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Sex-Arbeiterinnen und Menschenrechte im Bild

Bild: Die Rechte der Prostituierten werden angefeindet, weil sie angeblich lediglich Teil des Menschenhandels sind


Sex-Arbeiterinnen, wie wir angeblich gar nicht so nennen sollten, weil Sex-Arbeit keine „Arbeit“ ist, mit der ein Mehrwert erzielt wird, sollen keine Rechte haben – sagen manche Feministinnen. Die Argumentation: Wenn man ihnen die Menschenrechte zuerkennen würde, die jeder frei geborene Mensch ganz selbstverständlich hat, dann würden wie auch den Kriminellen in ihrem Umfeld Tür und Tor öffnen.

Die Argumente sind hinlänglich bekannt. Und nahezu jeder, sogar die Chefredakteurin der größten Bremer Tageszeitung, hat sich schon dazu geäußert. In Deutschland ist das Thema wohlfeil, weil Prostitution zwar gewissen Einschränkungen unterliegt, aber nicht bestraft wird. Weil das „Experiment“ zumindest aus der Sicht der Feministinnen „gescheitert“ ist, wird nun durch eine „konzertierte Aktion“ bekannter Frauenrechtlerinnen, Autorinnen und Politikerinnen versucht, die Liberalisierung als moralisch verwerflich anzuprangern.

In anderen Ländern wird das Thema auch kontrovers behandelt, teils auch vehement und mit geballter feministischer Energie. Doch einige Stimmen weichen davon ab. Das oben dargestellt Bild der 31-jährigen New Yorker Grafikerin und Autorin Molly Crabapple, zeigt, um was es geht. Die im Hintergrund stehende Prostituierte versucht, die Menschenrechte für sich zu bemühen, während die im Vordergrund stehende Kampagnenreiterin behauptet, jede Art von Sexarbeit begünstige den Menschenhandel.

Beide Standpunkte sind offenbar unvereinbar miteinander.

Bild: © 2015 by Molly Crabapple.