Skip to content
  Werbung

Das nackte Ampelmännchen und die bekleidete Palme

Nun aber fix, Ampelmännchen!
Das Originalbild muss ich euch leider vorenthalten, weil es „irgendwie“ mit den zahllosen öffentlichen „Nacktgehern“ in diesem Sommer zusammenhing. Apropos hing: Ja, weiter unten war noch mehr zu sehen. Aber als höflicher Mensch verzichte ich mal auf die „Gehänge“ und zeige nur den Clou: das Ampelmännchen (ost) strebt direkt auf die Palme (rechts) zu, die auf einer Dame prangt. Fotografiert wurde offenbar auf einer öffentlichen Veranstaltung und mit vollem Einverständnis der Beteiligten.

Originalfoto: Via Marie cfnm. Der Bildautor blieb anonym.

Zeit des Wiederkäuens

Ob Politiker oder Wissenschaftler: alle sind zu Wiederkäuern geworden. In Endlosschleifen hören wir von Fallzahlen, sitzen gläubig vor dem Altar, auf dem der Fernseher steht, hören die Verkündigungen und staunen. Alle haben etwas zu sagen, und sie machen die typischen, ernsten Gesichter absoluter Wichtigkeit dazu. Das Virus der Sorgenschleifen beginnt uns zu durchziehen, während der Impfstoff gegen Missmut in Vergessenheit gerät: reine Beobachtung, Spieltrieb, Natur, Humor.

„Sorgen“, so lese ich, verwenden unsere Fantasien – und dabei erschaffen sie in uns etwas, das wir auf keinen Fall wollen.

Sorgenschleifen heißen auch negative kybernetische Spiralen. Dabei wird das Miese in uns anggetickt, nicht das Schöne. Und weil wir ständig wieder hören und sehen, wie mies alles schon ist und dass es noch mieser werden könnte, glauben wir, dass es auch für uns mies wird. Irgendwann fressen sie unser Selbstvertrauen, unseren Lebensmut und dann und wann auch unsere Existenz.

Dazu ein Zitat:

Sorgenschleifen sind unglaublich anstrengend und auch kontraproduktiv, da sie uns nicht zu produktiven Maßnahmen führen, sondern dazu neigen, uns in Katastrophenfantasien und -analysen festzuhalten.

Das heißt nichts mehr, als dass wir abspringen müssen vom Negativen. Fernseher auslassen, wenn über die Pandemie diskutiert wird. Bei Sondersendungen und Appellen sofort abschalten. Die Fakten ändern sich selten. Und wenn, dann erfahrt ihr es aus der Tagespresse. Das reicht völlig aus.

Und damit ich gar nicht erst falsch verstanden werde: Natürlich sollt ihr Vorsicht walten lassen, Abstand wahren, nicht die Nasen in feuchter Luft zusammenstecken. Denn die Pandemie ist real.

Aber all dies heißt nicht, dass jeder gegebene Moment „schrecklich“ ist.

Was ihr euer EIGEN nennt ...

Kümmert euch einfach um das, was euch „eigen“ ist. Findet heraus, was für euch gut ist. Nutzt alles, was „noch geht“. Vermeidet Begegnungen, die euch nicht nutzen, und sucht solche auf, die euch weiterbringen. Ich will es mal ganz simple sagen: Wer einen Partner (eine Partnerin) sucht, findet sie nicht auf Orgien. Es hat also keinen Sinn, unter dem Radar wegzutauchen und sich unter die Massen zu mischen, die nächtelang feiern. Du bist DU, nicht "all die anderen".

Und – dies zuletzt: Ihr könnt euer Leben jederzeit in nahezu jeder beliebigen Art ändern, solange ihr euch jung genug fühlt. Vielleicht wäre jetzt der Zeitpunkt erreicht, es auch zu tun.

Mehr vom Positiven und Nützlichen auf TED (in eigensicher Sprache)

Wenn erotische Blogger(innen) plötzlich aufgeben ...

Eine Frau? Ein Mann? Ein Jemand?
Heute hörte ich wieder etwas darüber, das jemand ein Blog aufgibt. Ich habe nicht recht verstanden, warum das so ist - Blogs sind eigentlich unabhängig von Ereignissen. Es sei denn, dass man sich darin selbst darstellt.

Und wieder kommt mir in den Sinn, wie viele Menschen Blogs schreiben, die ihr eigenes Leben repräsentieren. Kommt es in Turbulenzen, und kann der Kurs bei besten Willen nicht wiedergefunden werden, dann mag es wohl zu den Notlandungen kommen, von denen ich nun zum dritten Mal höre. Zwei Trans-Personen, eine SM-Frau - alle in einem Monat.

Gender, Geschlecht und Blogs

Oh ja, Trans-Frauen, Sissys und andere „Abweichler“ haben es nicht leicht. Oftmals kann ich zwischen und in der Zeilen lesen, dass es ihnen nicht gut geht. Manche Bloggerin und mancher Blogger sieht mit den Jahren, dass sie oder er in der Falle steckt. Nämlich dann, wenn das Leben in den „inneren Zirkeln“ plötzlich aufhört oder von außen Einflüsse auftreten, die nur eines sagen: „Mach bitte nicht weiter, du ruinierst dich damit.“

Der hohe Preis des "alternativen" sexuelles Lebensstils

Jeder, der einen sogenannten „alternativen“ Lebensstil pflegt, sei er intellektuell, sozial, emotional oder sexuell, weiß: das hat seinen Preis, und er zahlt ihn. Aber anders als intellektuelles, soziales oder emotionales „Anderssein“ hat sexuelles Anderssein ein besonderes Etikett. Es befremdet die Massen offenbar "innerlich".

Das Befremdliche am Anderen

Früher waren sogenannte „heterosexuelle“ Männer befremdet, wenn sie beruflich Kontakt mit „schulen“ Männer hatten. Das ist nicht mehr so, weil inzwischen zählt, was jemand ist - und nicht, mit wem er ins Bett steigt. Doch es ist nach wie vor ein Unterschied, ob man mit einer „Bio-Frau“ spricht, von einer Transfrau (egal ob „pre-op“ oder „post-op“) oder von einer Sissy. Für den überzeugten Hetero-Mann kommt ein ebenfalls überzeugter „schwuler“ Mann selten als Geschlechtspartner infrage. Doch Trans-Frauen, Transvestiten und eben auch „Sissys“ verwirren männliche Sinne.

Ich habe gerade folgende Meinung dazu gelesen:

Wie jede Sissy weiß, kann ein alternativer Lebensstils seinen Preis haben, und oft ist er sehr hoch, wenn wir unser privates und persönliches Leben betrachten - und wie wir mit anderen außerhalb „unserer“ Welt damit umgehen können.
Die Trennung von „in der Welt, in der wir leben“ und „in der Welt da draußen, wo die anderen zuhause sind“ zeigt deutlich, wie ungewöhnlich, schwer und eben auch absonderlich ein Leben ist, das nur hinter einem blickdichten Vorhang gelebt werden kann. Und da ergibt sich schon die Frage, ob es sinnvoll ist, ein erotisches Blog über die eigene Person zu führen.

Die eigene Sexualität der Öffentlichkeit preisgeben?

Natürlich gibt es sehr viel andere Blogs, bei denen es um einen „alternativen Lebensstil“ geht - solche von Subs, Doms, Swingern und anderen „ganz gewöhnlichen ungewöhnlichen Lüsten“. Sie alle ducken sich, so gut sie können, wenn der Hass auf sie niederprasselt. Oftmals wehren sie sich und schreiben davon, wie sie mit diesem Hass umgehen.

Vielleicht gehören sie zu den letzten Kämpferinnen und Kämpfern für die Freiheit, zu werden, was man will. Das wäre ein Argument, das mich überzeugen könnte.