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Männer und Wildschweine

Alle Männer sind Hausschweine - was sonst?
Das männliche Wildschwein heißt normalerweise „Keiler“. Doch was macht der arme Keiler, wenn er domestiziert wird? Wird er Hausschwein bei der Circe? Und falls das so ist, wird er da zu einem „ziemlich alten Schwein?“

Wir fanden einen Spruch, den wir euch nicht vorenthalten wollen:

Aus den kampflustigen Wildschweinen sind Hausschweine geworden, die eher zur Trägheit und Fettleibigkeit als zur Dominanz tendieren und immer weniger Haare kriegen.

Ach so ... hätten wir uns ja denken können. Vor allem wegen der Haare.

Bild: Buchillustration, historisch

Bis vor 30 Jahren: Aktfotografie in der DDR

In der ehemaligen DDR soll es mehr Amateur-Aktfotografen gegeben haben als irgendwo sonst. Man hatte hoch qualifizierte Kameras (Exakta), hervorragende Objektive (Jenaoptik) und Filmmaterial für betont „weiche“ Darstellung (ORWO) und alles, was dazu gehörte: Vergrößerer, Chemie, Fotopapier.

Vor allem aber war die Nacktheit nicht so „tabubesetzt“ wie zur gleichen Zeit „im Westen“. Der Staat ließ den Menschen einige Schlupflöcher, um sich wenigstens frei zu fühlen. Und eines davon mündete in die FKK-Manie, die wiederum dafür sorgte, dass es nicht sonderlich peinlich war, sich „nackt fotografieren zu lassen“.

Was der Westen und der Osten gemeinsam hatten: Die „offiziellen“ Amateure legte Wert auf „ästhetische“ oder gar „künstlerische“ Aktfotografie. Und das Zweite: Das bevorzugte Objekt war die junge, ästhetisch schöne, schlanke Frau.

Hinweis: Der Bildautor oder Sammler des Bildes ist unbekannt

Ost-West Paare und die Einheit

Zur dreißigsten Wiederkehr der "Einheit" habe ich mich entschlossen, etwas Persönliches beizutragen - und zugleich zu erklären, dass es eigentlich ganz normal ist, über "Grenzen hinaus" zu heiraten.

In der Soziologensprache bin ich ein „westdeutsch sozialisierter“ Mann, der mit einer „ostdeutsch sozialisierte Frau“ in einem der „neuen Bundesländer“ lebt. Und wie ich vernehme, gehöre ich damit zu den „etwa 17 Prozent“ der „gemischtdeutschen“ Paare, die so leben.

Das ist Soziologendeutsch, und ich identifiziere mich keinesfalls damit. Niemand ist „ostdeutsch“ oder „westdeutsch“ sozialisiert, auch wenn es diese Unterschiede geben mag. Tatsache ist, dass es in den frühen Jahren der BRD noch viele Ehen gab, in der sich der Mann als Verdiener, die Frau als Hausfrau zu qualifizieren hatte. Das ist allerdings „Schnee von gestern“, seit die Frauenemanzipation durch Ausbildung und Weiterbildung in Riesenschritten vorangekommen ist. Heute wollen Frauen überall im Land möglichst gute Berufsabschlüsse vorlegen, weil dies die Voraussetzung für wirtschaftliche Unabhängigkeit bietet.

Ost-West-Paare - ist das wirklich etwas Besonderes?

Wie sind eigentlich Ost-West-Paare? Ähnlich den Nord-Süd-Paaren sind sie vor allem flexibel in der Wahl ihres Aufenthaltsorts. Das gibt der Soziologe, den ich zitiere, durchaus zu, indem er sagt:

Man muss ... aber auch bedenken, dass die Ost-West-Paare keinen Querschnitt der Bevölkerung bilden: Ihre Beziehungen setzen Binnenmigration voraus, und Binnenmigranten sind in der Regel hochgebildete Personen, vor allem die Frauen haben eine höhere Berufs- und Erwerbsorientierung als der Durchschnitt. Ost-West-Paare sind also insgesamt relativ modern.

Über die „Binnenmigranten“ habe ich herzlich lachen müssen. Das kling so wie im Behördendeutsch: „Wo befindet sich denn ihr Lebensmittelpunkt?“ Falls ihr gefragt werdet: Sagt dann bloß nicht „in mir“ - dann fühlt sich jeder deutsche Beamte verhohnepipelt. Ich bin übrigens mehrfach „migriert“, wobei ich die Anpassung an das Schwabenland als besonders schwierig empfand - schon wegen der Sprachbarriere. In Thüringen ist es einfacher.

Du von dort, ich von hier - Lebensrealität vieler Paare

Nord-Süd-Paare, Ost-West-Paare, multinationale Paare - die meisten von ihnen sind in der Tat zusammengekommen, weil sich ein Teil „vom Acker gemacht hat“ - oder auch beide.

Etwas Besonderes ist es wirklich nicht, ein Ost-West-Paar zu sein. Ob ich es empfehlen kann? Ja, ganz sicher. Nicht nur, weil ich froh darüber bin - sondern auch, weil es keine bessere Stütze für die Einheit gibt, als einen Menschen aus einem entfernten Bundesland zu heiraten.