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Liebe zwischen Sinnlichkeit, Rausch, Fantasie und Berechnung

Liebe zwischen Sinnlichkeit, Rausch, Fantasie und Berechnung - ein bisschen Satire, ein bisschen unbequeme Wahrheit. Wenn Sie sich irgendwo wiederfinden, sind Sie ganz normal - und wenn nicht, sind Sie es auch.

Raum ist der kleinsten Badekabine - zumindest in der Fantasie


Liebe … jeden Tag versuchen wir hier bei der „Liebeszeitung“, das moderne Leben auf Veränderungen zu durchleuchten. Wir nehmen Trends und Meinungen von überall auf, vergleichen sie miteinander, stellen ihre Werte gegenüber, versuchen, Brücken zu bauen. Wir beobachten wissenschaftliche Forschungen und hinterfragen sie. Wir lesen Medien, davon denen Sie noch nie gehört haben und generieren Ideen daraus, die wir Ihnen präsentieren.

Wie schön, nicht wahr?

Der Liebeszeitung wird oft vorgeworfen: „Ihr schreibt ja gar nicht über die Liebe, worüber ihr schreibt, das ist keine Liebe.“

Es mag sein. Die Liebe ist eigentliche eine ziemlich einfach zu beschreibende Naturmacht, aber für viele ist sie eine Himmelsmacht, dann sagen die Menschen: gütiges Schicksal. Und für viele ist sie eine Höllenmacht. Da redet man dann von Zwang, Abhängigkeit oder Sucht.

Was macht die brave Sachbearbeiterin oder Bäckereiwarenverkäuferin mit der Liebe? Sie mimt die brave Frau, die einmal heiraten wird, aber vorher noch ein bisschen was erleben will. Sie weiß eigentlich nicht, was es sein könnte, aber mal träumt sie sich am Schlagerpfad entlang, dann versinkt sie in der rosa Grütze von Liebesromanen. Dann wieder liest sie, wie herrlich es sein kann, von einem Mann benutzt zu werden, wenn er nur reich genug ist. Die virtuellen Peitschenhiebe auf das nackte Gesäß hat sie sich schon vielfach vorgestellt, vielleicht auch ein bisschen mit dem Kochlöffel herumgespielt. Der weiße Ritter der Romantik, der den Zwergen die Blütenschönheit abschwatzt, oder der schwarze Ritter, der sich nimmt, was er sieht, sind beide per Bücherregal oder Video verfügbar. Lesen, schauen und den Vibrator griffbereit haben.

Und am nächsten Tag? Dann spielt sie wieder die nette junge Frau, die einmal heiraten will. Vielleicht findet sie gar jemanden, der Vater werden will?

Die Welt der Vorabendserien, die Schlager, die Groschenromane, die in Wahrheit viele Euros kosten … und natürlich die Frauenzeitschriften. Abnehmen, wenn der Frühling kommt, und wenn der Sommer kommt, wegen der Bikinifigur, oder wenn frau heiraten will. Es ist ja klar, wir wissen es aus der Werbung: Der Mops heiratet nicht, sondern die schöne, schlanke, verführerische Frau – pur Romantik und ebenso purer Kitsch.

Um das weiße Kleid einmal tragen zu können, muss frau natürlich etwas leisten: Einen Kerl verführen. Da darf heutzutage Romantik zu Sex kommen und Lust mag sich mit Strategie paaren. Im Grunde ist es nicht einmal so neu: Füttere ihn ein wenig mit Süßigkeiten an, und verspreche ich, dass es immer mehr gibt … und mehr … und mehr … Klingt gut, und funktioniert, wenn frau rechtzeitig zugreift und der Hochzeitstermin rechtzeitig steht. Nach so ungefähr zwei, drei Jahren ist nichts mehr drin mit „mehr“. Dann kann frau entweder schicke Dessous kaufen, oder neue Speilzeuge, oder fremdgehen oder sich in ihr Schicksal fügen oder sich scheiden lassen.

Na gut. Ich übertreibe. „Mann“ kann ein liebevoll erfülltes Leben führen, in dem es noch etwas außer Freuen und Sex gibt. Und Frauen können ein sinnlich erfülltes Leben führen, in dem es etwas außer Männern und Sex gibt. Und es gibt sie noch, die wahre Liebe.

Aber: All das, was ich hier sonst noch geschrieben habe, das gibt es auch. Und wenn wir hier diesen Satz ständig wiederholen würden, was wäre dann?

Die Natur treibt dich dazu, Sex zu haben, und du kannst ihn genießen.


Dann würde und wirklich niemand mehr lesen – obwohl es die einzige Wahrheit ist, die über Jahrtausende Bestand hat.

Warum wir über alles schreiben? Weil alles dazugehört. Und die Liebe ist immer genau das, was du glaubst, dass sie es ist.

Bist du eine Bratwurst?

Wenn du in den USA oder auch in England eine „Bratwurst“ bist, kann dies mehrere Bedeutungen haben:

1. Es kann ein Austauschwort für „Kraut“ sein. Dann bist du einfach eine Deutsche oder ein Deutscher.
2. Es kann bedeuten, dass du die Proportionen einer Bratwurst hast (also kaum Brüste und keinen schönen Po). Eine abfällige Männersache.
3. Manchmal wird ein Penis so bezeichnet, der angeblich so lang ist wie eine Bratwurst – auch eher eine Männersache. Na, wie lang ist eine Bratwurst? (1)
4. Eine Kurzform von „Brat“ (2)- eine verwöhnte Person, die diszipliniert werden muss. Der/die „Brat“ ist eine der typischen Rollen in BDSM-Spielen.
5. Auch in Anlehnung an „Brat“ – eine Person, die besonders harte erotische Strafen erwartet oder der sich schlecht benimmt, um erotisch bestraft zu werden.

Hinweise: Wir suchten in zahllosen Internetquellen, unter anderem im „Urban Dicitionary“.

(1) Wenn es eien Thüringer Bratwurst ist, ist die Länge genormt.
(2) Eigentlich: „Verzogenes Kind.“

Sexarbeit und andere Jobs

Sexarbeit ist richtige Arbeit
Dem Satz „Sexarbeit ist richtige Arbeit“ werden nicht alle zustimmen. Für manche ist es keine „richtige Arbeit“, weil Hand und Hirn dabei kaum eine Rolle zu spielen scheinen. Andere sagen, es sei ja kein richtiger Beruf, weil man keine Ausbildung benötige. Und wieder andere sagen: „Oh, das ist gar kein Beruf, das ist die Ausnutzung einer Zwangslage.“

Fragt sich natürlich, was Arbeit ist. Dienstleistungen sind Arbeit, Beratung ist Arbeit, Physiotherapeut zu sein ist Arbeit, Altenpfleger zu sein ist auch Arbeit.

Autor oder Texter zu sein, ist ebenfalls Arbeit, und manche sagen, es sei ein Hurenjob. Schlecht bezahlt (jedenfalls bei jenen, die nicht in „Luxusetablissements“ arbeiten) und ständig in Gefahr, ausgemustert zu werden. Allerdings fassen Schriftsteller bei ihrer Berufsausübung kaum Genitalen an. Immerhin ein Vorteil.

Frauenfreundliche Pornografie – Schnapsidee oder Realität?

Lesbische Verführungen sind begehrt ... bei der Suche nach frauenfreundlicher -Pornografie

Pornografie hat feste Strukturen: Die Edelpornos spielen in großzügigen Villen, während für die Standardszenen auch ein Hotelzimmer reicht. Standardszenen: Das heißt, die Frau entkleidet sich schnell und zumeist nicht besonders sexy, um dann, fast nackt, des Mannes Penis oral zu bearbeiten. Dann geht alles sehr ähnlich zu: man spricht kaum miteinander, stöhnt aber heftig und am Schluss ist der Mann damit beschäftigt, sich mühevoll … aber lassen wir das.

Keine Eindeutigkeit: Lust kennt kaum Grenzen

Was wollen Frauen? „Gar keine Pornografie“, sagen manche Frauen und vergessen die Lust an den eignen, unerfüllbaren Träumen und Fantasien. „Filme mit Handlung“, sagen die gebildeten Frauen, die erwarten, dass der Autor nicht Sexszene an Sexszene setzt, sondern die Szenen mindestens mit einer Rahmenhandlung versieht. Die einfachen Aussagen „ich bin eben neugierig“ oder „ich sehe gerne Szenen, die mich erregen“ kommen dabei merkwürdigerweise nicht vor. Frauen reden möglicherweise untereinander gerade noch über Pornografie, aber sie „outen“ sich nicht, welche Art von Filmen ihnen die Glut unter die Haut treibt. Die Autorin Chloe Papas hat kürzlich in „Vice“ darüber geschrieben und dabei eine private Recherche mit den gemeinschaftlichen Ergebnissen von RedTube und PornHub verglichen.

Homosexuelle Szenen aller Art im Visier?

Das Ergebnis der privaten Befragung lässt sich sehr schnell zusammenfassen: Frauen sehen viele, unterschiedliche Kategorien von Pornografie, von betont romantischen Verführungen bis zu unglaublichen Fetisch-Szenen. Doch was waren die Favoriten? Es wird Sie zum Erstaunen bringen: lesbische Szenen, männliche homosexuelle Szenen und Amateurfilme.

Die Ergebnisse von Pornografieportalen - repräsentativ?

Das korrespondiert recht gut mit den „offiziellen“ Ergebnissen: Am häufigsten wurden von Frauen Filme aus den Kategorien: „Lesbisch“, „männliche Homosexuelle“ und „Große Penisse“ gewählt. Auch wenn man die Kriterien ändert und etwas auf Suchbegriffe ausweicht, kommt man zu ähnlichen Ergebnissen, die aber eine andere Komponente beinhalten, die oft vergessen wird: Von vielen Männern begehrt zu werden.

Lesbischer Sex und Orgien - Frauenfavoriten in Europa?

Unter den häufigsten Suchbegriffen britischer Frauen, die den deutschen sicherlich nahekommen, finden wird beispielsweise drei Erwähnungen mit dem Wort „lesbisch“ und drei Erwähnungen von Praktiken, die mehr als zwei Personen beinhalten: Dreier, Orgien und extreme Orgien. Geht man gar zur Frage über, welche Kategorien Frauen häufiger sehen als Männer, werden unbefangene Beobachter sicher verwundert sein. Denn neben der frauentypischen Kategorie „für Frauen“, die nicht überrascht, und „lesbischem Sex“, der uns nun auch nicht mehr wundern dürfte, sind es unter anderem Themen wie „Rauer Sex“, „Orgien“, „harte Pornografie“ und sogar „Fesselungen“. Geht man von den Suchwörtern aus, statt die Kategorien anzusehen, werden wir nochmals überrascht. Zwar suchen Frauen nach Cunnilingus, „Scissoring“ (eine lesbische motivierte Sex-Praxis ähnlich der hier folgenden) und Tribadismus (Aneinanderreiben der Genitalien unter Frauen), aber eben auch mehr als drei Mal soviel nach „hartem rauen Sex“.

Allerdings – und hier scheiden sich die Geister erheblich – wird die auf ein gebildetes Publikum ausgerichtete frauenfreundliche Pornografie in der Regel nicht auf den sogenannten „freien Internetseiten“ angeboten. Und deshalb könnte man zumindest annehmen, dass die Suche der Frauen nach Pornografie im „freien“ Teil des Internets eine Art „Ersatzsuche“ ist. Möglicherweis erwarten Frauen, dass sie in lesbischen Filmen eine sinnlichere Pornografie vorfinden, während sich die „Orgien“ eher an dem unerfüllbaren Wunschtraum nach „tollen Männern, die alle die Frau im Mittelpunkt begehren“ orientieren. Und gerade dabei werden Frauen oft in erniedrigenden Posen dargestellt.

Man mag sich – auch angesichts der „Shades-of-Grey“-Faszination – fragen, ob es überhaupt eine „frauenfreundliche Pornografie“ gibt oder ob die Faszination vom Wagnis der Lust angetrieben wird, die im Grunde keine Grenzen kennt – jedenfalls nicht in der Fantasie.

Geschrieben unter teilweiser Verwendung von diesen Ressourcen:
Vice
Pornhub-Studie.

Wie werde ich eine dominante Frau?

Niemand kann zur Dominanz gezwungen werden - und eine wirklich dominante Frau übt keinen Zwang aus
Da haben wir’s: Eine eigentlich eher „ganz normale“ Vanilla-Frau, die sonst eher ein bisschen passiv beim Sex ist, hat mit ihrem Partner „ein bisschen Dominanz“ versucht. Natürlich auf seinen Wunsch hin. Und weil er es genossen hat denkt sie nun: „Eigentlich wäre doch toll, wenn ich ein bisschen dominanter sein könnte.“ Schließlich sagt man doch: „Wenn’s die Freundin nicht tut – irgendjemand wird sich schon finden, der’s ihn mal richtig rannimmt..“ Und das ist doch das Motto: „Machs selbst, bevor es eine ander tut.“ Und? Wollt ihr wissen, was ich dazu sage?

Na, ich sag euch mal: das sehe ich etwas anders. Denn wenn du wirklich dominanter werden willst, solltest du wenigstens eine verborgene „dominante Ader“ haben. Macht’s dir Freude, jemanden zu beherrschen, zu beeinflussen oder zu Sachen zu verführen, die du nicht mal selbst tun würdest? Hast du einen teuflischen Zug in deinem Charakter?

Die Grundlagen – drei wichtige Fragen zu deiner Dominanz

Das ist schon eine gute Voraussetzung. Vor allen Dingen aber: Es wird nix, wenn du ohne „Esprit“ bei der Sache bist. Das ist so, als wenn du beim Laienspiel eigentlich darüber lachst, was du spielst. Nein, du musst es schon sein – wenigsten, solange du spielst. Oder, um es mit einer anderen Autorin zu sagen: „Du kannst niemanden zur Dominanz zwingen.“

Ich denke, drei Sachen sind wirklich wichtig: erstens die Stimme. Wenn du keine feste Stimme hast, ist’s schwierig, deinen Partner verbal zu dominieren. Das gehört aber dazu. Du hast sicher schon mal Ausdrücke wie “zur Schnecke machen“ oder „zur Minna machen“ gehört. Dazu brauchst du eine feste Stimme.

Wichtig ist, konsequent sein zu können. Lass dich nicht von dem vereinbarten Plan abbringen, es sei denn, dein Partner sagt das Sicherheitswort. Denk dran, dass du etwas spielst, und dein Partner auch etwas spielt.


Na ja – und was meistens vergessen wird: Du solltest Freude daran haben, Macht auszuüben und Lust darauf, deinen Partner zu erniedrigen. Wenn du alles nur „ihm zuliebe“ tust, wird’s schnell öde.

Na, und die Praxis der Dominanz?

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Das beste Hilfsmittel ist eine Augenbinde, gefolgt von Handschellen, denn beides erhöht die Illusion für deinen Partner, hilflos ausgeliefert zu sein. Die Augenbinde sorgt außerdem dafür, dass dein Partner dich nicht ansehen kann und deshalb nicht in deinem Gesicht lesen kann, wie du dich fühlst. Und: Er hat keine Ahnung, was als Nächstes passiert. Handschellen sorgen dafür, dass er sich eingeengt fühlt und nicht mehr die volle Kontrolle über seinen Körper hat.

Dominieren kannst du ihn mit Worten, mit Berührungen aller Art, die nicht „so üblich“ sind oder mit körperlichen Einschränkungen. Manche Männer können auch mit Beschämungen dominiert werden, zum Beispiel, wenn du sie dazu bringst, Frauenkleider zu tragen oder er eine erotische Beichte ablegen muss.

Nicht alle Männer wünschen sich „Körperstrafen“, aber wenn er es mag – beginne mit der Hand und mit Pfannenwendern. Und nochmals: Du sollst Spaße daran haben, ihn zu dominieren. Ich sag das vor allem, weil es manchmal Frauen gibt, die sich schämen, „so etwas“ zu tun. Dann schadet es dir.

Und was sage ich zuletzt: Alles, was mit dem Körper zu tun hat, kann Spaß machen oder frustig sein. Und ich rate euch allen: Tut nur das, was euch Spaß macht.

Bild: Nach einer historischen Illustration in einem Flagellantenroman