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Von Erfolglosen zu lernen heißt umzudenken

Ich las gerade von einer Kolumnistin Ende 20, die zumindest eines akzeptiert hatte: Mit den Jahren gibt es nicht mehr, sondern weniger Männer.

Was sie uns mit ihrem Artikel sagen will, ist ungewiss - ihr trotziges Fazit nach einem Jahr Dating-Erfahrung:

Leider habe ich in Zukunft nicht vor zu einer schüchternen Maus zu werden, dann bin ich lieber Single.

Klar, auch eine Aussage. Aber eine, die niemandem nützt. Denn im Hintergrund lauert eine dieser konservativen Kernaussagen: „Ich will gefunden werden“ - oder in ihren Worten (Zitatenquelle wie zuvor):

Ich will mich wieder zurücklehnen und die wenigen Männer, die es noch gibt, zu mir kommen lassen ... und wenn ich jemanden interessiere, dann muss er sich schon trauen, mich anzusprechen. Denn wenn ein Mann nicht mutig genug ist, mich anzusprechen, dann würde er sich auch nicht trauen, Teil meines Lebens zu sein zu wollen.


Es geht nicht um "Online-Dating" - es geht um "aktive Partnersuche"

Oh nein, ich behaupte nicht, dass Online-Dating die allein selig machende Art ist, einander kennenzulernen. Ich wäre froh, wenn wenigstens die 20 - bis 35-Jährigen noch andere Wege begehen würden. Der Punkt ist aber gar nicht „das Online-Dating“, sondern die „aktive Partnersuche“. Und um es mal ganz einfach zu sagen: Suchen bedeutet, sich aktiv um etwas zu kümmern, was man gerne hätte. Und suchen heißt nicht: „Ach, ich bin doch so interessant, warum zur Hölle findet mich denn keiner?“

Chancen wahrzunehmen heißt fast nie "abzuwarten"

Klar: Jeder hat unterschiedliche Chancen. Manche mögen gewagtere Risiken - aber wer sich darauf verlässt, aus irgendwelchen Winkeln „herausgepult“ zu werden, hat überhaupt keine Chancen.

Faktensuche: ist eine Länge von 1,80 ein Handicap?

Nun hatte die Autorin ein „Handicap“: Sie misst stolze 180 cm, gehört also statistisch zu einer kleinen Gruppe, die nur zwei Prozent der Bundesbürgerinnen ausmacht. Theoretisch würden ihr zwar etwa 43 Prozent der Männer „zur Verfügung“ stehen, aber nicht alle davon würden sie überragen: Im „deutlich längeren Segment ab 185 cm“ wären es nur noch gut 19 Prozent. Was bedeutet das?

Nach den üblichen Daten, die ich verwende, kommen auf einen eventuell „passenden“ Partner sechs bis sieben voraussichtlich „unpassende“. Das setzt aber bereits voraus, dass die sonstigen „Ansprüche“ recht flach gehalten werden. Bei besonders ausgefeilten Wünschen rechne ich mit 1: 125. In diesem Fall gilt: Bewusst eine Vorauswahl treffen, viele Dates eingehen und insgesamt auf eine lange Suchperiode einstellen. Denn: Ein Mann, der wesentlich "länger" ist als 180 cm, und der eine Frau sucht, die mindestens 180 cm misst, und der zudem noch weitere Eigenschaften hat, die andere Männer überragen, ist ausgesprochen selten.

Am oberen Ende werden die Chancen immer kleiner

Wie bei allen Daten über Menschen werden die Zahlen sehr schnell kleiner, sobald man an die Extreme kommt: Ab 185 cm, ab einem IQ von 115 und ab einem netto verfügbaren Einkommen von 3.000 Euro monatlich wird die „Luft dünn.“

Das Fazit

Es gibt eine Fülle von Lösungen, einen Partner oder eine Partnerin zu finden. Wer das Besondere sucht, findet es entweder in relativ geschlossenen Kreisen (Einkommen, IQ, Körperlänge) oder im offenen Internet (dann auch international). Zu den schwer erfüllbaren Wünschen zählt bekanntermaßen der Kontakt zu bestimmten Alters- oder Einkommensgruppen, außergewöhnlicher Schönheit oder Intelligenz und vor allem ungewöhnlichen Kombinationen aller Faktoren.

Lösungen für "schwierige Fälle"

Ich nenne euch die ersten drei Regeln:

1. Selber gezielt suchen statt „sich suchen lassen“ oder im Nebel herumstochern.

2. Räumlichen Bereich ausweiten, möglichst auf mehrere 100 Kilometer.

3. Toleranzen einräumen oder ausweiten.

Wer diese Regeln beachtet und etwas Zeit investiert, wird auch Erfolg haben. Also: Single zu bleiben ist auf Dauer auch keine Lösung.

Mehr Informationen und Faktensuche:
Körperlänge international: Wikipedia
Körperlänge Frauen-Männer: Verteilung: Ebenfalls Wikipedia.
Beispiele IQ: Neuronation und viel andere Quellen.
Einkommen: Statista

Großvaters Erotik - in Fantasy-Heften

Die Erscheinung der Kleopatra im Groschenheft - 1948
Zum ersten Oktober ein Blick in die Vergangenheit: Diese Illustration zierte ein Fantasy-Heft von 1948. Offenbar hatte der junge Mann im Smoking während der Erforschung einer Höhle im fernen Ägypten eine Vision.

Keine Sorge, wir bleiben ernsthaft - aber nicht jeden Tag und jede Stunde des Tages.

Grafiker: Unbekannt. Das Bild wurde entfleckt und farblich aufgefrischt.