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Was beschreiben eigentlich erotische Romane?

Neugierde, Lust und Sinnlichkeit machen Frauen zu Lesern von Erotik
Als „erotische Romane“ gelten Bücher, die einen gewissen literarischen Wert haben, aber die Entwicklung der Figuren hauptsächlich unter sinnlichen Gesichtspunkten betrachten. Oftmals wird die Behauptung aufgestellt, erotische Romane dürften keine expliziten sexuellen Schilderungen enthalten, und sei dies dennoch so, so seien sie Pornografie. Das ist offenkundiger Unsinn. Man unterscheidet aber Schriften, in denen erotische Szenen aneinandergereiht sind wie Perlen an einer Kette und solche, in denen sie Bestandteil einer Entwicklung der handelnden Personen sind.

Kaum Blümchensex in der erotischen Literatur

In der Regel bestehen die erotischen Schilderungen in der Literatur nicht aus Handlungen, in denen ausschließlich penetrativer Sex verlobter oder verheirateter Paare geschildert wird, also „anerkannter Blümchensex“. Weil der Blick der Autorinnen und Autoren zumeist über diesen einengenden Tellerrand hinausgeht, werden die Werke der erotischen Literatur oftmals als geächtet, und manchmal verfallen sie sogar der Zensur.

Der Verlust der psychischen "Reinheit"

Erotische Romane handeln im weitesten Sinne immer vom „Verlust der Unschuld“. Das ist nicht im herkömmlichen Sinne gemeint, also nicht im Sinne eines „ersten Mals“ oder des „Verlustes der Jungfräulichkeit“. Vielmehr ist es die Unschuld und Unbefangenheit des Denkens und Fühlens, in die wir von den Autorinnen und Autoren eingeführt werden. Die Figuren werden dabei mit Situationen konfrontiert, in denen sie ihren erotischen Erfahrungsschatz erweitern könnten und damit oftmals zunächst hadern. Im Laufe der Entwicklungen der Figuren und der Situationen schwindet dann der Widerstand, und die Neugierde oder die sexuelle Begierde siegen über die Erziehung, die Moral oder die Vernunft.

Das Ziel: Mehr wissen über die Lust

Wichtig ist an all diesen Situationen, dass sie den Erfahrungsschatz der Figur und damit auch den Erfahrungsschatz der Leserinnen und Leser mit neuen Erfahrungen anreichert. Sie können dabei sehr unterschiedlich sein - ebenso angenehm wie befremdlich, so zärtlich wie zupackend oder so erhebend wie abwertend. Für den Leser oder die Leserin ist nur interessant, dass sie möglichst plastisch und emotional bewegend geschildert werden.

Frauen als Zielgruppe für erotische Bücher

Da sich ein Großteil der erotischen Literatur an Frauen wendet (nun dürfen Sie staunen), ist es wichtig, intensiv auf weibliche Gefühle einzugehen und Situationen aufzugreifen, die Frauen gerne durchleben würden, wenn der „Wohlanstand“ sie nicht hindern würde. Dies beinhaltet vor allem die drei Tabuzonen Ehebruch, Sadomasochismus und homoerotische Beziehungen sowie zusätzlich Dreier, Paartausch und natürlich Orgien.

Verführungen, Cinderellas und Emanzipation

Thematisch geht es oftmals um Verführungen oder gezielte Einführungen in der Liebe, die Lust und die Leidenschaft. Verführungen stehen zumeist im Vordergrund. Cinderellageschichten („Shades of Grey“) sind in letzter Zeit etwas überstrapaziert worden, doch sind sie immer sehr beliebt. Wesentlich unbekannter sind Anti-Cinderella-Geschichten (Unterschicht verführt Oberschicht). Vor allem die Rolle der Frau löst sich nach und nach von der Passivität – sie fordert neuerdings Sex ein, verführt skrupellos, betrügt schamlos, gönnt oder kauft sich Lover für lustvolle Nächte oder dominiert Frauen und Männer.

Der Verlauf: Veränderungen

Wichtig ist: Sollte ein Roman Ihr Ziel sein, so sollten Sie eine nachvollziehbare Entwicklung planen. Das heißt, zu Anfang muss es eine Einführung geben, die das aktuelle Gemisch aus Körper, Geist, Psyche und Sozialverhalten nachvollziehbar darstellt. Dann sollte der Handlungsstrang herausgearbeitet werden, der letztlich die Veränderungen bewirkt (Verlust der Scham, Varianten im Sexualverhalten) nebst einem zweiten Strang, in dem versucht wird, diese Entwicklung zu verhindern. Und letztendlich sollte erkennbar werden, welche Wirkungen die Veränderungen auf Körper, Geist und Psyche sowie auf die soziale Stellung haben.

In was für einer Beziehung leben eigentlich Sex-Bloggerinnen?

Sex-Bloggerinen leben, bis auf ganz wenige Ausnahmen, in stinknormalen Beziehungen. Es ist auch nicht nötig, „poly“ zu sein oder Analliebhaberin, Dreier und Orgien zu veranstalten, BDSM-Aktivitäten auszuüben oder – um mal ganz pervers zu werden – einen Mann mit vorgekautem Brot zu füttern.

Doch was ist wichtig? Einmal musst du unterscheiden können, ob du von etwas Realem gehört hast oder von einer Fantasie. Ist es eine Fantasie, muss du nicht lange nachdenken, denn in Träumen und Fantasien kannst du alles sagen und machen lassen – weil es wieso nicht wahr ist. Soll es real sein, dann musst du dich aufspalten: in eine Beobachterin, die einfach beschreibt, was passiert und in eine Person, die dabei gewesen sein könnte und gefühlt hat, was die Person fühlte.

Das haben wir mal mit „Pegging“ probiert. Wenn du beschreibst, was dabei passiert, dann ist alles rein, auch, wenn’s schmutzig wird. Schließlich ist „Pegging“ kaum mehr als Analverkehr ohne Penis. Interessant wird es dadurch, dass du nachfühlen kannst, was ihr dabei durch den Kopf geht, und möglichst auch noch, was ihm dabei passiert, wenigstens im Kopf. Wenn du bloggst, willst du ja keine Romane schreiben, sondern nur möglichst lebhaft schildern, was Menschen beim Sex tun und wieso das Spaß macht.

Ich weiß, wie viele Irrtümer es gibt . Zum Beispiel von Frauen über Männer . Die sollte jede Frau kennen, und natürlich jeder Mann. Was Männer über Frauen wirklich wissen, ist meistens kläglich - die kennen nicht einmal unsere Anatomie und wissen oft nur, wo‘s reingeht.

Blöd ist nur, dass Frauen oft so wenig über sich selbst wissen – und Männer natürlich auch. Und ich finde, da muss man noch ein bisschen dran feilen. Und außerdem musst du wissen, was dies oder jenes ist, damit du es wenigstens ablehnen kannst, wenn’s dir mal angetragen wird. So wie Pegging, Figging und sonstige Spielchen, von denen niemand spricht, weil diejenigen, die’s wissen, sich schon deshalb schämen, weil sie’s wissen.

Was ist so schlimm am Wissen?

„Schlimm ist, dass du dich überhaupt für so etwas interessierst“, sagte mir mal eine ältere Verwandte.

Was daran schlimm sein soll, weiß ich bis heute nicht. Aber ich vergesse auch nicht, dass ich ein Motto habe:

Du kannst über alles schreiben, aber du solltest nie vergessen, wer du bist.


Was meint ihr?

Erneut Jungfrau durch Cremes?

Dein Mann hätte dich gerne etwas „enger“? Dein neuer Lover soll glauben, du hättet noch nicht viel Erfahrung? Da gibt’s doch angeblich Abhilfe. Cremetube aufschrauben, Vagina hübsch einsülzen, und dann – 24 Stunden lang nochmals Jungfrau sein.

Geht das? Wir haben nachgesehen und uns sind kalte Schauer in die Gedärme gefahren. Zwar scheint es zu stimmen, dass sich Prostituierte und Lebedamen in früheren Zeiten mit Alaun verengt haben, aber diese Prozedur ist nicht gerade empfehlenswert, wie wir nachlesen konnten.

Besser: Beckenbodentraining. Es war etwas anrüchig, weil es zumeist bei beginnender Inkontinenz empfohlen wird – doch der Beckenboden enthält zahllose Muskeln, die auch beim Sex bedeutsam sind. Außerdem ist’s billiger und macht auch mehr Freude.

Schmerzhafte und schicke Doktorspiele der Ewachsenen

Spielen Erwachsene noch Doktorspiele? Die meisten wohl nicht – sie empfinden dies mit Recht als kindisch. Doch da haben wir genau das Stichwort: die Reise zurück in die Kindheit, die Gefühle von damals. Und dann dann die 180-Grad-Kurve Pubertät, die Lust daran, keinerlei Verantwortung zu empfinden und sich auch gegen nichts wehren zu dürfen. Und dann sind viele wieder da, wo sie einmal waren: Klinik-Sex und Klinik-Behandlung sind die neuen Doktorspiele.

Oh, oh … was haben wir denn da? Einen Patienten, der sich der Willkür von Oberschwester Theresa oder Frau Doktor Eygensinn unterwirft. Manchmal, doch viel seltener, tut es auch eine Patientin.

Nicht ganz neu: Doktorspiele
Wahrscheinlich wissen die meisten von uns noch, wie unangenehm es war, sich vor einer Person des anderen Geschlechts entblößen zu müssen. Die Würde des Menschen? Ach so. Da haben Schulärztinnen einfach mal die Hoden betastet – Schüler waren ja keine Menschen. Und Frau Oberschwester ließ sich nicht nehmen, noch persönlich das Fiberthermometer in die Kerbe von Knaben- und Männerhintern einzuführen. Irgendwie war’s dann sowieso egal, ob „die Schwester“, Frau Doktor oder Herr Doktor Katheder setzte, den behandschuhten Zeigefinger in den Darm einführten, um die Prostata zu erfühlen, eine Sonde in den Darm einführten oder ein Klistier vorbereiteten. „Jetzt wird es etwas wehtun“, sagte Frau Medizinerin gerade noch und schon wird die Haut aufgeschnitten, schreien die Nerven in das Hirn herein und Frau Doktor tut so, als hätte sie alles richtig gemacht.

Nun ja. Nie auf einem gynäkologischen Stuhl gesessen? Nein? Nie hilflos zusehen müssen, wie jemand an dir herumschnippelt, Sonden in dich hineinpresst, Druck auf dich ausübt oder elektrische Ströme zwecks Reaktion der Nerven durch den Körper jagt? Nie in einem Bett gelegen, in dem du dich nicht bewegen kannst (oder darfst?)

Wir haben uns zweierlei sagen lassen: Einmal, dass der Körper Opiate aufbaut, die gegen den extremen Schmerz wirken – und bei ihnen geht es darum, noch einmal zu spüren, wie sie wirken. Und dann die Idee, dass Frau Doktor oder Frau Oberschwester nicht nur resolut ist, sondern auch noch schön. Und wenn sie wirklich resolut und schön ist im medizinischen Rollenspiel, dann käme ein wundersamer Effekt auf: Der Mann, der da liegt und leidet, möchte mehr und länger leiden, weil er nur dann die Schönheit seiner Peinigerin genießen kann.

Und auf diese Weise lernen wir, zu verstehen, warum es scheußlich schön sein kann, dieses pseudo-medizinische Folterspiel über sich ergehen zu lassen. Samt Zwangsjacken und Klistieren, Sonden und Wartenberg-Rädern.

Und gestern zum Tatort blieb noch die Frage: Was ist Bukakke?

Bukakke ist eine Form der sexuellen Entwürdigung einer Frau durch mehrere Männer. Dabei besudeln diese Männer die Frau mit ihrer Spermaflüssigkeit, die vorzugsweise über den Kopf der Frau durch Ejakulation verteilt wird.

Im Tatort „Hardcore“ wurde dieser Frage gestern – wie könnte es auch anders sein – zwar gestellt, aber nicht ausführlich beantwortet. Es handelt sich dabei um eine erst in den 1980er Jahren aus Japan importierte Form der Pornografie, die ausschließlich von Bildern lebt, textlich aber kaum zu beschreiben ist.

Die dahinterstehende Praxis ist keine japanische Tradition, sondern resultiert aus der generellen Herabwürdigung von Frauen in Japan in jenen Jahren, durch die Unterwürfigkeit, die ihnen generell unterstellt wurde und vielleicht auch der Zensur, die Sperma „durchließ“, Genitalien aber nicht. Zudem gab es eine Praxis in Japan, auf den Feind zu urinieren und so seine Missachtung auszudrücken.

Im Zuge der Emanzipation, aber auch einem Geschmackswandel der Konsumenten von Pornografie verschwand „Bukakke“ als Genre fast ganz oder ging in den Kategorien BDSM oder Fetisch auf.