Skip to content
Werbung Email:

Huren und die deutsche Regierung

Eine Hure ist eine Hure, ist eine Hure - in den 1920ern wie in den 1950ern - und bis heute?


Die deutsche Regierung und ihre neuen Prostitutionsgesetze – das ist ein Treppenwitz. Erinnern wir uns an die 1960er Jahre, so gab es zwei Arten von Huren: Registrierte und nicht registrierte. Registrierte lebten schlecht, weil sie sich nicht mehr herausreden konnten: Sie waren ja „von Amts wegen“ Nutten. Nicht registrierte lebten noch schlechter, weil sie sich vor den Behörden verstecken mussten.

Erinnern wir uns kurz an die dritte Gruppe? Sie hatten feste, aber dennoch häufig wechselnde Freunde, und taten alles, damit sie nicht als Personen mit häufig wechselndem Geschlechtsverkehr identifiziert wurden. Sie waren Sekretärinnen, Krankenschwestern und Friseurinnen, die sich auf diese Weise ein (meist erhebliches) Zubrot verdienten.

Der Bockschein kommt bald wieder

Und heute? Die Frauenverbände und Edelmenschen-Organisationen sind glücklich darüber, dass eine Hure nun wieder eine Hure werden soll. Der „Bockschein“ ist zurück – welche ein Fortschritt! Erfasst, abgestempelt, und wie eine Verbrecherin in einer Sonderdatenbank erfasst. Alles zum Besten der Huren, versteht sich. Ach, wie schön ist es doch, wenn man edel, hilfreich und gut ist wie unsere Regierungsmitglieder mit Moralkorsetts.

Quelle: Tagesspiegel.