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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Zurück zur Realität – und zur Vernunft

„Sehpferd“ ist wieder da – zwar nicht hier, aber eben dort, wo sich Sehpferde immer schon wohlfühlten: im eigenen Blog.

Worüber ich diese Woche schreibe? Ich verrate es sofort:

Der gewöhnliche Mensch ist ein Teil der Natur und schon allein deshalb ist das biologische Geschlecht binär und nicht vieldeutig. Wer dennoch eine Lebensweise „zwischen den Geschlechtern“ findet, der verdient Respekt.

Jeder Mensch muss seinen Weg finden - und es ist für alle nicht leicht

Um es mal ganz klar zu sagen: Auch das Leben der Menschen, die sich überwiegend in zweigeschlechtlichen Dimensionen bewegen, ist nicht leicht. Und auch in dieser Umgebung muss jede Frau und jeder Mann erst einmal eine Position finden – intellektuell, emotional, sozial und auch sexuell. Ob er oder sie das für „normal“ hält oder nicht: Das Leben funktioniert nun mal so.

Den anderen akzeptieren - das reicht völlig

Die Frage ist nicht, was an unsere Leben „normal“ ist, oder wessen Leben „normal“ ist. Die Frage ist vielmehr, ob wir andere akzeptieren, wie sie sind. Und wenn wir das tun, dann reicht das völlig.

Womit wir uns nicht abfinden müssen, ist der ständige öffentliche Druck, der auf uns lastet: Es immer allen recht zu machen und jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Vor allem Letzteres macht vielen Menschen zu schaffen. Sie glauben längst, dass es eine Sprachzensur gibt oder dass man etwas nicht mehr sagen darf“. Andere hingegen labern das Internet respektlos mit Wortgerümpel voll und beweisen damit, dass sie tatsächlich noch „alles sagen“ dürfen.

Ja, ich habe gehört, dass sich selbst gestandene Professoren nicht mehr trauen, die einfachen Wahrheiten über das Menschsein zu vertreten. Ihr Argument, etwas verblümt gesagt: „Es könnte ja einen Shitstorm geben.“

Wobei nun natürlich die Frage auftaucht: Was ist los mit den „Berufsempörerinnen“ und „Berufsempörern“, die sich nahezu anonym zusammenrotten können? Welchen Beitrag leisten sie für die Meinungsfreiheit? Und was bieten sie sonst an, um das Leben in diesem Land für alle etwas einfacher zu machen?

Theresa-Berkley - die Legende von der berühmtesten Domina des 19. Jahrhunderts

Vor einigen Jahren habe ich hier eine Serie über Theresa Berkley, Pisanus Fraxi und über Henry Spencer Ashbee veröffentlicht. Damals haben viele meiner Leserinnen und Leser angenommen, dass die Liebeszeitung nicht kompetent wäre, ein solches Thema anzugehen.

Der Vorhang öffnet sich, die Akteure treten auf
Heute, im Juni 2026, weiß ich sicher: Das Sehpferd-Team hatte die besseren Argumente, und deshalb habe ich das Thema auf den neuesten Stand gebracht: Auf meinem Stammblog, "SEHPFERD".

Und hier ist der Link, in dem alles steht: Teils mit etwas Humor, dann aber wieder ernst genug, um den Vorhang aufzuziehen und die Mär von der "Königin des viktorianischen Flagellationsbordells" mit einigen Fakten zu bezweifeln.

Badewasser und Toilettenpapier

Eine geküsste Rolle Toilettenpapier

Das Badewasser der Geliebten zu trinken – ach welche Wonne, solange sie sich noch nicht eingeseift hatte. Die Comedian Harmonists haben diesen Song geprägt, der ursprünglich „Whispering“ hieß. (1)

Jüngst sah ich, wie sinnliche Frauenlippen eine Rolle Toilettenpapier küssten. Ob daraus auch einmal ein Hit wird? Oder werde ich jetzt zu anzüglich, meine Damen?

(1) Text in Originalsprache von John Schonberger und Richard Coburn, Deutsche Fassung von Comedian Harmonists)

Die Schamhafigkeit der Jungfrau nebst ihren edelsten Seiten

Gefallen wollen
Im Geiste der reifenden Jungfrau offenbart sich jene Schamhaftigkeit, welche auf den unverdorbenen Mann einen so bezaubernden Einfluss ausübt; mit dieser verbindet sich eine tiefinnere Sehnsucht, ein unbewusstes Streben, dem Mann zu gefallen, ein Bestreben, aus welchem sich je nach den Umständen die edelsten wie die gemeinsten Seiten der weiblichen Natur entwickeln können.


Bild: Historisch, ca. 1910.

Zitat: (Retrobibliothek, Meyers)


Nein, klein Kommentar ... von Ubi ...

Das Dilemma, „aufgeklärt“ zu werden

Aufklärung 1930
Die Autorin Madita Oeming fasst ein Dilemma zusammen – der bürgerliche Wohlanstand verhindert eine realitätsnahe Aufklärung Jugendlicher.

Auf die Frage der österreichischen „Standard“ nach der Problemlage antwortete sie:

Dass wir keine ausreichende sexuelle Bildung zur Verfügung stellen und deswegen Pornos in die Rolle dieser Aufklärer geraten. Aber Pornos sind Fantasiefilme für Erwachsene und keine Erklärfilme für Jugendliche. Aber solche Erklärfilme fehlen halt, somit gibt es keinen Ort, an dem Jugendliche kuratierte Inhalte sehen können, um zu verstehen: So sieht Sex aus, so klingt Sex, so funktioniert das.

Klare Ansagen - bewertet

Um eine klare Ansage zu machen: Ja, das Leben besteht aus mehr als „nur“ Sexualität. Und Sexualität besteht nicht nur aus dem Geschlechtsakt. Letztendlich werden wir Menschen nach unserem Verhalten beurteilt, nach dem Umgang miteinander – alles richtig. Und ja, es gibt eine Ethik, die allerdings auch für manche Erwachsene nur schwer verständlich ist.

Und deshalb: Zuerst kommt die Naturwissenschaft, denn sie ist verlässlich. Dann das persönliche Verhalten, das soziale Miteinander, dann die Grenzfälle und schließlich das, was es für die Philosophie und die Religion noch zu erklären gibt.

Zitat: der standard

Das Team "sehpferd" veröffentlicht hier weiterhin Artikel des Zeitgeschehens, die von allgemeinem Interesse sind.

Foto: Aufnahmedaten und Urheber unbekannt. Die Buchautoren waren James Thurber und E.B. White. Originalausgabe1929, diese Ausgabe vermutlich in den 1930-er Jahren, Foto technisch verbessert 2026.