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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Und dann entblößte sie sich unvermittelt …

Drei Frauen mit starker erotischer Wirkung - aber sind sie exhibitionistisch?
"Und dann entblößte sie sich unvermittelt" ist eine Betrachtung dazu, ob es angebracht ist, Männer körperlich zu verlocken - und nicht nur sie.

Der Begriff „Exhibitionismus“ ist, ähnlich wie der Begriff „Voyeurismus“, „klinisch“ definiert. Das heißt, wer sie benutzt, denkt in wissenschaftlichen, psychiatrischen oder auch küchenpsychologischen Kategorien.

Sich "zufällig" zu zeigen - ist das wirklich ein Problem?

Mit der Realität, Lust sehen zu wollen (was Voyeure/Voyeurinnen tun) oder um die Lust, sich ganz oder teilweise zu entkleiden, hat beides nicht viel zu tun.

Und so heißt es in einem Bericht über „weiblichen Exhibitionismus“ (1):

Wenn von weiblichen Exhibitionisten die Rede ist, sind zumeist Frauen gemeint, die Aufmerksamkeit erregen wollen oder die sich aus kommerziellen Gründen nackt zeigen – es ist nicht im klinischen Sinne gemeint.

Sich selbst sinnlich fühlen beim Entkleiden - ist das schon "neurotisch"?

Die Grenze ist freilich nicht eindeutig festgelegt. „Ein erotisches Vergnügen“ daraus zu ziehen, sich teilweise zu entkleiden, wird im selben Artikel bereits als „Abweichung“ angesehen. Als Beispiel wird eine Frau genannt, die ein sinnliches Vergnügen dabei empfindet, wenn ein Knopf ihrer Bluse „wie zufällig“ aufspringt.

Es scheint, als hätten die Autoren (in diesem Fall eine Autorin) niemals eine Frau gesehen, die im Sommerkleid einen flüchtigen Blick auf ihre Brüste zulässt. Sich in einem weit ausgeschnittenen Kleid vorzubeugen, wenn es „wie zufällig“ aussieht, ist gleichfalls eine beliebte Geste. Und was ist mit fallenden Trägern oder Röcken mit Schlitzen, die plötzlich die Oberschenkel zeigen?. Das alles ist zwar ein bisschen altmodisch – aber die jungen Frauen kennen andere Wege, Brüste, Po und Oberschenkel zu präsentieren.

Nichts als ein spielerischer Umgang mit dem Körper?

Ist dies alles nun „noch normal“? Ist es „fetischistisch“? Sind Frauen dieser Art zu verachten, weil sie mit der Aufmerksamkeit spielerisch umgehen?

Kaum jemand tut es. Selbst, wenn Frauen etwas mehr zeigen, als das, was allgemein als „schicklich“ gilt, interessiert dies kaum jemanden. Selbst Flirtgesten, die ganz offenkundig sexuell motiviert sind, werden nur dann geächtet, wenn sie zu offensiv gezeigt werden.

Recht direkt geht Dr. Susan Bock, eine Sexualtherapeutin damit um. Sie sagte in einem Interview (2):

Frauen haben mehr von dem, was man erotisches Kapital nennt. Wir Frauen können unsere exhibitionistischen Neigungen verkaufen, und das tun wir sehr oft.

Entblößen - nicht was du tust - wie du es tust ist entscheidend

Wie so oft, scheint es nicht darauf anzukommend, was jemand tut – sondern wie es die Person tut. „Sich zu zeigen“ ist keinesfalls abwegig. Jeder und jede zeigt sich auf der Bühne des Lebens, und niemand wir bezweifeln, dass der Körper dazu gehört. Wie sich jemand allerdings präsentiert – das ergibt den Unterschied.

Nachdem dies gesagt ist, machen wir noch einen Ausflug in die Welt der modernen Medien, und lesen diese Aussage (3):

In den meisten Frauen schlummert eine Exhibitionistin, die darauf wartet, auszubrechen.

Nüchtern betrachtet - Deine Erscheinung und die Natur

Wem das zu hart ist, der könnte natürlich auch sagen, dass in den meisten Frauen ein Schauspiel- und Verkleidungswunsch schlummert, und schon wird kaum jemand widersprechen.

All dies lässt sich noch weitaus nüchterner sehen: Bei Begegnungen zwischen Menschen zählt die „Erscheinung“ zuerst, und die drückt sich auf die Entfernung eben nur im Körper aus. Die schönen Attribute aus sozialem Verhalten, Emotionen und Geist gelten nur, wenn eine längere Beziehung oder Freundschaft angedacht ist.

Nicht nur die Dasrtellung des Körpers, auch Gesten dienen dazu, Aufmerksamkeit zu erregen

Sich unvermittelt ein wenig zu entblößen ist nie Zufall, sondern eine kleine Geste, in etwa so, wie sich durchs Haar zu streichen oder den Zeigefinger zum Mund zu bewegen. Und sie entspricht ganz den Vorgaben der Natur, die uns sagt, dass die Bereitschaft, sich zu paaren, vom weiblichen Teil der Säugetierwelt ausgeht.

Quellen: (1) mic.com, übersetzt und in etwas verständlicheres Deutsch gebracht.
(2) ebenda, aus dem Englischen wörtlich übersetzt.
(3) Aus Men's Health

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