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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Erwartet ihr „Dating-Trends“ für 2026?

Glaubt ihr an Dating-Trends?

Falls „ja“, dann frage ich euch ernsthaft, ob ihr auch noch an den Weihnachtsmann glaubt. Das war doch der, für den man Wunschzettel auf die Fensterbank legte, oder? Und dann, zum Weihnachtsfest, kamen sie alle an – aus Grönland oder so, mit einem Schlitten, der von rotnasigen Rentieren gezogen wurde.

Ach so, ihr glaubt nicht mehr an den Weihnachtsmann?

Wie sogenannte "Trends" erfunden werden

Also, ich erklär euch das jetzt mal genau:

Ganz viele junge Frauen (auch Männer) wollen im neuen Jahr einen Partner. Daran ändert sich nie etwas. Doch damit es jedes Jahr wieder spannend wird, erfinden die Onkel und Tanten bei den Dating-Apps jedes Jahr neue „Trends“. Die werden dann an die Zeitungen geschickt. Und dort werden sie dann abgeschrieben, umgeschrieben und abgemischt. Außerdem geht alles natürlich an die „Sozialen Netzwerke“ und „Influencer“, damit die tagelang darüber brabbeln können.

So, und am Ende dieser Kette werden naive Leserinnen und Leser gesucht, die das alles glauben.

Gehörst du dazu?

Hoffentlich nicht.

Was sind Trends eigentlich?

Zunächst mal sind Trends im Grunde einfach nur „Zeiterscheinungen“, weil sie meistens nur für eine Saison gelten. Das wissen die „Trendsetter“ natürlich genau. Ach ja, falls du eine Partnerin /einen Partner suchst ... würdest du dich ernsthaft auf einen „Suchtrend“ einlassen, der nur für ein paar Monate gilt? Zudem „können“ Trends zwar wissenschaftlich nachgewiesen werden – aber meistens erst, wenn sie schon wieder fast vorbei sind.

Trends zu folgen ist meistens Blödsinn

Falls du dies überhaupt liest: Meistens ist es falsch, einem Trend zu folgen – egal, welchem. Das liegt einfach daran, dass etwas sehr schwer zu bekommen ist, wenn ihm die meisten Menschen hinterherhecheln. Das kann dir jeder Wirtschaftswissenschaftler sagen. Falls du ein „Trendfolger“ bist, zahlst du entweder einen hohen Preis oder du bekommst gar nichts, weil du im Flaschenhals steckst.

Übrigens ist es langweilig, immer das zu tun, was alle tun. Hattest du nicht andere Pläne? Wolltest du immer nur das tun, was die Massen tun? Ich kann es mir kaum vorstellen.

Also: Wenn du unter 30 bist und bis heute an Dating-Trends geglaubt hast, dann rate ich dir, erwachsen zu werden und deine eigenen Ziele zu verfolgen.

Und wenn du über 30 sein solltest und immer noch an Dating-Trends glaubst? Dann glaub ruhig weiter an Weihnachtsmann, Osterhase und die Werbefritzen, die dir Dating-Trends einreden wollen.

Gramse bleibt Gramse - und sagt weiterhin Wahrheiten, die niemand hören will - oder doch?

Schlafen sich Frauen weiterhin hoch, um Karriere zu machen?

Die Ausstrahlung zählt mindestens soviel wie ein Master-Studium
Die „Geschlechterfrage“ ist ein beliebtes Thema in Wirtschaftsunternehmen. Gerne wird behauptet, dass Frauen „mit einem Anteil von unter 30 Prozent ... in der Führungsebene weiter unterrepräsentiert“ sind. Das ist nachprüfbar – vergessen wird aber, dass dafür nicht ausschließlich die Männer verantwortlich sind. Denn wer die Karriereleiter nach „ganz oben“ schaffen will, erhält nicht nur Privilegien, sondern wird auch eine Art „Gefangener der Karriere“ – und in diesem Fall eben eine Gefangene.

Ich lese gerade einen Artikel über Büroromanzen, aus dem auch das Zitat stammt. Einer der Kernsätze des Artikels ist:

Grob zusammengefasst könnte man nämlich sagen: Männer schlafen sich runter und Frauen hoch.

Büroaffären und Sex

Hat das etwas mit „Büroaffären“ zu tun? Zunächst ja – in Büros, insbesondere in Teams, entsteht Nähe, und Nähe kann zu Beziehungen führen – und zu Affären. Doch Sex offensiv einzusetzen, um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen, verlangt eine genaue, eiskalte Kalkulation von allen, die es probieren. Und es ist ein Risiko – von Frau zu Mann, von Mann zu Frau, von Frau zu Frau und von Mann zu Mann.

Der heruntergeschlafene Mann

Wenn Männer sich „runtergeschlafen“ haben, dann vor allem, weil sie der Meinung waren, dass sie sich „nehmen konnten, wen sie wollten“. Sie setzten also ganz bewusst illegale Mittel ein oder sie nahmen solche Mittel billigend in Kauf. Und es ist völlig klar, dass die meisten dieser schmutzigen Affären oder die Versuche dazu unter den Teppich gekehrt wurden.

Schlafen sich Frauen weiterhin hoch?

Ich stelle mal die Gegenfrage: War es jemals ein Vorteil, sich in bestimmte Positionen „hineinzuschlafen“?

Das ist sicherlich eine Meinungsfrage, für die es keine ausreichenden Belege gibt – aber ich wage, sie mit „absolut selten“ zu beantworten. Dazu musste der Chef oder die Chefin zunächst mal die Macht über die Höhe des Gehalts und die Besetzung bestimmter Positionen haben. Ganz zu schweigen von der Kombination aus Entschlossenheit und Selbstüberwindung der Person, die versucht, Sex als Tauschmittel einzusetzen.

Bewerber mit postiver Ausstahlung werden bevorzugt - Frauen wie Männer

Sicher ist, dass zwischen zwei gleichwertigen Bewerbern/Bewerberinnen oft nach der Ausstrahlung entschieden wird. Sobald ein sympathischer, offener und ansprechbarer Mensch für eine Position gesucht wird, greifen Firmen auf die äußere Erscheinung zurück. Wer das bezweifelt, sollte sich an die eigene Nase fassen und überlegen, wie er (oder sie) selbst entscheiden würde, wenn er (oder sie) dazu die Macht hätte.

Figur und Bild © 2026 by liebesverlag.de

Konservative Moral im Internet durch KI?

Zu viel gefragt ist so gut wie zu viel gesündigt ...
Wenn du eine Frau zwischen 18 und 28 bist und dich fragst, welche sexuellen Erfahrungen du mitbringen solltest, wenn du eine feste Beziehung oder Ehe suchst, dann lies diesen Artikel. Falls du dir die Augen reibst: Lies den letzten Satz zuerst.

Die KI ist im Prinzip nicht darauf eingerichtet, Fragen nach dem Sinn des Lebens zu beantworten. Doch das interessiert weder die KI-Betreiber noch die Fragenden – und schon gar nicht die Suchmaschinen, die uns die KI sowohl verdeckt wie auch offen um die Ohren hauen.

Nimm mal an, du bist so etwas wie eine Jungfrau und eine von diesen „ein bisschen über Zwanzigjährigent“. Du hast zwar schon mal mit einem Mann „herumgemacht“, aber du bis weiterhin eine Jungfrau von Alpha (wie anal) bis zu Omega (wie oral). Klar weiß du, wie ganz gewöhnlicher Sex geht – und du hast dich auch nicht gescheut, mal auszuprobieren, wie es sich anfühlen würde.

Doch mal Hand aufs Herz: Würdest du deine Freundin fragen, was du alles „können“ solltest, bevor du dein erstes wirklich intimes Date hast?

Ja? Glückwunsch. Hättest du längst tun sollen. Und wenn die Antwort „Nein“ ist?

Dann fragst du die KI, und die sagte dir ungefähr so etwas:

„Erfahrung ist nicht die entscheidende Voraussetzung, um eine dauerhafte Beziehung einzugehen. Vielmehr sind es deine Wünsche und Grenzen, die eine Rolle spielen, bevor du deinen ersten „richtigen“ Geschlechtsverkehr hast. Überhaupt ist das weibliche Wesen ja darauf eingerichtet, dass es zuerst emotionale Nähe sucht, um dann erst mit intimen Handlungen zu beginnen. Solche Erfahrungen gewinnst du ohnehin, wenn du eine Ehe eingehst, und sie werden dann auch langfristig von Bedeutung sein.“

Du fragst dich vielleicht jetzt, aus welchem Jahrhundert dieser Rat stammt. Da verrate ich dir gerne: Angefragt wurde er am 1. Januar 2026.

Hast du Lust, selbstb etwas zu schreiben? Willst du Stellung beziehen oder etwas mitteilen? Was hindert dich, es JETZT zu tun?

2026 - ich wünsche ein fröhliches durchjonglieren

Fröhlches Jonglieren 2026


"Durchjonglieren" – unser Motto für 2026

Ich habe einen unüblichen Vorsatz für 2026 gefasst: Ich werde mich da „so durchjonglieren“. Das ist zuglcih eien Empfehlung für euch - jedenfalls, was Lust, Liebe, Leidenschaft und andere heftige Emotionen betrifft.

Was das bedeutet? Eigentlich sagt es aus: Die Dinge so zu nehmen, wie sie sind und das Beste für sich selbst daraus machen.

Von der KI habe ich zudem gelernt:

Durch jonglieren soll nicht nur die Konzentration, sondern auch die Wahrnehmung geschult werden. Die braucht man, um „metaphorisch (1) das Manövrieren durch schwierige Situationen“ zu erlernen.

Ihr wundert euch? Dann versucht mal, mit einer einzigen Gedanken-Kugel zu jongliere und sie dabei nicht aus der Hand zu geben. Was passiert? Niemand wird euch zusehen. Wenn du es mit zwei oder mehr Kugeln versuchst, guckt dir vielleicht jemand zu.

Ach ja – die KI wusste noch, dass rhythmische Bewegung außerordentlich hilfreich sind. Da kann man die KI nur beglückwünschen, nicht wahr ...?

Sinnlich, nachdenklich, frivol und lustvoll

Alls verstanden? Prima. Sinnliches, Nachdenkliches, Frivoles und süßer, sinnlicher Schmerz wird weiterhin die Liebeszeitung beherrschen. In dieser Reihenfolge, wie ich hoffe.

Frauen - Männer - Lebewesen

Im Jahr 2026 wird sich auch die Liebeszeitung wieder darauf besinnen, dass Frauen in erster Linie Frauen sind, Männer in erster Linie Männer. Und beide sollten das tun, was sie für sich und andere verantworten können.

Und noch mal zum Erinnern: Ob ihr Christen oder Andersgläubige, Sozialisten oder Konservative, Hauptschüler oder Doktoranden seid, ihr seid auch das Ergebnis der lebendigen Natur. Und die hat es nun mal so eingerichtet, dass ihr manchmal den Verstand verliert und euch ganz jemandem hingebt.

Mein Wunsch? Jongliert euch einfach mal durch. Es macht nichts, wenn beim Üben mal eine Kugel herunterfällt. So, wie es in der Circe heißt (2) :

Ja, is' wahr, man zaubert besser oft allein
Fällt was aus'm Ärmel, steckt man's wieder rein.


Wie geht das mit dem „durchjonglieren“ eigentlich? Ganz einfach – du guckst jeden Tag, was du willst und was du kannst und überlegst aufs Neue, wie du am besten zum Ziel kommst.

Und nun ... komm mit ins neue Jahr 2026!

(1) "mataphorisch" - Pseudo-Gelehrtendeutsch für "eine bildliche Kurzform verwenden."
(2) Zitat: Hanne Wieder (Interpretin) Friedrich Holländer (Text und Musik).
(3) Bild - Jungleurin © 2025 by liebesverlag.de

Von Lustlosigkeit bis zur dranghaften Sexualität

Schema der männlichen Erregung nach Dr. Kahn - historisch
Von Lustlosigkeit bis zur dranghaften Sexualität - warum Sexualtherapie immer wichtiger wird und Frauen sich zurückhalten, wenn es um ihre inirmen Wünsche geht.

Offenbar sind es überwiegend Männer in Großstädten, die sich zu einer Sexualtherapie entschließen. Der Direktor des Instituts für Sexualpädagogik und Sexualtherapie im schweizerischen Zürich weiß es (1):

Körper, die im Stressmodus bleiben, reagieren weniger auf Berührung oder brauchen länger, um in die Erregung zu kommen. Lust und Genuss werden blockiert.

Die Probleme der Männer - keine Erektion oder dauernd erregt?

Männer haben bekanntlich zwei Probleme: Entweder, sie verlieren plötzlich die virtuelle Telefonleitung zwischen Gehirn und Penis, die den Sex automatisch einleitet. Oder sie haben buchstäblich ständig den dringlichen Gedanken, ihren Penis „irgendwie“ zu benutzen. Falls dieses Verhalten auffällig wird, haben sie schlechte Karten. Wer einmal als „geiler Bock“ verschrien ist, verliert sein Ansehen – gleich, ob er unverschämte Anträge macht oder ob es nur die Beule in der Hose ist, die ihn verrät.

Zwischen Erregung und der Angst, darüber zu reden - Frauen

Frauen so scheint es, sind deutlich zurückhaltender, wenn sie „mal so richtig notgeil“ (2) sind. Welche Frau will schon von sich sagen, „übersext und untervögelt“ (3) zu sein? Kommt da nicht gleich der Gedanke auf, sie könnte „mannstoll“ (4) sein? Oder „nymphoman“ (5), wie es „auf Vornehm“ hieß (und bei Küchenpsychologinnen immer noch heißt). Da wird (oh Schreck) von einem krankhaft übersteigerten, unkontrollierbaren Sexualtrieb gesprochen. Hinter den vornehmen akademischen Worten steht dann oft nichts als die Vermutung: „Die Schlampe vögelt mit jedem“.

Das Vokabular klingt schrecklich – ist es auch. Könnte es daran liegen, dass es keine verbindlichen Regeln für „zu oft“ oder „zu viel“ gibt? Oder dass eine Freundin auf die andere neidisch ist, weil sie sich einfach holt, was sie braucht?

Wenn die Sprache verhindert, die eigenen Wünsche zu äußern

Möglicherweise, so sagen jedenfalls Psychologen, haben viele Menschen Schwierigkeiten, ihr „inneres Selbst“ nach außen zu bringen. Zwar könnten sie ihre Organe und Funktionen, Lüste und Begierden genau benennen, aber sie trauen sich nicht. Selbst Menschen, die im Alltag hervorragend kommunizieren können, schweigen lieber, sobald Körperflüssigkeiten fließen – oder eben ausbleiben.

Die Frage, ob es „normal“ ist, nicht darüber zu reden, hemmt die Diskussion noch mehr. Welche Frau wird schon mit ihrem neuen Lover (oder sogar mit ihrem „Date“) darüber reden, wie er Hände und Zunge einsetzen soll? Nun, nachdenklich geworden? Das ist gut so.

Nein, ich werde nicht intimer. Aber wollen die Männer wirklich nur „das eine“, das ihnen möglichst schnell und unkompliziert den lustvollen Effekt des Spermaflusses verschafft?

(1) Zitat aus dem Tagesanzeiger.
(2) Das Wort "Notgeil" kommt inzwischen in Romanen und Kurzgeschichten vor.
(3) "Übersext und untervögelt" - fand ich in einem modernen Sachbuch -"Der Tanz um die Lust", München 2007.
(4) Meine Großmutter kannte das Wort noch ... "die Tante Grete ist ja wohl mannstoll geworden".
(5) Die Psychologie verwendet dieses Wort kaum noch - es wurde weitgehend ersetzt durch "Hypersexualität". Im Volksmund ist "Sexsucht" populärer, aber benfalls ungenau.

Illustration: Anonym aus Fritz Kahns "Das Leben des Menschen II, 1924", zur besseren Übersicht etwas bearbeitet.

Texte von der angegebenen Autorin, Erläuterugen vom Redaktionsteam Sehpferd.