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  Eigenwerbung

Schmerzliches Lechzen nach Liebe und Lust?

Begierde, Hoffnung, Verweigerung
Liebe im weitesten Sinne kann man voraussetzen oder man kann sie sich durch Wohlverhalten erwerben.

Wer sie voraussetzt, wird manchmal enttäuscht, und er sollte damit leben können. Wer sie sich hingegen durch Wohlverhalten erwirbt, muss sich zumeist erniedrigen.

Wenn es zum Spiel gehört, und beide wissen, dass es ein Spiel ist – warum nicht?

Was hilft gegen emotionale Blutsauger?

Wenn es aber zu einer Herausforderung wird, die unsere Substanz angreift, sollten wir nachdenken.

Und möglicherweise sollten wir uns von Menschen fernhalten, die sich unsere emotionale, soziale, geistige und körperliche Energie einverleiben wie Vampire.

Überlegen wir also, ob wir jene brauchen, die einen Tauschhandel vorschlagen: „Wenn du ganz, ganz lieb, brav und nett bist, dann bekommst du von mir auch…“

Ist es wirklich sinnvoll? Ist es nötig? Ist es menschlich?

Oder sollten wir jene in die Wüste schicken, die ihre Vampirzähne in unsere Psyche versenken?

Der Grund, warum ich frage, ist einfach: Bevor wir nächste Woche mit dem Thema „Lust und Frust der emotionalen, sinnlichen und sexuellen Bedürftigkeit“ beginnen, sollte jeder wissen, wo er steht. Einfach mal darüber nachdenken.

Bild: Reproduktion eines historischen Fotos, Datum unbekannt.

Lob des Animalischen in uns

Stripperin, sich animalisch gebend ...
Die Welt ist voller Klugscheißer, Selbstdarsteller, Kunstfiguren und „optimierter“ Persönlichkeiten. Doch was sind wir, wenn wir die diese künstlichen Hüllen ausgezogen haben? Wir sind animalisch. Und warum eigentlich nicht? Ich zitiere (1):

Wir sollten unsere animalische Sexualität nicht vergessen. Sie sprudelt fast immer und sehr bestständig unter der Fassade, die wir der Öffentlichkeit zeigen. Warum versagen wir dabei, sie uns einzugestehen? Warum schämen wir uns dafür? Warum fürchten wir sie? Warum erkennen wir sie nicht an, warum loben wir sie nicht?

Wollust als Schimpfwort?

In diesem Blog haben wir keine Einwände, das Wort Wollust zu benutzen. Es heißt nicht mehr als „wohlige Lust“. Die katholische Kirche hat aus der „Lust zum Wohle“ eine Begierde auf die Sünde gemacht und die Wollust als „Todsünde“ eingestuft. In vielen Menschen, auch Nicht-Katholiken, überwiegt seither der negative Charakter der Wollust.

Meyers Konversationslexikon von 1885 (2) ignorierte die katholische Definition und sagte über den Begriff:

Wollustgefühl, diejenige mit Worten nicht zu beschreibende Art des Gemeingefühls, welche durch Erregung der sensibeln Nerven des Geschlechtsapparats hervorgerufen wird. Das W. stellt sich ein zur Zeit der Geschlechtsreife und verschwindet im hohen Alter wieder vollständig; der Zeit und Intensität nach steht es in genauestem Zusammenhang mit der Energie der in den Geschlechtsdrüsen stattfindenden Absonderung.

Ein Leben in der Rüstung?

Obgleich wir dieser Definition heute nicht mehr zustimmen würden, weil die Forschung andere Erkenntnisse erbracht hat, fällt doch die Neutralität des Lexikons auf. Warum sollten wir leugnen, sinnliche Lebewesen zu sein? Kämen wir nicht besser mit der modernen Zeit zurecht, wenn wir unsere Rüstung nur dann anlegen würden, wenn Gefahr droht? Wie wäre es, offen, freundlich und gesprächsbereit zu sein, während wird den Alltag genießen? Und könnten wir nicht wenigstens daran arbeiten, unsere Moralkostüme an der Garderobe abzulegen und zu sagen, was wir wollen? Ja, wir alle. Frauen und Männer.

Der Autor des ersten Zitats schrieb auch, er habe die Frauen in Edinburgh sehr gemocht, weil sie „schöne, lächelnde Personen“ seien. Und er sagt weiter:(1) „Edinburgher Frauen waren fähiger, ihre sexuellen Bedürfnisse geltend zu machen. Deshalb waren meine Verbindungen (zu ihnen) besser, einfacher und ehrlicher.

Oh, hatte ich schon erwähnt, dass der zitierte Texte fast 50 Jahre alt ist? Nein? Manchmal habe ich den Eindruck, er könnte in diesem Jahr geschrieben worden sein, als Appell, unser „wertvolles Ego“ neu zu überdenken. Und dann, so meine jedenfalls ich, würden wir auch besser verstehen, warum die viel beschriebenen Ansprüche im Grunde Bullshit sind.

(1) Jim Haynes, Underground-Autor und Gründer des "Traverse Theaters", Textgrundlage zuerst erschienen ca. 1974.
(2) Meyers Lexikon: Zitat.

Änderung eines Links - Sexualität

Nein, nicht alles an Frau und Mann ist gleich ...
Änderung eines Links - besonders für junge Menschen, die Hilfe suchen.

Ich habe dieser Tage erfahren, dass „Med1“ aus internen, nicht näher bezeichneten Gründen aufgibt. Bisherige Beiträge bleiben aber dort erhalten, wie die Betreiber mitteilten. „Med1“ gehört zu den wenigen Foren, auf die wir verlinkt haben. Das moderierte Forum enthielt auch Beiträge zu Sexualität und Partnerschaft.

Da wir finden, dass dieses Forum immer recht gute Beiträge zur sexuellen Gesundheit enthielt, werden wir versuchsweise nun auch auf den Nachfolger, med2, verweisen.

Hinweis: Die Liebeszeitung behält sich vor, Links zu fremden Webseiten jederzeit zu löschen, falls sich die Inhalte erheblich verändern.

Zählen und Abzählen … Partner und Orgasmen

Wer ab 40 Lebensjahren eine Partnerin oder einen Partner wählt, sollte davon ausgehen, dass er/sie schon einer hübschen Anzahl von Menschen „intim begegnet“ ist. Eine „notorische“ Anzeigenfrau (damals gab noch kein Online-Dating) erzählte mir, dass sie pro Anzeige zwischen 9 und zwölf Dates hätte, und dass davon zwei Drittel auch dann im Bett enden würden, wenn eine Beziehung ausgeschlossen sei. Die Aussage „wenn er nett ist, schlafe ich auch mit ihm“ hörte ich oft, und einmal sagte mir eine „Frau vom Lande“, es sei doch nur natürlich, dass man mit einem Mann ins Bett gehen würde – so viel Gelegenheiten dafür gäbe es schließlich nicht.

Wer will eigentlich die Zahlen wissen?

Fragt sich, warum um die Tatsache der zweckfreien Lust überhaupt so ein Brimborium gemacht wird. Besser wäre, nicht zu fragen, nichts zu offenbaren und das Thema, falls es dennoch aufkommen sollte, höflich abzulehnen.

Selbstverständlich hat es Sinn, danach zu fragen, ob der Partner schon einmal (oder mehrfach) verheiratet war. „Heiraten“ hat einen höheren Stellenwert als „mal jemanden gevögelt zu haben.“ Aber ein „Ereigniszähler für Intimbegegnungen“ ist weder als Diagramm über dem Lotterbett noch als Spreadsheet-Datei sinnvoll.

Tipp für Suchende: Geht davon aus, dass euer Date erfahren ist

Falls ihr dazu als Suchende/Suchender einen Tipp wollt. Geht einfach davon aus, dass euer Partner /eure Partnerin etliche Durchgänge mit unterschiedlichen Menschen bei sich ergebenden Gelegenheiten hatte. Es ist allemal besser, als wenn sie/er gar keine Erfahrungen hat.

Orgasmen zählen? Pro Tag oder pro was denn?

Und die Orgasmen? Über sie gibt es eine Theorie: Die schönsten, häufigsten und die meisten aufeinanderfolgenden Orgasmen gibt es in der Kombination von Klitoris, Vibration und Fantasien. „Wenn ich gut drauf bin, kann ich am Tag zweistellig kommen“ Hübsche Anzahl, nicht? Wenn zwischen dem ersten, zweiten und einigen weiteren Durchgängen lange Pausen liegen und die Fantasien aufgefrischt werden, kann es wirklich zweistellig werden, bestätigte gerade eine Bloggerin, die sich allerdings als Toy-Testerin outete. Und – es seien eine „Menge schmutziger Gedanken“ dazu nötig gewesen. Welche es waren, erklärte sie nur für den ersten vollen Zehner. Den Rest wollte sie wegen des „Einblicks in ihre Verdorbenheit“ nicht mit ihren Lesern teilen.

Frohe Ostern allerseits. Und wer gerade weder schmutzige Gedanken noch Toys zu Verfügung hat – auch Ostereier zu essen kann sehr lustvoll sein.