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Scammer gibt es auch bei der Dominanz

Telefon-Dominatrix aus Frankreich
„Scams“, also das Abfischen von Geld im Dating Bereich, ist eine der widerlichsten und verwerflichsten Praktiken überhaupt. Kurz gesagt: Diese Leute gaukeln dir Liebe vor und behaupten, eine Beziehung mit dir eingehen zu wollen. Und wenn du verliebt und weich gekocht bist, um alles zu riskieren, wollen sie Geld. Die Warnung vor solchen Verbrechern gehen regelmäßig durch die Presse - und dennoch fallen Partnersuchende immer wieder darauf herein.

Angesetzt wird dabei häufig bei Menschen, die „verzweifelt suchen“. in der Regel haben sie durchaus verständliche emotionale Wünsche, aber ihnen ist nicht klar, wie schwer sie umsetzbar sind.

Wenn ein Mann sich unterwerfen will

Das betrifft auch Männer, die nach dominanten Frauen suchen. Sie fürchten sich davor, leicht verfügbare professionelle Dienste in Anspruch zu nehmen. Stattdessen hoffen sie, Frauen zu begegnen, die sie „aus Zuneigung“ unterwerfen, züchtigen oder anderweitig beherrschen.

Vor falschen Herrinnen wird gewarnt

Eine Bloggerin warnte kürzlich vor „falschen Dominas“, die in Wahrheit nur Geld abfischen wollen. Zu deren Repertoire gehört unter andrem, dich nach intimen persönlichen Details zu fragen, um ein Vertrauensverhältnis herzustellen. Der Haken daran: Was du preisgibst, sind echte Bedürfnisse. was SIE preisgibt, sind sorgfältig konstruierte Märchen.

Zahle für Nichts - das ist so üblich

Am Ende sollst du im Voraus für etwas bezahlen, was du nie bekommen wirst. Wenn du dich weigerst, lässt dich die falsche Domina fallen wie eine heiße Kartoffel - oder sie beginnt, dich einzuschüchtern. Typische Sätze dazu könnten sein:

„Du bist gemein, so wenig Vertrauen in mich zu haben.“.
„Du willst gar keine echte Beziehung zu mir.“
„Ich dachte, du wärst anders als die meisten Männer, die ich kenne.“
„Bei deinem Verhalten wirst du nie jemanden kennenlernen, der dich als Sklaven annimmt.“
„Du hast keine Ahnung, wie solche Beziehungen funktionieren!“
„Du hast mir die ganze Zeit etwas vorgemacht.“


Die Bloggerin schrieb weiter: „Wenn du, schon seit einer Weile mit ihr korrespondiert hast, weiß sie genau, wo deine Ängste liegen - und sie wird genau die nutzen.“

Wenn du diese Sätze liest, wirst du feststellen: Der Inhalt ist ein exakter Spiegel von dem Spiel, das die „falsche Domina“ selbst betreibt, denn sie ist keine Domina, sondern jemand, der dich manipulieren will. Es kann sogar ein junger Mann sein.

Falsche Dominas sind Fakes - und keine Dominas

Das Fazit: Wenn du glaubst, dass du mit einer falschen Domina korrespondierst, dann ist es auch sehr wahrscheinlich, dass sie ein „Fake“ ist. Und wenn sie schon Daten über dich gesammelt hat, dann ist ebenso wahrscheinlich, dass sie diese auch weitergibt. Du wirst also immer wieder ähnliche, „einschlägige“ E-Mail-Nachríchten bekommen.

Bild: Aus einer völlig albernen Werbeanzeige für Telefonsex.

Begriffsklärung - warum der Begriff "Prostitution" nicht eindeutig ist

Ein Symbol für "Sex auf Bestellung": das Call Girl
Alle Phänomene der Sexualmoral lassen sich unter drei Gesichtspunkten betrachten, und so ist es auch mit der Prostitution:

1. Die Erste ist die „juristische Würdigung“, das heißt, welche Gesetze (gleich, aus welchen Gründen) Prostitution erlauben oder verbieten.

2. Die Zweite ist die gesellschaftliche Sichtweise: Sie versucht zu beurteilen, welche Auswirkungen Prostitution auf die Gesellschaftsordnung einerseits und auf die Prostituierten, Freier, Bordellbesitzer und andere Beteiligte hat.

3. Die Dritte ist die ethische Betrachtungsweise: Ist es ethisch vertretbar, Sex oder vergleichbare Dienstleistungen gegen Geld zu verkaufen oder zu kaufen?

Die drei erwähnten Sichtweisen können erheblich voneinander abweichen, wie in der gegenwärtigen Diskussion immer wieder deutlich wird. Selbstverständlich gibt es noch andere Sicht- und Betrachtungsweisen. Doch diese drei sind diejenigen, die am meisten diskutiert werden.

Wenig beachtet oder gar nicht als "Prostitution" deklariert

Weniger beachtet wird der Handel mit sexuellen Dienstleistungen in mehr oder weniger festen Beziehungen, die Abgeltung solcher Leistungen in pauschaler Form oder gar die Proforma-Entlohnung in einem „regulären“ Arbeitsverhältnis. Hier beginnt die berühmte „Grauzone“.

Verallgemeinerung - Sex gegen Geld

Ganz generell spricht die Gesellschaftsordnung nahezu einheitlich dann von „Prostitution“, wenn sich eine Person beständig („notorisch“) oder beruflich gegen Bezahlung anbietet, an wechselnden Partnern sexuelle Dienstleistungen zu vollziehen.

Bild: Erzeugt aus dem Titel eines 1940er Kriminal-Magazins

Dating unter deinem Niveau – jetzt Fallobst für dich?

Fallobst muss kein Faulobst sein
Resterampe, Fallobst oder – wie jemand mit Slang-Kenntnissen mir gerade verriet – die „Cuffing Season“ sind alles Begriffe für eine besondere Art „Torschlusspanik“, die Singles gegen Jahresende trifft.

In diesem Jahr soll die „Saison“ ja ausfallen, wie ich ebenfalls las. Wird das so sein? Und ist es wirklich so schlecht, sich dort umzusehen, wo das reife Obst in den begierigen Schoß jener fällt, die sich auch mit der „Nachernte“ zufriedengeben?

Also: „Cuffing“ hatten wir schon mal, im Oktober 2019. Lies den Artikel nochmal. Es lohnt sich.

Jetzt für "Fallobst" entscheiden?

Die Frage ist nun: Solltest du dich jetzt entscheiden?

Reden wir mal Tacheles:

Wenn deine „Ansprüche“ an deine Mitmenschen so hoch sind, dass du niemals einen Partner finden wirst, dann betreibst du ein Spiel. Das endet dann oft so wie beim Fuchs: Die Trauben hängen zu hoch, deshalb sind sie sauer.

Falls du aber eher „flexible Vorstellungen“ von demjenigen hast, der bei dir an Tisch und Bett teilhaben darf, dann schnapp dir jetzt jemanden. Denn der Bereich der Menschen, die „an sich“ durchaus geeignet wären, aber nicht jedermanns oder jederfraus Geschmack sind, werden auch bald eingesammelt. Und oftmals werden sie dann nicht wieder losgelassen, was bedeutet: Sie sind dann ausverkauft. Jedenfalls hast DU sie nicht bekommen.

Keine Verzweiflung, sondern sinnvoll: Jetzt den Partner einsammeln

Sich zum Ende der „Saison“ (also der warmen Jahreszeit) zu bedienen, hat nichts mit Verzweiflung zu tun, sondern damit, dem Sinn von Partnerschaften näherzukommen: sich zu ergänzen und gemeinsam mehr zu erleben als allein.

Betrunkene aufzusammeln war nie eine gute Lösung

Corona? Was hat die Pandemie damit zu tun? Vielleicht etwas für diejenigen, die glauben, in Menschenpulks betrunkener Zeitgenossen jemanden zu finden, nach Hause zu schleppen und zu vögeln. Aber das ist kein Cuffing, ja nicht einmal Partnersuche. Es ist – und war immer – Leichtsinn.

Warum nicht "einsammeln und einkuscheln"?

Warum solltest du und ein „jemand“ sich nicht einkuscheln? Sorg einfach dafür, dass die Bindungen im Spätsommer, Herbst und Winter stärker werden. Das solltest du eigentlich schaffen.