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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Die Woche – klare Ansagen zum Thema Partnersuche

Diese Woche habe ich mit einem „Kaufmannsvergleich“ begonnen: Wenn jemand einen Partner (Partnerin) sucht, dann sucht er nicht nach dem „Brutto“. Das bekommt er aber oft angeboten: Den Menschen in einer aufwendig gestalteten emotionalen, sozialen und physischen Hülle. Wichtig ist, was die Person ausmacht, wenn es um die Zweisamkeit geht, also das Netto. Und ich meine, es wird viel zu viel „Tara“, also Verpackung „verkauft“.

Bessere Partnersuche: Nah am „Jetzt“ bleiben

Es mag euch ja vorkommen, als sei ich ein Wanderprediger – aber ich kann nicht umhin, immer wieder darauf hinzuweisen, dass auch Partnersuchende zunächst einmal im „Hier und Jetzt“ leben. Beim ersten Date die Zukunft zu planen, ist völlig absurd. Sollte ich sagen: „Das tun nur Anfänger?“ Leider nein. Auch Menschen über 30 machen diesen Fehler. Damit du nicht auch darauf reinfällst, habe ich dir einen Artikel dazu geschrieben.

Dating-Erfolg: Perfektion vermeiden

Dazu noch der Artikel, in dem sich ein Elefant befindet. Perfektion ist einer der Hauptgründe, warum wir (ja, möglicherweise auch du) bei der Partnersuche scheitern.

Lebensklugheit statt Expertentum

Zur zweiten Jahreshälfte sah ich mich nochmals veranlasst, dies zu sagen: Es gibt keine Dating-Experten, und auch ich lass mich nicht so nennen. Dennoch erlaube ich mir, dir etwas sehr Einfaches zu raten, womit du deine Ziele schneller erreichst.

Heute habe ich noch nachgereicht, wieso wir alle vergessen sollten, über Algorithmen nachzudenken.

Understatement – warum manche Eigenschaft nicht „weiblich“ ist

Der „Krieg“ zwischen Frauen und Männern wird ständig neu befeuert, sogar aus der Richtung der Psychologie – von Frauenzeitschriften erwarte ich ja gar nichts anderes. Doch manchmal sind die Eigenschaften austauschbar. Und „sich kleiner machen“ (Understatement) ist eine Lösung für viele Menschen, die Beziehungen suchen – jedenfalls ist diese Verhaltensweise allemal besser als Großsprecherei.

Wie sogenannte „Jungfrauen“ vorgehen können

Mit unserem Artikel über „erwachsene Jungfrauen“ (Frauen und Männer) hofften wird, Lebenshilfe leisten zu könne. Unser Rat: Auch wenn du kein Teenager mehr bist, schau mal dort nach, wo die ganz jungen Leute ihre Ratschläge holen. Viel genützt hat er, wie mir scheint, nicht: schlechte Bewertungen. Uns würden natürlich Kommentare interessieren – Bewertungen sind Bullshit.

Marginalien, Korrekturen und Mitarbeit

Lange Recherchen haben manchmal Erfolg. Es ist wirklich nur eine Marginalie, und ein Zufall verhalf mir dazu, das Originaldokument zum „Auspauken einer Dirne“ zu finden.

Wir haben für den Juli ein neues Motto gefunden:

Kriech mir jetzt unter die Haut

Inwieweit wird dem folgen können, hängt von der Fantasie und dem Sachverstand unserer Autorinnen und Autoren ab. Wie wäre es mit dir? Hast du Lust, dazu etwas zu schreiben?

Und in jedem Fall: Ein schönes, erfolgreiches Wochenende für euch.

Nützen präzise Algorithmen bei der Partnersuche?

Dieser Tage meldete sich mal wieder der Kollege Fernando Ardenghi. Jener wird immer hellhörig, wenn von Algorithmen die Rede ist - die kennt er wie kein anderer. Das Problem ist nur: Algorithmen passen auf die Liebe wie der Fisch aufs Fahrrad, sobald „Persönlichkeitsmerkmale“ verglichen werden. Und dabei gilt: Je mehr Merkmale, umso weniger „Matches“, und umso weiter muss jemand reisen, um die Person zu treffen.

Fragwürdige Kriterien überall

Das würde manchen nicht abschrecken (Deutsche aber bestimmt). Das Problem ist allerdings: je mehr Kriterien abgefragt werden, desto fragwürdiger ist die Übereinstimmung, weil in all den sogenannten „wissenschaftlichen“ Psychotests auch Eigenschaften abgefragt werden, die für Zweisamkeit und/oder Liebe in der Praxis keine Rolle spielen.

Weitgehend nutzlose Spielerei: präzise Algorithmen

Was im Fazit heißt: Die Spielereien mit Algorithmen sind weitgehend nutzlos. Erprobt wurde schon fast alles, und die Ergebnisse sind eher „gemischt“.

Da macht auch der Herr Ardenghi den Fehler, wen er schreibt:

Kompatibilität bedeutet genaue persönliche Übereinstimmung.

„Genaue“ persönliche Übereinstimmung existiert nicht - jeder Psychologe wird es euch bestätigen, und manche meinen gar, dass sie eher hinderlich ist. Oder mit dem Volksmund: Wer will schon das Spiegelbild seines Partners sein?

Ardenghi beruft sich auf einen Artikel in „OPW“, der seinerseits auf einem Artikel von „Wired“ beruht. Man kann noch einen Satz hinzufügen: Die enttäuschenden Erfolge bei der Suche auf Dating-Seiten und Apps beruhen nur zu einem geringen Teil auf falsche oder fehlende Algorithmen. Abgesehen davon sind „Algorithmen“ sowieso nicht „falsch oder richtig“, sondern die psychologischen Grundlagen sind bereits fragwürdig.

Die Gründe für den Misserfolg liegen nicht in falschen Matching-Programmen

Die wahren Gründe liegen bei den Suchenden und ihren Erwartungen. Sie sind bei Apps größtenteils eine Folge der „verspielten“ Suche, falscher Selbsteinschätzung und zu hohen Anforderungen an die Partner(innen). Bei Online-Partnervermittlungen liegt die Sache etwas anders, weil die Einstiegshürden wesentlich höher sind.