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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Die Woche – die „Wissenschaft vom Dating“ und Du

Nein, ich habe mich nicht schon wieder in den Netzen der Online-Dating-Branche. Doch was „Wissenschaftler“ in den letzten Jahren über das „Kennenlernen“ in die Welt gesetzt haben, spottet jeder Beschreibung. Und deshalb noch einmal:

- Die sogenannte Dating-Krise mit allen Facetten ist eine Krise der Dating-Branche.
- Nach und nach kommt ans Tageslicht, dass Männer wirklich erhebliche schlechtere Chancen als Frauen haben. Das war schon immer so? Ja – aber es gibt neue Gründe ökonomischer Art.
- Es gibt gegenwärtig keine „verborgenen Tricks“, um diesen Zustand zu beenden, es sei denn, die eigenen Vorstellungen zu korrigieren. Wer auf den Partnermarkt geht, handelt stets auf eigene Verantwortung.

Nachdem dies gesagt ist: die drei entscheidenden Artikel zum Thema erschienenen auf SEHPFERD, weil es sich um eine kulturelle Krise handelt. Die Meinungen der „Branche“ spielen im Grunde so wenig eine Rolle wie die vielen Stellungnahmen von sogenannten „Experten“.

Alsdann – bis zur nächsten Woche.

Männer müssen sich bei der Partnersuche neu aufstellen - Frauen auch?

Eigentlich pfeifen es die Spatzen von den Dächern, doch inzwischen ist die Botschaft auch in der Dating-Branche angekommen. Und sie heißt: Männer haben es inzwischen deutlich schwerer, eine Frau zu finden – vor allem zum Heiraten.

Doch wo liegen die Gründe?

Zunächst einmal hat die Frauenemanzipation einen erheblichen Einfluss auf die soziale Kultur genommen. Genauer gesagt handelt es sich um den Durchbruch bei der Bildung: Frauen streben heute danach, einen Beruf auszuüben, durch den sie sich selbst ernähren können. Das macht sie flexibler und unabhängiger bei der Lebensplanung. Die Psychologin Caroline Erb (PARSHIP) kommentiert dies so:

(Die „männliche Einsamkeitskrise“) ... ist mitunter auch bedingt durch die stärkere finanzielle Unabhängigkeit und das Achten auf die eigenen Bedürfnisse ... (vieler Frauen) zurückzuführen.

Dieser Begriff ist relativ neu. Die „loneliness male epidemic“ ist – wie könnte es anders sein – von „Sozialen Netzwerkern“ erfunden worden – hat aber auch reale Hintergründe. Denn zumindest „gefühlt“ wird es für Männer schwerer, passende Partnerinnen zu finden – für alle Fälle, also sowohl für feste wie auch für flüchtige Beziehungen.

Die Suche nach DEN Gründen - oder die Suche nach DEINEN Gründen?

Manche Männer (und übrigen auch viele Frauen) machen es sich leicht, wenn es um die Gründe geht: Schuld ist entweder der liberale Zeitgeist, die Selbstherrlichkeit der Suchenden oder das andere Geschlecht. Aus dieser einfachen Sicht lässt sich immer von den wahren Gründen abzulenken. Doch gibt es sie überhaupt?

Nach Meinung der meisten Beobachter des Partnermarkts trifft die „Mangellage" vor allem sehr gebildete Frauen, die keinen „Partner auf Augenhöhe“ finden und Männer, die am unteren Ende des Bildungsniveaus stehen.

Doch auch ein ganz anderes Zeitphänomen macht Männer zu schaffen – und Frauen tatsächlich auch. Denn neben dem Universum der neuen Freiheiten, auf das immer wieder verwiesen wird, existiert nach wie vor die konservative bürgerliche Vorstellung von Ehe und Familie. Hören wir dazu noch einmal die Psychologin:

„(Heute) ...muss man sich zwischen konservativen Biedermeiertum und Polyamorie irgendwie zurechtfinden.“

Unsere gesplatene Kultur - erstarrte Werte und gesellsschaftliche Utopien

Das bedeutet, dass wir faktisch in zwei völlig unterschiedlichen Kulturen leben. Eine, die sich erstarrt zeigt und alte Werte beruft, die teils noch aus dem 19. Jahrhundert stammen. Und die anderen, die unabhängiger, liberaler oder flexibler sein wollen. Bildlich gesprochen, stehen wir als Gesellschaft mit einem Fuß in der Vergangenheit, mit dem anderen bereits in einer Zukunft, die vorerst nur in den Köpfen exisitiert.

Das wär noch nicht so schlimm, wenn in „der Brust nicht zwei Seelen“ wohnen würden – nämlich beide Seiten. So selten ist das nicht: Kinder zu haben und sich dennoch unabhängig zu fühlen, ist ziemlich schwierig. Und immerhin haben wir alle Säugetierinstinkte, die in erst in der mittleren Lebensphase dringlicher werden.

Keine Lösungen von außen - wie wäre es jetzt mit Nachdenken?

Eine Lösung „von außen“ ist nicht zu erwarten, und es empfiehlt sich ebenso nicht, auf eine Trendwende zu hoffen. „Wir“ müssen Probleme dieser Art auf unsere Weise selbst lösen.

Tatsächlich lohnt sich für Männer, zwei Mal nachzudenken, warum ihre Situation derzeit nicht so rosig ist. Sich weiterbilden, auch noch mit 30? Oder früher aus dem Elternhaus ausziehen und zeitiger flügge werden? Den Umkreis der Suche mental und örtlich erweitern? Das eigene Verhalten darauf abklopfen, ob es für Frauen erträglich ist? Hilfe in Anspruch nehmen?

Viele Vorschläge – aber noch keine Lösungen. Und genau genommen gelten einige dieser Ratschläge auch für Frauen.

Aus meiner Sicht ist das Hauptproblem der Männer wie der Frauen, mit Wunschzetteln unterwegs zu sein und dabei zu hoffen, dass der Zufall die entsprechenden Exemplare auswählt.

Wenn es uns gelingen sollte, mit klareren Vorstellungen, aber mehr Bereitschaft zu Kompromissen auf die Partnersuche zu gehen, dann wäre viel gewonnen. Bei Männern – und sicher auch bei Frauen.

Zitate aus der "Kleinen Zeitung", Österreich.

Weitere sinnvolle Informationen: WISSEN.de

Die Partnersuche völlig neu gestalten – endlich Erfolge haben

Du willst mehr Matches, Dates oder irgendetwas sonst, was du in Zahlen ausdrücken kannst?

Dann lies dies – es hilft wirklich.

Das Fazit einer umfangreichen Analyse der Zahlenspiele um mehr „Matches“ oder mehr „Dates“ ist ernüchternd: Zahlenspiele bewirken so gut wie gar nichts.

Das ist die schlechte Nachricht. Aber nun folgt die gute Nachricht:

Deine Wünsche werden wahr, wenn du deine eigenen Grenzen durchbrichst – räumliche Grenzen, emotionale Grenzen und die Grenzen deiner bisherigen Sichtweise.
Im Detail:

1. Die Anzahl der Matches ist keine verwertbare Größe für den Erfolg.
2. Deine Art, mit möglichen Kontakten umzugehen, ist dagegen der beste Weg zu einem Date.
3. Je mehr „Fracht“ (Wünsche, Vorstellungen) du zum Date mitbringst, umso schlechter ist die Aussicht auf Erfolg.
Na schön – das sind die Gründe. Wo bleibt die Abhilfe?

Hier findest du Lösungen

1. Um einen schwachen Markt zu beleben, sind vor allem attraktive Angebote nötig. Das bedeute, die besten Eigenschaften (Geber-Eigenschaften) in den Vordergrund zu stellen.
2. Viele Personen in Deutschland verstehen sich nicht auf Kommunikation – das bedeutet oft, nur unvollständige Gespräche bei Dates führen zu können. Abhilfe: Kommunikationskurse.
3. Kenntnisse über eigene Eigenschaften. Wer sich selbst kaum kennt, kann sich kaum mit anderen abgleichen. Abhilfe: Beratung durch gute Freunde oder Fachleute.
4. Partnermarkt-Kenntnisse. Der Partnermarkt entscheidet, wer jetzt und hier verfügbar ist. Es lohnt sich, auf mehreren Märkten zu schauen, um sich einen Überblick zu verschaffen.
5. Ausweitung der Grenzen: Wohnorte kann man wechseln, eigene Grenzen lassen sich aufheben. Möglicherweise wohnt ein passender Partner in 100 Kilometer Entfernung. Hast du es schon einmal versucht, deinen Radius zu erweitern?


Das Sehpferd-Team wünscht dir viel Glück dabei – und Erfolg. Darüber sind wie uns sicher, wenn du es wirklich versuchst.

Die Mär von 291 „Begegnungen“ bis zur Beziehung

Irgendwo hält sie sich verborgen, die viel zitierte „norwegische Studie“, von der wir hörten (1):

Eine norwegische Studie zeigt: Die Erfolgsquote von Dating-Apps liegt bei 1:291. Das bedeutet: Hinter einer erfolgreichen Beziehung stehen 291 erfolglose Matches.

An anderer Stelle lasen wir (2):

Meistens braucht es 57 Matches, um auf ein Date zu gehen, und durchschnittlich 291 Treffen bis eine feste Beziehung zustande kommt.

Oder so (3):

Das bedeutet, dass aus durchschnittlich 291 Begegnungen nur eine einzige feste Beziehung entsteht.

Matches, Begegnungen, Treffen und Zahlenspiele

Nun wissen wir, dass ein „Match“ eine ziemlich unverbindliche Bezeichnung dafür ist, ob ein Paar zusammenpasst. Für den Test, ob es einen „guten Klang gibt“, benötigen wir ein reales Treffen. Nehmen wir das zweite Textbeispiel, würden wir also 291 Treffen benötigen, also fast ein Treffen pro Tag, wenn wir es in einem Jahr schaffen wollen. Wenn wir annehmen, dass mit einer Begegnung ein wirkliches Treffen gemeint ist, gilt dasselbe.

Des Rätsels Lösung: Man hat ein Zahlenspiel verwendet, nämlich dieses:

Im Durchschnitt sind 57 Matches nötig, um ein einziges Date zu finden, und etwa 5,1 Dates mit verschiedenen Personen, um eine Partnerschaft zu beginnen.

Also multiplizierte man die 5,1 mit 57 und kam auf die Zahl von 291. Die Rückrechnung ergibt, dass bei einer angenommen Erfolgsquote von einer Beziehung auf 5,1 Dates tatsächlich 291 Matches nötig wären. Um diese Anzahl zu erreichen, sind alledings erhebliche Anstrengungen nötig, vor allem für Männer.

Na schön. Die Norweger, die diese Studie vor ein paar Jahren veranlasst hatten, erhielten ihre Daten (5) von 269 Studierenden, davon 62 Prozent Frauen. Und es ging um eine einzige Dating-App. Ob das ausreicht, um die Zahlen hochzurechnen, mag jeder selber entscheiden.

Genau besehen ...

Wenn wir genau hinsehen, ist eine der Aussagen sogar fast korrekt: Die „Quote“ der erfolgreichen Beziehungen stimmt, falls man ein „Match“ schon für eine verwertbare Größe hält und der verwendeten Formel vertraut. Die 291 „Treffen“ stimmen hingegen nicht, es sei dann, man würde Matches als „Treffen“ bezeichnen. Dies allerdings wäre höchst unüblich.

Eine genauere Analyse findet sich übrigens beim "Instiitut der deutschen Wirtschaft", deren Autorin sich ausfühlrich mit den norwegischen Studie und verschiedenen anderen Studien beschäftigt hat. (5)

Was das Sehpferd-Team vor allem fordert, ist mehr Vorsicht bei der Veröffentlichung von derarigen Zahlenspielen. Das Gleiche gillt für Wörter wie „Matches“, „Begegnungen“ oder „Treffen“.

Quellen und ein Hinweis:
(1) Aus einem Blog.
(2) WAZ (Wissen).
(3) Morgenpost - Ratgeber.
(4) Original von psycnet
(5) IW - ausfürliche Analyse und Quelle der meisten Artikel.
Die Verlässlichkeit der norwegischen Studie wurde bereits zuvor in der Liebeszeitung angezweifelt.
Anmerkung: Falls du es noch besser weißt, schreibe uns eine E-Mail. Auch wir können irren.

Die Woche – sinnvolle Gespräche beim Date und der Vorteil, Geber(in) zu werden

Wer fragt, führt das Gespräch – ob beim ersten Date oder sonst wo auf dieser Erde. Und weil das so ist, sollten wir alle Kommunikation lernen, insbesondere die Frage- und Zuhörtechniken. Tu das jemand von euch? Na?

Sieht man sich die Realität der bei „erste Dates“ geführten Gespräche an, so gehen meine Zehennägel nach oben, denn das, was da stattfindet, ist oft keine Kommunikation. Nein, liebe Erst-Dater – ihr versteht euch noch lange nicht, wenn ihr zufälligerweise die gleiche Musikrichtung hört.

Der oder die andere will wissen: „Wer bist du und was willst du von der Welt?“

Diese Frage sollte im Mittelpunkt stehen, aber das ist selten der Fall.


Gespräche ohne Sinn - gequatsche, Hohlbegriffe und Fragekataloge

Da kann man sich den Mund fusselig reden: Immer wieder benutzen die Erst-Dater die falschen Mittel, also Themen, über die sich leicht und locker „quatschen“ lässt,die aber nichts über die Person aussagen. Oder Hohlbegriffe wie „Familienmensch“ – und dazu erkläre ich mal: die Familie, aus der du kommst, wird meistens ganz anders sein als die Familie, die du gründest. Das zumindest solltest du wissen. Und vor ich aufhöre, zu lästern - ich habe noch nicht einmal die dümmsten aller „Kommunikationshilfen“ erwähnt: Fragenkataloge aus den Müllbergen des Internets.

Tu etwas für dich - dann tust du etwas für die Zukunft

Nein, ich bin nicht auf Krawall gebürstet. Im Gegenteil – euer Glück liegt mir am Herzen. Und was ihr heute tut oder unterlasst, bestimmt das Leben der Menschen in eurer Umgebung, in eurer Stadt und eurem Land. Aus diesem Grund habe ich auch meine Webseite Nehmen oder Geben ins Leben gerufen. Denkt neu nach – werft den Ballast ab, der euch hindert, einen eigenen Weg zu gehen. Klingt wie ein Appell? Es ist einer.

Werde Geber - und denke selber

Dabei bleibt es nicht – Appelle sind heute weitgehend unwirksam. Also biete ich ausführliche Hilfen an, wie du aus deiner Nehmerrolle entkommen kannst und zu den „Gebern“ überwechseln.

Zurück zu den Vergangenheitswerten - die neue konservative Masche

Konservative Kräfte versuchen derzeit, eine Art „Erneuerung“ in euch aufzubauen – hin zu den „alten Werten“, die als „neue Datingtrends“ vermarktet werden. Diese Bewegung zieht sich durch alte Medien, neue Medien, beseelt manche „Geisteswissenschafter“ und durchdringt sogar die PR der „Dating-Anbieter“.

Das andere Denken - das Leben findet jetzt statt

Wie gut, dass es andere Meinungen gibt, andere Trends und andere Denkweisen. Eine fanden wir tatsächlich in der „TAZ“, und dazu haben wir noch einige Gedanken beigetragen. Hallo, liebe Mitmenschen ab 40: Genüsslich „Sex zu haben“ macht euch nicht zu schlechten Menschen. Das ist nicht einmal neu - neu daran ist, dass es jemand zugibt.

Hilft Satire noch?

Manchmal soll die Satire ja noch helfen – zum Beispiel, wenn behauptet wird, dass heute „Blümchensex“ ist, was gestern noch „Hardcore“ war. Gramse hat es versucht – dazu haben wir ihn ja.

Etwas Lustiges gab es auch: ein Theaterstück über „Dating“- auf Niederdeutsch.

Die Liebeszeitung - der Blick nach vorn

Unsere Redaktion hat weiterhin die Nase an den Graswurzeln, schreibt über das „Hier und Jetzt“ der Liebe und denkt weiterhin vorwärts, statt die Vergangenheit zu verherrlichen.

Erlaubt ihr mir einen nächsten Satz? Die meisten von euch (so hoffe ich doch) haben noch wesentlich mehr Zukunft als Vergangenheit in ihrem Leben. Diese Zukunft beginnt jetzt, und du wirst in ihr Leben.

In diesem Sinne ... ein unbeschwertes Wochenende.