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Corona und heiße Luft bei Datingportalen

Vor Corona, während Corona und nach Corona: Heiße Luft und leere Versprechungen gehören zum Geschäftsmodell einiger „Datingportale“, die eigentlich gar keine sind.

Da zitiere ich gerne mal das SRF:

Seit Beginn der Coronakrise haben sich wieder vermehrt Betroffene bei der Redaktion des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» gemeldet, bei denen trotz kostenpflichtigem Abo tote Hose ist.

Der Trick ist immer gleich: Man wirbt mit Kontakten, schließt dann aber per AGB „physische Kontakte“ aus, was letztlich heißt: Die einzig möglichen Kontakte sind solche mit Animateuren und Chatbots. Ich hatte vor Jahren einmal Gelegenheit, mit einer Animateurin zu sprechen - diese Personen haben keinerlei Schamgefühl - es ist eben ihr Geschäft, Männer anzumachen und „bei der Stange zu halten“. Übrigens hat man noch „Glück“, wenn die eigenen Lüste tatsächlich bei einer leibhaftigen Frau landen - und nicht bei einem Mann. Chatbots, die ebenfalls oft eingesetzt werden, können vollständig auf „weiblich“ programmiert werden. Der lechzende Jüngling, der möglicherweise davor sitzt, fühlt sich von Animateurinnen, Animateuren und Chatbots allerdings betrogen.

Die bittere Wahrheit: Das Thema beinhaltet ein kompliziertes juristisches Problem - auch in der Schweiz. Und so bleibt auch dem SRF nur zu sagen:

Letztendlich müsste die Frage allerdings von einem Gericht geklärt werden.
Darauf kann man nur gespannt sein.

Die Monogamisierung

Die Ehe in Corona-Zeiten
Wenn es ein Wort im Duden nicht gibt, so stört dies weder Soziologen noch Psychologen. Schon gar nicht die Leute vom Fachbereich Sozialpsychologie der Sigmund-Freud- Universität. In bestem Soziologendeutsch lesen wir, dass die Corona-Pandemie zu einer „Monogamisierung“ der Paarbeziehungen geführt hätte, denn

Intime Beziehungen konzentrierten sich demnach auf einzelne, zentrale Hauptbeziehungen, während sich der Kontakt zu unverbindlichen Sexpartnern und zu Personen in offenen Beziehungen reduzierte.

Heißt konkret: der Vati hat seine Geliebte nicht mehr besucht, ging nicht in Bars, um dort eine Frau aufzureißen, nahm nicht an Dreier teil, und ging nicht in den Puff. Mutti wurde ja sowieso gerade zur eierlegenden Wollmilchsau degradiert, die konnte ja nicht mal mehr eine Kosmetiktermin wahrnehmen. Da war es also auch nichts mit dem Seitensprung.

Die Gründe waren, wie die oberschlauen Frauen und Männer des Instituts feststellten,

Ansteckungsängste und Unsicherheiten darüber, was erlaubt ist.

Da die meisten Kontakte sowieso nicht erlaubt waren, und die Bars und Bordelle geschlossen hatten, blieb ohnehin wenig Auswahl für Seitensprünge. Und die Geliebte, sonst mit einem Männerabend kaschiert, konnte der Mann auch nicht mehr besuchen. Wie gut, dass wird dies nun wissen, nicht wahr?

Und die Singles sind froh, dass sie nicht nach ihre Sexleben gefragt werden?

Und noch etwas fiel bei der Studie ab – über Singles. Denn

aktuell (erwarte) gerade niemand von ihnen, ein aktives Sexleben zu führen.

Na, wie toll. Hauptsache, niemand „erwartet“ von einem Single, ein aktives Sexleben zu führen. Das muss ja wirklich sehr beruhigend für Singles sein, nicht wahr?

Quelle aller Zitate; Vienna.
Bild: nach einer historischen Zeichnung, anonym.
Übrigens: Gramse bleibt Gramse - jetzt noch spitzfindiger.