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Der unterwürfige Mann und seine Suche nach Dominanz

Viele Männer wünschen sich, dass Frauen mit der Unterwerfung locken
Männer sind nicht unterwürfig – sagen sie jedenfalls. Und dennoch lechzen etliche von ihnen danach, die Füße einer Frau zu küssen, sich von ans Andreaskreuz binden zu lassen oder sich den Freuden sinnlicher Schläge hinzugeben. Als „finaler Akt der Unterwerfung“ gilt auch der sexuelle Rollentausch.

Die Frage, ob Männer unterwürfig sind, stellt sich vor allem dann, wenn man die „Unterwerfung“ mal ein wenig aufteilt: In welcher Hinsicht möchten sie sich unterwerfen?

Statistisch gesehen träumen Männer davon, sexuell devot zu sein

Die Statistik männlicher Wunschträume zeigt, dass etwa 53 Prozent von ihnen in irgendeiner Hinsicht sexuell dominiert werden möchten. Das scheint den Erfahrungen der meisten Frauen zu widersprechen. Woran sich unter anderem zeugt, dass Männer darüber nicht „freiwillig“ reden, aber auch daran, wie viel Vorurteile Frauen gegenüber Männern haben. Auf der Skala der Unterwürfigen folgt das „gefesselt werden“ mit 46 Prozent, und geschlagen oder gepeitscht zu werden mit knappen 29 Prozent. Unter den vielen Kriterien waren noch andere, die auf extreme Unterwerfungsgelüste hindeuteten.

Die seltsame Welt der Männer: Unterwürfige, harte Kerle?

Aus der Sicht der Fantasien ist der Wunsch nach Unterwerfung bei Männern also groß – ähnlich groß wie bei Frauen. Indessen lassen sich nur wenige Männer darauf ein, und diejenigen, die es tun, suchen sich meist ein „sicheres Terrain“, auf dem sie ihre Lüste ausleben können. Die Formel „im Bett unterwürfig – im Alltag dominant“ stimmt für diese Männer insofern, als sie ihr Leben in zwei Welten aufteilen: Eine, in der sie Macht ausüben und eine, in denen sich jemandem unterwerfen. Das geht dann allerdings weit über „das Schlafzimmer“ hinaus, weil sie dazu meist Räume aufsuchen, in denen kaum ans Schlafen zu denken ist.

Was Männer tun, wenn sie devot sind

Unter den drei Möglichkeiten, sich zeitweilig „völlig“ zu unterwerfen ist der Gang zur bezahlten Domina sicherlich der einfachste. Man ist Herr X, solange man das „Studio“ nicht betritt, und wird nur zum Sklaven X., solange man sich dort aufhält. Wesentlich komplizierter und oft sehr gefährlich ist die Suche nach einer Zweitbeziehung mit einer „Domina aus Passion“ oder einer Amateurin. Einfach, aber aus vielerlei Gründen selten, ist es, die Ehefrau oder Geliebte mit Schauspieltalent zum Rollenspiel zu verführen. Auch dabei lässt sich klar trennen, wann die Rolle beginnt und wann sie endet.

Ob und wie Männer mit den beiden Persönlichkeiten „klarkommen“, die in ihnen wohnen, ist weitgehend unklar. Doch für Menschen, die ihre öffentliche Persönlichkeit nur zeitweilig „an der Garderobe abgeben“ gilt zumeist: Das Spiel ist viel zu faszinierend, um darauf zu verzichten. Und die sinnliche Lust, die viele Männer gerade „in der Rolle“ überkommt, ist vielfach verbürgt. Ob sich ein Versuch lohnt, mag jeder Mann selbst entscheiden.

Bild: Comicdarstellung eines Angebots zur Submission. Herkunft unbekannt

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