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Sex-Wissen jenseits der Basics: der Dominakuss

Ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss? Mitnichten! Denn der Dominakuss ist eigentlich gar kein Kuss, weil die Lippen der dominanten Frau gar nicht auf die Lippen des devoten Mannes treffen. Vielmehr speit die Domina ihren Speichel in den geöffneten Mund ihres Partners oder Kunden.

Da das Bespeien von Menschen – sei es symbolisch oder tatsächlich – Verachtung ausdrückt, ist diese Form des „Kusses“ eine gewollte Ehrverletzung, die dazu dient, den devoten Partner gezielt zu demütigen. Dennoch gieren manche Männer danach, auf diese Weise gedemütigt, entehrt und verachtet zu werden.

Tag des unfreiwilligen Humors?

Irgendwie ist Satire immer – so, wie es über den Berg meist näher ist als zu Fuß. Und so, wie sich Frauen anpreisen sollten: Sexy kommst du schneller ins Bett als schüchtern. Oh, Baby, Baby … da sind doch mal Fakten, auf die wir lange gewartet haben, nicht wahr?

Und dann war da noch Campus. Zwar eine intelligent sein sollende Satire, aber ziemlich gegen den Prellbock gefahren. Grundlage ist mal: Wer beim zweiten Bier nix mehr zu sagen hat, der bestellt auch kein Drittes. Nein, so einfach war es denn doch nicht. Irgendwie ging’s um mutige Fragen, die man besser nicht stellt, oder vielleicht doch? Die absolute Gretchenfrage der Neuzeit war natürlich auch dabei, allerdings erst unter Nummer 21: „iPhone oder Android?“ Da kannst du mal sehen, was wichtig ist. Ich wäre da eher für einen Dialog mit Frage 25:

„Bevor ich mir noch ’n Bier bestelle und wir uns anöden - gehen wir zu dir oder zu mir?
„Zu mir geht nicht, ich habe meinen Navi nicht dabei und würde mich verlaufen.“
„Soll ich den Satz ignorieren oder sofort antworten?“
„Oh, da fällt mir ein Relativsatz ein: Du bist der Mann, der wo (1) mich gleich vögeln will, nicht?“
Mehr oder weniger wartest du doch schon den ganzen Abend darauf, oder?“



Und wenn sie nicht ins Bettchen fanden, dann saufen sie noch heute.

(1) Das solltest du so im Deutschaufsatz lieber nicht schreiben, lieber Kevin oder liebe Tanja.

Das schlechte Gewissen es sich selbst zu machen

Männer – das wissen Frauen selbstverständlich - (oder ahnen es zumindest) finden es saugeil oder je nach Temperament auch unglaublich sinnlich, wenn sie Hand an sich legen. Oder, wie man böswilligerweise sagt, wenn sie „wichsen“.

Weder die himmlischen Heerscharen noch Keuschheitsbelehrungen, je nicht einmal Keuschheitsinstrumente, Verachtung oder Körperstrafen haben sie abhalten können, es zu tun.

Sie meiden zumeist dabei, von anderen männlichen Personen beobachtet zu werden (Wichser, Weichei, schwule Gedanken), befürchten aber vor allem, von einer weiblichen Person dabei erwischt zu werden. Mit runtergezogener Hose, rotem Gesicht und einer weißlichen Flüssigkeit an den Händen. Oh, wie peinlich.

Ein Blogger sagt, der Moment, erwischt zu werden und dabei mit nichts als einem eiskalten Blick gestreift zu werden, sei das Schlimmste dabei:

Dieses Gefühl des schlechten Gewissens wird den heranwachsenden Mann nie mehr verlassen. Es wird ihn leiten in all seinen Entscheidungen. Vor allem jenen, die mit Frauen zu tun haben.


Das schleichende Schuldgefühl und warum Mann es trotzdem tut

Entweder die Männer versuchen, ihre Lust am eigenen Körper vor der späteren Ehefrau zu verbergen, zum Beispiel, indem sie es auf Reisen in Hotelzimmern zelebrieren. Oder aber sie wünschen sich, doch endlich dafür bestraft zu werden, und lassen sich bewusst in einem Rollenspiel erniedrigen, Entwürdigen oder Schlagen. Nun, das gälte als pervers – noch schlimmer jedenfalls als das schuldfreie Masturbieren.

Was, wenn die Ehefrau dahinterkommt?

Was passiert, wenn die Geliebte, Verlobte oder Ehefrau dahinter kommt, dass sich der Mann selber in die Lust hineinsteigert?

Zuerst gehen die Alarmglocken an:

Was will er damit erreichen?
Bin ich nicht mehr attraktiv für ihn?
liebt er mich nicht mehr?
An wen denkt er?
Warum fragt er mich nicht, um es ihm zu machen?


Dann folgen die Vorwürfe. Nun, vielleicht kennen Sie ein paar davon. Sei sind ähnlich, nur wesnetlich heftiger, als wenn sie einer vollbusigen Bedienung zu viel Trinkgeld gegeben hätten, nur wesentlich heftiger.

Eigentlich – macht er’s, weil er Lust dazu hat. Frauen ahnen ohnehin nicht, woran Männer denken, wenn sie diesen oder jenen Sex zelebrieren. Die meisten sind naiv und glauben: „Der denkt jetzt an mich, der liebt mich jetzt, der will mich ganz doll.“

Und in der Realität? Falls Sie eine Frau sind – das wollen Sie gar nicht wissen. Es würde Sie schockieren, vor allem, wenn sie einen Etepete-Komplex haben. Oder wenn Sie selber so rein sind, dass eine Heilige gegen Sie eine Schlampe wäre.

Was lernen wir daraus?

Gefühls-Betrüger Mann?

Falsch wäre: Männer sind Dreckschweine, Gefühls-Betrüger, emotionale Ehebrecher oder so etwas. Richtig ist: Sie mögen das an Ihnen, was Sie am besten können und wobei sie am sichersten zur Befriedigung kommen – und den Rest denken sie sich aus.

Die Vibratoren der Frau – nur für die Vitrine?

Übrigens sind wir uns bei der Liebeszeitung ganz sicher, dass alle ihre Dildos, Penis-, Auflage- und Häschenvibratoren und was dergleichen mehr ist, nicht für die Wohnzimmervitrine gekauft wurde. Und da wäre natürlich zunächst einmal interessant, was sich frau dabei denkt, bevor sie damit sanft, aber sicher zum Orgasmus kommt.

Und was, wenn sie der Ehemann dabei erwischen sollte? Wenn ich jemals wetten würde, würde ich darauf wetten, dass er die Tür schließt und vorgibt, nichts bemerkt zu haben, obgleich’s immer noch surrt.

Denn – würde man sie zur Rede stellen, so würde sie wahrscheinlich sagen, dass es ihr gutes Recht sei, und dass sie ein paar Dutzend Mal damit Orgasmen hatte, während sie mit Ihnen nur einen einzigen hatte. Oder so.

Sex – es machen oder es sich machen lassen?

Adam, selbstbewusst, links, Lilith, sinnlich, in der Mitte als Schlange - Eva unterwürfig rechts
Genau genommen ist die Geschichte, wenngleich nicht biblisch authentisch, so alt wie die Religion selbst: Machst du es ihm/ihr oder lässt du es von ihm/ihr machen? Oder, mal auf die Ursprünge zurückgeführt: Am Anfang war die Genesis, und das schuf Gott Mann und Weib nach seinem Ebenbild. Das harmonierte logisch aber nicht mit der anderen Story, weil später doch dieser Adam allein durch das Paradies latschte, und ihm erst noch eine Frau aus der Rippe geschnitten werden musste. Und weil das nun mal nicht zusammengeht, kam flugs die Legende auf: Also da war Lilith, Adams erste Frau – und die wollte oben liegen, also sexuell dominieren und sich ihre Lust holen, wann sie wollte. Das ging nun gar nicht für den armen Adam, und so musste die zweite Frau her, also die Eva.

Frauenklischees - doch sollten Frauen sie wirklich aufgreifen ?

Nun – seither wissen wir, was Sache ist: Frauen sind zwar widerwärtige Verführerinnen und Urheber der Erbsünde, aber andererseits ertragen sie, wenngleich widerstrebend, die Begattungsversuche ihrer plumpen Ehemänner. Sie fordern keine Befriedigung ein, und spielen ihrem Mann stattdessen die große Show vor, einen Orgasmus zu haben. Klischee bleibt Klischee. Frau stellt sich auf den Mann ein, mal so und mal so, aber der Mann muss machen. Schließlich ist er der „Macker“. Und der Macker macht, was er will.

Männerklischees - sollten Männer danach leben?

Für den Mann gelten noch mehr Klischees. Sie grunzen vor Wollust, wenn sie eine Frau sehen, ihr Penis schwillt sozusagen automatisch an, und sie stecken ihn überall herein, wo sich eine Öffnung im Körper auftut. Denn männlich sein, heißt, seinen „Samen“ überall hin zu verkleckern, koste es, was es wolle. Also bedrängt er, penetriert er, was nicht fest verschlossen bleibt, und entleert seine Prostata überall hin, wo es feucht ist.

Und wenn Lilith das bessere Vorbild wäre?

Was wäre eigentlich wenn … Lilith obsiegt hätte? Wenn Frauen beim Sex verlockend, sinnlich, fordernd, begierig und aktiv wären und die Männer eher passiv? Wen sie sich hinlegen würden, den Mast in die Höhe, und Frauen sich rittlings ihr Vergnügen holen würden? Was, wenn Frauen es Männern „schön machen“ würden, statt „unten zu liegen“ und zu warten warten, wie der Mann sich abrackert? Oder wenn Männer alles daran setzen würden, Frauen die volle Lust zu schenken, ohne dabei ihren Penis einzusetzen?

Wir teilen die Geschlechter in „Frau“ und „Mann“. Wir weisen ihnen sodann den Status „aktiv“ für männlich und „passiv“ für weiblich zu. Wir sagen, dass so, wie sie Sex am meisten genießen, auch ihre Veranlagung sei: homo- oder heterosexuell.

Aktiv und passiv - einfach nur, weil eins davon mehr Lust macht?

Wir brauchen, wie es scheint, Kontraste, um diese in Schuhkartons mit Etiketten zu verpacken. Damit man bloß nicht in den falschen Karton greift. Doch, was wäre, wenn es hochsensible Hetero-Männer gäbe, die einfach mal passiv genießen wollen? Oder raue, auf sich selbst fixierte Hetero-Frauen, einem Mann mal die Flötentöne beibringen wollten, ohne dabei zimperlich zu sein?

Heterosexuell und passiv? Oder was denn nun?

Oder sagen wir mal: Wann ist ein Mann „schwul“, wann eine Frau „lesbisch“? Ist der Mann schwul, weil es sanft und lustvoll behandelt werden will? Oder die selbstbewusste Frau lesbisch, weil sie Vergnügen daran hat, sich hübsche junge Frauen einzuladen, um sie nach Strich und Faden zu verführen?

Sind Sex-Klischees noch tragfähig?

Na klar – Klischees entstehen nicht von heute auf morgen. Mag sein, dass Frauen tatsächlich „überwiegend“ dem Klischee der passiven Frau entsprechen. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass sie nun über Müllwerker oder Programmierer herrschen. Aber es mag eben auch so sein, dass die Klischees nicht zutreffen. Und wäre es so, dann müssten wir eigentlich mal darüber nachdenken, warum wir eigentlich dieses Possenspiel weiter betreiben.

Was meinen Sie?

Hinweis: das © des Bildes konnte nicht ermittelt werden

Die Peitschenlady zum Sonntag

Peitschende Dienstmagd, nach einem Original von 1935 zur Veröffentlichung "entschärft"
Wir haben uns vorgenommen, Ihnen jeden Sonntag eine ungewöhnliche Peitschenlady zu zeigen . Und diesmal ist es eine Dienstmagd.

Vom Ende des 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts waren Dienstmägde in der Literatur oft enge vertraute ihrer rigiden Herrinnen und halfen bei der "Erziehung" von sklavischen Verehrer oder erotischen Zöglingen. Dies entstammt der Literatur um 1935 und wurde aus der Originalszene extrahiert. Ein weiteres Beispiel ist die "Elise" im Klassiker "Gynecocracy", das leider nicht illustriert vorliegt. Im 18. Kapitel wird recht ausführlich beschrieben, was der junge "Julian Robinson" erlebt, als er einige Tage die Strafen der Dienstmagd Elise ertragen muss.