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Haben wir eine Krise? Mach sie nicht zu DEINER Krise

Denken und Fühlen ist ohne Maske möglich ...
Da draußen mag eine Krise stattfinden. Journalisten sitzen jeden Tag am PC, um das Spektakulärste über DIE Krise zu schreiben, was gerade möglich ist.

Ich sage dir zuerst dies: Es ist EINE Krise - nicht DEINE Krise. Also hör auf, dich dem Leben zu verweigern. Mögen auch Politiker, Virologen und andere vor „etwas“ warnen und zu „etwas“ raten: Sie warnen dich auf keinen Fall davor, zu leben.

Deine Welt

Erschaffe deine Welt neu - aus dir selbst heraus. Was liebst du? Musik, Kuscheltiere, Kleider, Bücher oder gar deinen eigenen Körper? Finde heraus, wer du bist - ohne Hilfe anderer. Eigentlich weißt du es ja - aber was davon gehört „wirklich dir“? Und was haben andere dir gesagt, was du sein solltest oder sein müsstest?

Liebe dich selbst

Werde unabhängig von der Liebe anderer. Du kannst dich geistig, emotional und körperlich selbst lieben. Es ist nicht selbstsüchtig, sondern eine bewährte Methode, Krisen zu überstehen.

Hüte dich vor schlimmen Gedanken

Schlimme Gedanken schaukeln sich oft auf. Versuche, sie zu beherrschen. Lies nicht die Horrormeldungen, die manche Presseerzeugnisse täglich verbreiten. Schalte deinen „Heimatsender“ ab und höre alternative Radio-Stationen. Verweigere die dauernde Beschäftigung mit Krisen, die auch durch ständige „Brennpunkte“ im Programm der ARD ausgelöst werden können.

Definiere Zukunft neu

Bist du unsicher über die Zukunft? Überleg mal, was die Zukunft ist. Sie ist in Wirklichkeit nur eine verschobene Gegenwart. Also ist das Einzige, was du wirklich benötigst, dir bewusst zu sein, dass die Zukunft in jeder nächsten Sekunde, jeder nächsten Minute beginnt - und du kannst sie deshalb sofort beeinflussen. Das Gegenteil von Unsicherheit im Leben von Menschen ist keinesfalls Sicherheit. Es ist das Gefühl, in der Gegenwart existent zu sein.

Deine Kraft liegt in dir

Wenn du dich machtlos fühlst, werden deine Gedanken abhängig von der Macht anderer. Das kann dich wütend, hilflos und verletzlich machen. Und das Schlimmste: Es mündet oft in die Hoffnung, dass dich jemand aus all deinem Elende rettet. Ich sag dir nur drei Sätze: (1) Die Menschen, die uneigennützig helfen, sind ausgesprochen rar. (2) Frage dich, warum sie ausgerechnet DICH retten sollten. (3) Wenn sie dich JETZT retten, was wirst du dann morgen tun, um gerettet zu werden? Ich rate dir: Vertraue auf deine Kraft, und versuch, sie jeden Tag auszubauen. Das ist sinnvoller, als auf fremde Hilfe zu hoffen.

Reaktiviere alte Werte und Fähigkeiten in dir

Wir Menschen wünschen uns zumeist, dass unsere Existenz eine Auswirkung hat. Im Idealfall dienen Geist, Körper und Gefühle dazu, unserem Leben einen Sinn zu verleihen. Welche dieser Talente oder Fähigkeiten hast du? Welchen Werten folgst du, welche kannst du vermitteln? Überlege einmal, welche positiven Dinge du selbst beeinflussen kannst.

Nutze alle Freiheiten, die du hast

Selbst in der Krise haben wir zumeist mehr Freiheiten, als wir nutzen. Überleg dir, wie du deine „inneren Fesseln“ loswerden kannst. Es können geistige, emotionale oder soziale Fesseln sein, auch kulturelle und religiöse. Wer sich „im Inneren frei“ fühlt, hat in der Regel die bessere Ausgangsposition, auch äußere Freiheiten zu nutzen.

Der Appell

Ich hoffe, dass ich allen Singles helfen konnte, die gerade etwas unsicher über sich, ihr Leben und die Zukunft sind.

Und ein Tipp: Beginne JETZT mit den Veränderungen - wann sonst?

Hinweis: Dies ist ein Teil meiner Lebenserfahrung und den Erfahrungen vieler anderer, die mit Krisen umgegangen sind. Ein Teil der Informationen, die ich hier gebe, wurden kürzlich von TED veröffentlicht. Dank geht auch an Christine Carter, die dazu einen Vortrag hielt.

Bild © 2020 by Liebesverlag.de


Das "brave Mädchen", das "Bad Girl“ und das Ansehen

Braves Mädchen oder "Bad Girl"?
Ein „braves Mädchen“ ist zurückhaltend und fordert nichts ein. Dieses Mädchen erfüllt die Wünsche anderer, aber gibt vor, keine eigenen Wünsche zu haben. Brave Mädchen fürchten sich vor zu intensiven sexuellen Kontakten und Versuchen, ihre Anzahl so gering wie möglich zu halten. Deswegen treten sie zum Beispiel oft in die „zweite Reihe“ und geben sich zögerlich, wenn es um Entscheidungen geht. Im Aussehen und in der Kleidung geht das „brave“ Mädchen mit dem Mainstream - das fällt am wenigsten auf. Und - das brave Mädchen hat Vermutungen über die eigene Attraktivität, aber ist sich stets unsicher, ob sie zutreffen.

Ein "braves Mädchen" mit über 30?

Wenn du 18 bist und dich immer noch als „Mädchen“ fühlst, sind noch Änderungen an dieser Einstellung möglich. Was ist aber, wenn du längst über 30 bist und immer noch vor allem das „brave Mädchen“ gibst?

Nun, das Alter, indem andere „mädchenhaftes Verhalten“ nicht mehr als „süß“ oder „nett“ ansehen, variiert natürlich. Die Persönlichkeit der meisten erwachsenen Frauen lässt zu, dann und wann die Rolle des „braven Mädchens“ anzunehmen, wenn es ihnen als sinnvoll erscheint. Doch es gibt einen Unterschied: Ständig sein „inneres Mädchen“ vor sich hinzustellen, wirkt auf Dauer albern. Doch wenn du dann und wann die Rolle annimmst, kann dies erstens sehr charmant sein und dir zweitens eine Menge nützen.

Und was ist dann das „Bad Girl“ als Gegensatz zum „braven Mädchen“?

Warum das „Bad Girl“ nicht schlecht ist

Glaub am beste nichts von dem, was im Internet darüber steht. Ein „Bad Girl“ ist eine selbstbewusste Frau, die oftmals etwas tut, was man von „einem Mädchen“ oder ebene einer jungen Frau nicht erwartet: Offensiv sein, direkt sein, Wünsche anmelden. Du kannst durchaus Härte zeigen und Konsequenzen ziehen. Du hast ebenfalls die Möglichkeit, rundheraus zu sagen, was du denkst. Dadurch könntest du „Freunde“ verlieren - aber sie währen ohnehin „falsche Freunde“. Wichtig ist, etwas zu wagen - oftmals auch ohne all die „Wenns“ und „Abers“ zu bedenken, die „brave Mädchen“ ständig behindern.

Wenn du ein Beispiel brauchst: Wenn du eine berufliche Chance bekommst, die ungewöhnlich anspruchsvoll ist - was tust du? Eine Frau vom Typ „braves Mädchen“ überlegt, was passiert, wenn sie versagt - und zögert und zaudert, bevor sie dann endgültig absagt. Die Frau vom Typ „Bad Girl“ sagt sich: „Ich probier es einfach aus, sonst weiß ich es nie.“

Der Unterschied liegt also nicht so sehr darin, ob du „gut“ oder „schlecht“ bist, sondern wie viel Mut du hast, etwas Neues, eventuell gar etwas Ungewöhnliche zu versuchen.

Warum sind „Bad Girls“ manchmal wirklich unerträglich?

Die „Bad Girls“, die unerträglich sind, betreiben einen Lebensstil, der nur auf das Ziel ausgerichtet ist, „ungewöhnlich“ zu sein. Je mehr du damit spielst, damit manipulierst oder damit andere schädigst, umso mehr wirst du abgelehnt. Wenn du mit Gemeinheiten und Bosheiten arbeitest, wirst du von anderen nicht mehr respektiert - und das ist dann meist das Ende vom „erfolgreichen Bad Girl“.

Übrigens geht es „Bad Boys“ oft recht ähnlich.

Bad Girls und ihr Ansehen

Oft wird behauptet, ein „Braves Mädchen“ kümmere sich Minute für Minute vor allem um ihr Ansehen. Und deshalb würde ein „Bad Girl“ sich (im Gegensatz dazu) niemals um ihre Reputation kümmern.

Das ist wirklich falsch. Richtig ist, dass sich „Brave Mädchen“ ständig bemühen, ihr Verhalten zu begründen, sich oft beklagen, dass alles nicht so ist, wie sie es sich wünschen und ihr Versagen anderen anlasten. Eine selbstbewusste Frau tut so etwas nicht. „Never complain, never explain“ ist also ein ausgezeichnetes Motto, im ganzen Satz:

Versuch nie, dich zu beklagen, und erkläre niemals, warum du dich so verhältst.

Man nennt dies auch einen „individuellen Weg“, und er erfordert nicht viel mehr als den Mut, so zu leben. Tatsache ist: Sobald du deinen eigenen Weg gehst, hast du Bewunderer und Feinde. Irgendjemand wird dein Verhalten „mutig“ finden, während ein anderer dich wegen desselben Verhaltens verachten wird.

Sowohl Bewunderer wie auch Feinde sollten nicht der Maßstab für dich sein: Du wirst deine Feinde nicht umstimmen, indem du ihnen „Avancen“ machst. Und du solltest nichts tun, das deinen Bewunderer gefällt, aber dir nicht.

Das Fazit und der Tipp für dich

Am Ende noch mein Tipp: Hör auf, dich um „gut“ und „schlecht“ zu kümmern. Tu, was du für richtig hältst, tu es konsequent und mit dem Blick auf deine Ziele. Das reicht völlig.

(1) Das Zitat soll von Kate Moss stammen, andere sagen, dass es im Original von Johnny Depp stammt. Der Satz soll in der Dezemberausgabe 2012 von "Vanity Fair"gefallen sein.