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Worüber müssen oder sollten wir schreiben?

Lustvoll nackt sein oder sich der Nacktheit schämen?
Worüber müssen oder sollten wir schreiben? Dies ist die Frage aller Fragen, die wir uns jedes Jahr neu stellen, und zwar in dieser Reihenfolge:

1. Worüber müssen wir schreiben, um alle zu erreichen, die aus Lust lieben?
2. Worüber sollten wir schreiben, um die 50 Prozent zu erreichen, die von Lüsten träumen, die nicht ganz in den erotischen Vanille-Bereich passen?
3. Worüber sollten wir nicht mehr schreiben, weil mehr als drei Viertel der Bevölkerung das Thema als „Perversion“ ansehen würden?

Die Fragen sind nicht einfach zu beantworten. Aus der Boulevardpresse wissen wir, dass die Schauspielern XYZ erst interessant wird, wenn sie eine „schräge Affäre“ hat, sich als „lesbisch“ bezeichnet oder ihre Nippel zeigt - aber das wollen wir nun wirklich nicht nachvollziehen.

Auf der anderen Seite springt bei Frau Mustermann schon die Sicherung heraus, wenn wir über die Lust am Oralverkehr schreiben. Diese öffentliche Moralinhaltung entspricht zwar nicht den feuchten Träumen, die sie sich in Begleitung ihres Vibrators holt, macht sich aber öffentlich ausgezeichnet: Oh, wie tugendsam ist sie doch …

Also: was sollen wir, was können wir schreiben?

Die Formel ist einfach: Wenn unter Frauen und Männern gemeinsam mindestens 50 Prozent Interesse besteht, weil diese Leserinnen und Leser selbst von etwas träumen, dann schreiben wir immer darüber.

Die Frage wäre natürlich: Welche erotischen Themen oder Liebesfragen wären das?

Mainstream: Lust inklusive Oralverkehr

Grundsätzlich trifft dies bei allen Fragen zu, die sich um das Kennenlernen, gegenseitiges Beschnüffeln und erste sexuelle Erfahrungen sowie Verhütung und Gesundheitsvorsorge drehen. Diese Themen sind ganz normal, und Liebe, Lust und Leidenschaft als solche werden von 90 Prozent der Menschheit gewünscht. Erstaunlicherweise liegt das Interesse am Oralverkehr ähnlich hoch, gefolgt vom Handverkehr. Gerade beim Handverkehr ist die Übereinstimmung zwischen Frauen und Männer am stärksten.

Häufige Wünsche: Abenteuer, BDSM und Nervenkitzel

Die üblichen Wünsche, Sex in erregenden äußeren Situationen zu genießen, sich von völlig Fremden verführen zu lassen oder auch völlig Fremde zu verführen, sind die Themen, die immerhin noch 50 Prozent Interessieren. Die Überraschung: In diesem Bereich liegen auch die grundlegenden SM-Erfahrungen, also zu dominieren oder dominiert zu werden, allerdings mit unterschiedlicher Gewichtung. Selbst Fesselungen (passiv) liegen noch in diesem Bereich.

Wunschkonzert im Mittelbereich

Im Mittelbereich, also dem Bereich zwischen 50 und 25 Prozent sowie in Bereichen, in denen Frauen- und Männerwünsche stark voneinander abweichen, gehören vor allem Triolen (Threesomes, Dreier) und Partousen (Gang Bang, Gruppensex). In diesen Bereich fallen auch große Altersunterschiede, Sex zwischen unterschiedlichen Ethiken, gleichgeschlechtlich Kontakte und und Analsex.

Der Übergang zu den No-Gos

Hart an der Grenze liegen alle Praktiken, die als peinlich empfunden werden, und dazu gehört sogar die Nacktheit, der Fetischismus, der Hang zur Kleidung des anderen Geschlechts und der „Natursekt“. Bei Frauen wird vor allem extreme weibliche Dominanz abgelehnt – einen Partner oder eine Partnerin aus Lust zu schlagen, kommt also auch dann nicht infrage, wenn Lust daran besteht, selbst geschlagen zu werden. Männer zeigen deutliche Ablehnung bei allen Arten von bisexuellen Beziehungen, sei es im Duo oder in Gruppen, und gleich, welche Art de Betätigung ihnen abverlangt wird.

Warum es dennoch andere Themen gibt, die interessieren

Allerdings sind die „allgemeinen Interessen“ und auch die „Wunschvorstellungen“ nicht unbedingt ein Maßstab für das Interesse, denn die Nacktheit anderer, die Praktiken anderer und die Fetische anderer interessieren sehr wohl.

Daher kommt es, dass sich viele Frauen und Männer gerne am „Fremdschämen“ (lesen über Nacktheit, nackte Menschen ansehen) ergötzen, aber sich selbst nicht nackt zeigen wollen. Aus dem gleichen Grund sind Vanille-Themen wie „PiV“ kaum noch interessant: Was man selber haben kann und wo man sich auskennt, interessiert kaum noch jemanden.

Wir sagen Ihnen gerne, ob und wie wir Ihre Themen aufbereiten können und hoffen, dass Sie uns Anregungen geben, was Sie gerne lesen würden. Für die „Lust an der Vanille“ ist immer interessant, wie sich der Körper des anderen (oder auch der eigene) entdecken lässt. Von der Zunge bis zum Zeh – erotisch kann eigentlich alles am menschlichen Körper sein.

Hinweis: wir benutzten verlässliche Zahlen über erotische und sexuelle Wünsche., keine Fantasiezahlen. Bild: Teil einer Buchillustration)

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