenannten „Fachleuten“, also Therapeuten und Sexologen. Dabei ist zunächst die Frage, ob „simpel“ überhaupt ein Begriff ist, der wissenschaftlichen Bestand hat. Wenn sich ein Druckknopfoberteil mit einem Druckknopfunterteil vereinigt, so kann man dies „simpel“ nennen. Wenn optische oder taktile Reize in Erektionen umgesetzt werden, ist das bereits nicht mehr „simpel“. Ganz so simpel ist es auch nicht, wirklich schönen, sinnlichen Sex zu erleben, geschweige denn, ihn tatsächlich über einen längeren Zeitraum zu genießen. Wenn Männer selbst den Sex als „simpel“ ansehen, dann meinen sie, dass es ihnen möglich ist, innerhalb von Minuten aus einem Gedanken via Masturbation einen Samenerguss zu erzeugen. Dies ist allerdings nicht unbedingt der Maßstab für den vollen Genuss. Denn: (Zitat)

der Mann … steht unter Beweisdruck, pulvert seine gesamte Energie in den final act und verpasst dabei andere, vielleicht sogar lustvollere Varianten des Sex.


Wenn Sie nachlesen wollen, warum das so ist, lesen Sie zuerst den Ursprung unserer Betrachtungen – er behandelt die Gründe, warum Männer den vollen Genuss beim Sex oft nicht lernen konnten.

Eine der erstaunlichsten Annahmen besteht darin, dass der Sex des Mannes aus biologischen oder entwicklungsgeschichtlichen zwangsläufig kurz und knapp sein muss. Dabei wird vergessen, dass die Ejakulation nicht der einzige Ausdruck der Lustbefriedigung ist, wie viele Frauen annehmen. Er ist vielfach eben nur das, was Männer können – weil sie nichts anderes erlernt haben, weil sie nicht mit Frauen geschlafen haben, die ihnen sinnlichere Erfahrungen geschenkt haben oder weil ihnen gesagt wurde, dass es einfach „nicht geht“. Im verlinkten Artikel können Sie mehr darüber lesen, falls Sie meine Worte bezweifeln.

Ein weiterer Punkt, der sich wie ein roter Faden durch Aufsätze über „männliche Sexualität“ zieht, ist der Vergleich mit „der“ Sexualität der Frauen. Dabei werden stets die Unterschiede behandelt, Ähnlichkeiten aber ignoriert. Und überhaupt: Der Vergleich ist nur dann sinnvoll, wenn wir uns schulmäßig mit Sexualität beschäftigen. In der Realität sollten wir Männer darauf bestehen, nicht ständig mit Frauen verglichen zu werden, sonder darauf bestehen, unsere Sexualität selbst zu definieren. Und noch mal: Männliche Sexualität ist nicht simpel oder problemlos. Wer das behauptet, hat die Funktionen und Abläufe weder zurückverfolgt noch begriffen, wie sich Lust aufbaut und wie sie sich erfüllt.

mythos mannZum Thema: "Mythen über männliche Sexualität" erscheinen weitere Folgen

Warum die Menschen „Sex haben“ - vier Mal erklärt

Warum schnackeln, vögeln oder bumsen Menschen miteinander? Warum lassen sie sich sinnlich massieren oder lustvoll schlagen?

Unsere Idee, gleich eine ganze Serie darüber aufzutischen, kam uns bei einem einzigen Satz, der verkürzt so heißt:

(Masturbieren macht Männer einsam) … und viele haben dann gar keine Lust mehr, mit der eigenen Frau zu schlafen.


Nehmen wir mal das „Eigene“ heraus, das höchst anzüglich ist, dann heißt dies nicht mehr und nicht weniger als: „Na ja, also Masturbieren ist wirklich toll – da kann man echt darauf verzichten, das Affentänzchen mit einer Frau aufzuführen.“

mann plus frau
Der Mann: Warum schläft er mit Frauen?

Der nächste Schritt war (für uns naheliegend): Gibt es denn keine anderen Gründe, mit einer Frau zu schlafen, als „in sie hineinzumasturbieren“ ohne Gefühle zu zeigen? Und wir haben mal „Orgasmus, Sex und Lust“ fein säuberlich getrennt – sollte man immer tun, wenn man über den Austausch von Körperkontakten redet.

Tatsächlich fanden wir sieben der möglicherweise 77 Gründe, mit einer Frau zu schlafen.

frau plus mann
Die Frau: Warum schläft sie mit Männern?

Und weil wir immer versuchen, in der Liebeszeitung auch die „andere Seite“ zu verstehen, haben wir die gleiche Recherche (ja, es war eine Recherche, was dachtet ihr?) auch mal bei der Gegenseite zu versuchen.

Dabei kamen dann ebenfalls sieben Gründe heraus, warum eine sogenannte "heterosexuelle" Frau mit einem ebenfalls "heterosexuellen" Mann schlafen könnte.

Warum "heterosexuell" zu sein nichts ausschließt

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Und war uns das schon genug? Nein, natürlich nicht, denn gerade fiel das Wort: „Heterosexuell“. Und da ist doch die Frage: Welche sexuelle Aktivität ist denn „typisch heterosexuell“? Sagen wir’s salopp: „Heterosexuell“ ist ein Wort aus dem Repertoire von „Neusprech“, das weder ein wissenschaftlich exakter Begriff ist noch eine präzise sprachliche Definition beinhaltet. Es wurde erfunden, um nicht den Begriff „Normal“ verwenden zu müssen, der Homosexuelle als „Unnormale“ ausgrenzen würde. Und doch benutzen wir den Begriff "heterosexuell" so selbstverständlich, als wüssten wir genau, was „heterosexuell“ ist. Wir ordnen uns damit in ein Schema ein, das weder wissenschaftlich noch sprachlich korrekt ist, dem wir aber alle unterworfen werden. Die Autorin Hanne Blank hat dies ausführlich, logisch und beinahe unangreifbar dargelegt.

frau und frau
Warum Hetero-Frauen sinnliche Lüste zu Frauen entwickeln

Und also haben wir geforscht, was sogenannte „heterosexuelle“ Menschen dennoch mit dem gleichen Geschlecht in die Federn treibt – und fanden zunächst bei den Frauen (die offenbar auskunftsfreudiger sind) mehr glaubwürdige Beiträge als bei den Männern. Natürlich wissen wir seit Langem, dass Frauen miteinander offenkundig zärtlicher umgehen als Männer, und die Forschung sagt uns, dass die Hemmschwelle, Frau-Frau-Affären zu beginnen, relativ niedrig ist. Sieben Gründen, warum eine Frau das Bett mit einer anderen Frau teilen könnte, waren schnell gefunden.

mann und mann
Der Hetreo-Mann - scheu, was seine Gefühle anbelangt

Blieben noch die Männer – Hürden überall, weil Männer überwiegend verschweigen, welche sinnlichen Gelüste sie haben – egal, wann, wo und mit wem. Zunächst fanden wir nur drei Gründe, warum Männer gelegentlich Lust auf Männer bekommen, bevor wir dann noch einmal das Netz durchpflügt haben und auch auf die geforderten „sieben Gründe“ kamen. Einschränkend müssen wir sagen: die Anzahl der Fundstellen war nicht wirklich ausreichend, aber uns scheint, das Bild ist plausibel.

Warum also schlafen Menschen miteinander?

Das generelle Fazit können wir so zusammenfassen: Begehren, Lust und Neugierde, gekoppelt mit der Gelegenheit, sind die Hauptgründe für jede Art von erotischen Körperkontakten – und zweifellos auch die schönsten.

Und übrigens: Ihr könnt alle euren Senf dazugeben. Wir wollen wissen, was ihr meint, und ob unsere Recherchen sich mit euren Erfahrungen decken.

Warum sollte ein Mann eigentlich mit einem Mann schlafen wollen?

Warum küssen Männer einander?
Sich als „heterosexuell“ zu bezeichnen, ist eine neue soziale Mode, die darauf beruht, dass man sich im Leben „gefälligst einzuordnen“ hat. Wer sich hingegen als „homosexuell“ bezeichnet, tut dies aufgrund seiner Liebes- und Lebenspräferenzen – er will damit sagen: Ich bin aus meiner Veranlagung, meinen Erfahrungen und aus den Beziehungen, die ich eingehe, sicher, homosexuell zu sein.

Nachdem dies nun gesagt ist, dürfen wir uns fragen: Warum eigentlich befällt manche „typischen“ Hetero-Männer der Wunsch, einmal mit einem Mann zu schlafen?

Sexuelle Praktiken sind Praktiken, keine Orientierung

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Bevor wir auch nur noch einen weiteren Satz aussprechen: Eine sexuelle Orientierung setzt voraus, dass emotionale und körperliche Lüste parallel vorhanden sein müssen. Sind es nur emotionale Wünsche, so handelt es sich um Schwärmerei, sind es nur körperliche Wünsche, so geht es nur um die Geilheit und ihre Befriedigung. Das gilt unabhängig von „hetero“ oder „schwul“.

Hetero-Männer und „schwule Lüste“ – ein Tabu-Thema

Warum also haben Hetero-Männer Lust, mit anderen Männern zu schlafen? Diesmal haben wir es uns „richtig schwer“ gemacht, denn Informationen darüber, was einen „typischen“ Heteromann dazu verleiten könnte, sich einem Mann hinzugeben, ist schwer zu erfassen. Sicher ist, dass es sich nicht um die gleichen Argumente handelt, die Frauen zu anderen Frauen führen.

Dazu sagt die Sexualforscherin und Autorin Jane Ward (1)

Wenn Männer auch nur minimalen homosexuellen Kontakt haben, denken wir sofort, dass es ein „versteckter Homosexueller“ ist.


Und genau das befürchten Männer eben auch: Wenn sie miteinander übernachten, denken sie gar nicht daran, sanft oder zärtlich miteinander umzugehen. Ja, sie distanzieren sich sogar von zufälligen, zärtlichen Berührungen. Einer der Gründe, warum Männer sich selten auf MMF-Dreier einlassen, ist die Nähe zum „anderen Mann“, der ja im Dreier durchaus auch „zärtlich“ werden könnte. Kurz: Sie scheuen den Verdacht, „schwul“ zu sein, wie der Teufel das Weihwasser.

Doch warum tun sie es dann überhaupt?

Sieben Gründe für einen Mann, mit einem Mann zu schlafen

1. Der Hauptgrund ist die Neugierde auf das emotionale Erlebnis. Es besteht aus der Furcht und der Überwindung der Furcht, aus Lust und der Angst vor der Begierde. Man könnte auch sagen: aus Abenteuerlust.
2. Neben der Neugierde auf die Emotionen spielt auch die Lust auf „alternative“ Körpererfahrungen eine Rolle. Wie fühlen sich Zungenküsse und manuelle Stimulationen an? Wie ist es, Fellatio von einem Mann zu bekommen? Ist Analverkehr wirklich so erregend? Wenn’s keine Offenbarung ist, ist es eben Erfahrung.
3. Obgleich „homosexuelle“ Kontakte nicht notwendigerweise Analverkehr beinhalten, ist der passive Analverkehr die heftigste Sensation, die ein Mann in seinem Leben erfahren kann – und sie muss nicht einmal notwendigerweise von einem anderen Mann ausgehen, sondern kann auch mit einem Strap-on-Dildo von einer Frau erzeugt werden.
4. Mache Hetero-Männer sind von anderen, namentlich schönen, schlanken und femininen Männern ebenso angetan wie von ähnlich schönen Frauen. Ergibt sich die Gelegenheit, so zählt der schöne Körper – nicht ob Frau oder Mann.
5. Eine Variante zu Punkt fünf ist der Kontakt zu „She-Males“, also besonders schönen, schlanken Männern mit künstlichen Brüsten, die sozusagen „beide Lüste“ abdecken. Hier wird auch die Grenze zur Prostitution berührt.
6. Es kommt vor, wenngleich es nicht die Regel ist, dass Männer zu homosexuellen Praktiken verführt werden. Manchmal, weil ihnen die Möglichkeiten fehlen, mit Frauen in Kontakt zu kommen, dann aber auch, weil sie ihn solche Situationen „hineingetrickst“ werden. Letzteres ist infam und in jeder Hinsicht zu verurteilen.
7. Zu guter Letzt: Manche Praktiken können von Männern und Frauen in ähnlicher Weise ausgeführt werden, und manche Männer bevorzugen tatsächlich die Lust, die ihnen Männer geben können, wenn sie den Vergleich haben.

Die Quellen dieser Recherche

Die Angaben hier stammen aus zahllosen Foren, Blogs und Berichten, die wir mühsam durchsucht haben. Wir konnten nirgendwo finden, dass erotische, sinnlich oder sexuelle Kontakte von Mann zu Mann „homosexuell“ sein müssten, haben aber oft den Verdacht vorgefunden, dies sei so. Wir erfuhren weiterhin, dass es im Grunde falsch ist, von Bi-Sexualität zu sprechen – eigentlich ist es eine geschlechtsneutrale Sexualität, die von diesen Männern (und Frauen) empfunden wird.

Hinweis: (1) Das Buch von Jane Ward in deutscher Sprache ist gegenwärtig in Deutschland nicht überall erhältlich. Wir beziehen uns auf das Interview in der "Wienerin"

Wir empfehlen englischsprachigen Lesern das englische Buch von Jane Ward oder aber – noch wichtiger: „Straight“ von Hanne Blank.

Warum sollte eine Frau eigentlich mit einer Frau schlafen wollen?

Spielerische Lust ist oft der Anfang
Im Grunde ist es nichts als eine soziale Mode unserer Zeit, sich als „heterosexuell“ zu bezeichnen. Im Wesentlichen liegt dies daran, dass sich viele Frauen und Männer neuerdings als „nicht-heterosexuell“ präsentieren. Nun ist die „sexuelle Orientierung“ allerdings eine Frage des Körpers, der Emotionen und der sozialen Umgebung. Wer exklusiv „lesbisch“ oder „homosexuell“ lebt, lebt anders als jemand, der seine sexuellen Lüste mal mehr in diese, mal mehr in jene Richtung lenkt.

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Das heißt konkret: man auch die „sexuelle Orientierung“ einer Person in Blei gegossen und unabänderlich sein, so ist es die sexuelle Praxis noch lange nicht. Und jetzt ganz praktisch: Jeder interessierte Mann und jede Frau kann sexuelle Praktiken ausführen, die „eigentlich“ dem anderen Geschlecht vorbehalten ist, wenn man einmal vom Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein eines Penis oder einer Vagina absieht.

Da wir bei Frauen sind: Insbesondere Zungenküsse, Cunnilingus und manuelle Befriedigung stehen Frauen als Bio-Sexkontakte offen. Dazu kommen gegenseitige Befriedigungen durch Geräte und Instrumente, namentlich Dildos, Vibratoren oder Strap-On-Sex, vaginal wie anal.

Sexuelle Praktiken sind Praktiken, keine Orientierung

Wenn sich die Gelegenheit ergibt ...
Bevor wir auch nur noch einen weiteren Satz aussprechen: Eine sexuelle Orientierung setzt voraus, dass emotionale und körperliche Lüste parallel vorhanden sein müssen. Sind es nur emotionale Wünsche, so handelt es sich um Schwärmerei, sind es nur körperliche Wünsche, so geht es nur um die Geilheit und ihre Befriedigung. Das gilt unabhängig von „hetero“ oder „schwul“. Da sich die meisten sinnlich-romantischen Hetero-Frauen nach ausdauernder Zärtlichkeit und intensiven, einfühlsamen Hautkontakten sehnen, ist leider offenkundig, dass sich dafür andere Frauen eher anbieten als Männer.

Ist es also leicht erklärlich, warum Hetero-Frauen gerne mit anderen Frauen schlafen, sein sie nun ebenfalls „hetero“ oder „lesbisch“?

Einfache Formel: Nähe + Lust + Neugierde = FF-Sex

Im Grund ist die Lösung einfach: Sinnliche Lust, Neugierde und der Wunsch nach lang anhaltender Zärtlichkeit sind die Hauptmotive der Frauen, um sich von anderen Frauen die Wohltaten der Lust zu holen.

Was könnten die Gründe sein? Wie immer sind Neugierde und die Hoffnung auf lustvolle Erfüllung der eigenen Wünsche das Motiv. Hinzu kommt ein bekannter Auslöser: Körperliche Nähe erzeugt emotionale Wärme, und emotionale Wärme kann Lust auslösen. Ganz so einfach ist es nicht, aber diese sieben Gründe haben wir gefunden;

Sieben Gründe für Frauen, mit einer Frau zu schlafen

1. Der Hauptgrund ist die Neugierde auf das sinnliche Erlebnis, zumeist auf eine lustvolle Suche nach größtmöglicher Sinnlichkeit in einem Zusammenspiel von Zärtlichkeit und Herausforderung.
2. Ein weiterer Grund ist die Gelegenheit, die sich bei Frauen leichter ergibt als bei Männern. Die meisten zärtlichen Annäherungen, die eigentlich nicht als „Verführungen“ bezeichnet werden können, entstehen beim gemeinsamen Übernachten.
3. Mache Frauen berichten, sie seine vom Körper einer Frau derart fasziniert gewesen, dass sie es einfach versuchen mussten.
4. Der Mangel an Männern bringt viele Frauen dazu, sich gegenseitig Lüste zu verschaffen, besonders in Internaten.
5. Manche Frauen sind zwar heterosexuell, halten Männer aber für unberechenbar und für brutal – sie wünschen sich daher Sex ohne Penetration.
6. Zärtliche Verführungen sind der Hauptgrund, noch vorhandene Hemmungen abzulegen und sich der Verführung einer anderen Frau einfach „hinzugeben“. Häufig sind die Verführerinnen deutlich älter als die Verführten.
7. Manche Frauen, die ungewöhnliche sexuelle Vorlieben haben, wollen diese eher mit einer Frau erproben als mit einem Mann – in der Regel, weil sie fürchten, dass Männer solche Wünsche für Übergriffe missbrauchen könnten. Die gilt besonders für BDSM-Aktivitäten.

Das hätten wir nun sieben Gründe, einer so plausibel wie der andere. Der Hauptgrund ist aber noch einfacher, und er folgt einem einfachen Gesetz, das hier noch einmal wiederholt werden soll:

Hautkontakte und Sinnlichkeit in Zusammenhang mit Übernachtungen sind die wesentliche Ursache, einfach mal schüchtern oder auch sehr bewusst zu erproben, was möglich ist.

Bilder: Oben sinnbildlich nach einer Fotografie gestaltet, unten Buchillustration (Ausschnitt)

Warum sollte eine Frau eigentlich mit einem Mann schlafen?

Lust und Romantik - in Kombination der häufigste Wunsch
Es musste ja sein, sagten meine Kollegen. Denn das Thema „warum schlafen Frauen mit Männern“ ist genau so aktuell wie das „umgedrehte“ Thema.

Und die Antworten?

Selbst, wenn ihr’s nicht wahrhaben wollt – die intensivsten Orgasmen bekommen sinnlich empfängliche Frauen, wenn sie entweder Hand oder Gerät bei sich selbst anlegen – gemeinhin als Masturbieren bekannt. Mehr als Männer strapazieren sie dabei das Gehirn, um die Empfindungen zu intensiveren, doch sehen immer mehr junge Frauen auch Pornos, die sie anregen. Teil sind die Gedanken aber so wild und verwegen, dass sie besser nur in der Fantasie existieren als in der Realität. Jedenfalls: Viele, intensive Orgasmen sind vor allem mit Vibratoren möglich. Der Nachteil ist klar: Der Kontakt mit einem Gerät ist gewöhnungsbedürftig, und er deckt nicht das gesamte Spektrum der gewünschten Empfindungen ab. Der Bio-Faktor fehlt einerseits, die Herausforderung andererseits.

Das Gehirn erzeugt den Wunsch auf sexuelle Lüste - auch ohne Pornografie

Fassen wir mal soweit zusammen: Im Gegensatz zum Mann, der gerne „Wichsvorlagen“ als optische Stimulation verwendet, schalten Frauen meist das Abenteurerzentrum zu, um in Stimmung zu kommen. Und die vielen Vibratoren, vom „naturnahen“ Penis über den Klitoralvibrator bis hin zum Auflagevibrator bieten unendlich viele Möglichkeiten, dazu mechanisch betrommelt zu werden. Allerdings sehen und lesen mehr und mehr Frauen Pornografie – doch sie spielt im Leben der Frauen offenbar immer noch eine untergeordnete Rolle, wenn es um das „Anheizen“ der Lust geht.

Bio-Kontakte: Körperkontakte sind das Wesentliche

Wie schon im letzten Artikel gehen wir nun zur Zweisamkeit über. Dabei überspringen wir mal die Möglichkeit, dass recht viele Frauen wenigstens einmal in ihrem Leben den Lustgewinn durch eine andere Frau erreicht haben. Und wir ignorieren den biologischen Faktor, beim Sex schwanger werden zu wollen. Also reden wir von heterosexuellen Kontakten der Frau zu Männern, die aus reiner Lust aufgenommen werden. Vollhaut-Biokontakte mit Anfassen oder mit Eindringen, wenn ihr so wollt. Nicht immer kommt dabei „PiV“ zum Einsatz, nur um das mal zu erwähnen.

Fragen wir uns also wieder, warum „jemand mit jemandem“ schläft, diesmal also, warum Hetero-Frauen mit Hetero-Männern „schlafen“. Sichert könntet tihr die Gründe noch um 93 auf 100 erhöhen, und vielleicht macht ihr uns die Freude, weitere Gründe einzureichen - wer weiß?

Sieben Gründe, warum "mit einem Mann zu schlafen" gut tut

Schaffen wir auch diesmal wenigstens sieben gute Gründe (auch nicht so gute, dafür aber häufige)? Teils – dies sei vorausgeschickt – sind die Gründe identisch, zumindest bei den „Braven“ unter euch.

1. Der meistgenannte Grund ist auch bei Frauen: weil es Freude macht. Die Sinnesfreude, vor allem in der geeigneten Umgebung, mit dem richtigen Mann und mit einer Mischung aus Wollust und Romantik ist’s am Schönsten. Auch, wenn der Abend zu zweit der Einzige bleiben sollte – wenn die Stimmungslage richtig war, dann war auch der Sex schön.

2. Der zweite Grund ist ebenfalls ähnlich wie beim Mann, kommt aber seltener vor: Auch Frauen sind bisweilen „notgeil“ oder einfach geil auf Sex. Ist die Begierde da, und ist zufällig ein Mann da, mit dem es möglich erscheint, sie zu stillen, dann geht die Post ab. Und mehr und mehr kommen solche Begegnungen nicht „ganz zufällig“ zustande, sondern sie werden von den betroffenen Frauen vorbereitet. Das sind dann die Verabredungen, die ausschließlich dazu dienen, sexuelle Erfüllung zu finden – mal wissen es die in Aussicht genommen Männer, mal nicht.

3. Der dritte Grund für eine Frau ist noch selten: Es ist der Wunsch, perfekt verführt und lange und ausdauernd in bester Qualität erotisch und sexuell behandelt zu werden. Der Wunsch existiert im Hinterstübchen der Frau oftmals, die Hürde zur Ausführung ist allerdings hoch, wenn der Grenzbereich zur Prostitution erreicht wird. Auch wenn ein Escort-Mann nicht nur „Mietrammler“ sein mag, sondern eine perfekte Illusion verkauft – da ist immer noch eine Hemmschwelle.

4. Was unter Nummer drei durch einen Anruf und ein paar Scheine erreicht werden kann, ist natürlich auch ohne Rotlichtfaktor möglich. Entweder mit typischen Machos, die ohnehin nicht lange fackeln, wenn sie Abenteuer wittern oder mit Ehemännern, die sinnlich und erfahren genug sind, hübsche Träume zu schenken. Das Problem dabei ist, sich in sie zu verlieben. Später wird dann oft darüber lamentiert, was ihr in jeder Frauenzeitschrift nachlesen könnt.

5. Das lassen wir mal stehen für Frauen (1) : einer der häufigsten Gründe für den Wunsch nach Sex in jungen Beziehungen ist die romantische Liebe, die eigentlich keine Liebe ist, sondern Verliebtheit. Es ist mit Abstand die sinnlichste Variante, weil des dabei nicht nur um ein paar schnöde Orgasmen oder PiV-Kontakte geht, sondern darum, das ganze „Bio-Paket“ mitzunehmen.

6. Für viele Frauen ist ausgesprochen interessant, von einem Mann „nach Strich und Faden“ verführt zu werden, ohne dass sie bewusst aktiv werden müssen (2). Dabei geht es eigentlich darum, festzustellen, ob „frau“ noch attraktiv genug ist, aber oft landet die Frau, die zuvor heftig flirtete, später auch im Bett. Zufall war es dann nicht.

7. Letztendlich ist auch für Frauen interessant, selbst zu verführen, zumal, wenn mit zunehmendem Alter auch deutlich jüngere Männer infrage kommen. Und ob ihr es nun wahrhaben wollt oder nicht. Manchmal geht es eben auch darum, an der Macht oder am Geld des Mannes zu partizipieren.

"Penis in Vagina" ist nicht immer das Ziel

Für Frauen sind „zwischenmenschliche“, auch intime, sinnliche und zärtliche Kontakte ganz offenkundig wichtiger als für Männer, und dabei geht es nicht immer um schnöden Sex, schon gar nicht immer um „das Übliche“. Deswegen die Sinneslust nicht immer auch „Sex“ und „Sex“ nicht gleich „Penis in Vagina“ (PiV).

Und noch wichtiger für die meisten Frauen ist, einander nahe zu sein, vorher und nachher zu kuscheln, schöne Worte zu wechseln und sich die Beziehung dabei manchmal auch „schön zu reden“. Körperkontakte sind also eine Seite des Gefühlstrios, das glücklich macht, Sex ist eine andere Dimension, und Orgasmen sind die dritte Komponente.

Kommt alles „all in one“ und spürt die Frau auch noch den Zustand, verliebt zu sein, spricht für den Moment nichts dagegen, zufrieden mit allem zu sein. Schön wäre natürlich, dabei in einer Beziehung zu leben. Aber so viel kann ich euch verraten: Nicht alle Frauen erreichen das höchste sinnliche Glück in Beziehungen.

Und Du? Was meinst Du?

(1) Wir haben es auch bei Männern erwähnt.
(2) Flirten kann durchaus eine unbewusste Aktivität sein.