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Was geht am Partnermarkt bei S/M-Beziehungen?

Endlich ein Paar ...
"Was geht am Partnermarkt bei S/M-Beziehungen?" ist der dritte Teil eines mehrteiligen Beitrags zum Thema.

Der Partnermarkt – ist S/M-Partnersuche überhaupt möglich?

Betrachtet man den Partnermarkt, so ein unterwürfiger Mensch, Frau oder Mann, nicht besonders „wählerisch“ sein, denn der freie Markt beziehungssuchender dominanter Frauen und Männer ist sehr begrenzt. Zumal dann, wenn es um echte, dauerhafte und verlässliche „Beziehungen“ geht. Die Formel dafür ist einfach: Solange der dominante Partner die eigenen Bedürfnisse erfüllt, kann der submissive Partner in und mit der Beziehung leben, auch wenn sie ansonsten nicht alle Bedürfnisse erfüllen sollte.

Die Wissenschaft weist uns an dieser Stelle noch auf einen Irrtum hin: Viele Partnersuchende aller Art setzen Träume, Wünsche, Ansprüche und Bedürfnisse auf eine Ebene. Der Partner kann allerdings zunächst nur die Bedürfnisse erfüllen – seine Wünsche müssen verhandelt werden.

Ist die Nachfrage nach unterwürfigen Menschen wirklich groß?

Was ist nun mit dem Nachfragedruck, der von angeblich dominanten Frauen und Männer ausgeht?

Der SM-Partnermarkt ist üblicherweise nicht ausgewogen. Das heißt, es gibt wesentlich mehr Partner, die sich unterwerfen wollen, die sich als Meister oder Herrinnen empfehlen. In der Vergangenheit hat man geglaubt, dass sich Frauen vorzugsweise unterwerfen, und Männer danach streben, Frauen zu dominieren. Doch neue Forschungen haben ergeben, dass etwa gleich viele Männer darüber fantasieren, dominiert zu werden wie auch zu dominieren. (52 zu 60 Prozent). Bei Frauen allerdings überwog noch der Traum, dominiert zu werden (65 Prozent) gegenüber der Hoffnung, zu dominieren (47 Prozent). Und damit keine Missverständnisse entstehen: diejenigen, die sich ihre Wünsche auch erfüllen, liegen prozentual deutlich darunter.

Widersprüchlicher Online-Partnermarkt für S/M-Beziehungen

Typisch für den Online-SM-Partnermarkt ist, dass man dort gerne „unter sich“ bleibt. Die meisten einsamen Wölfinnen/Wölfe mit bösen Absichten, so heißt es, werden in fargwürdigen Anzeigenforen aktiv. Typisch dafür seien männliche Einzelgänger mit fragwürdigen Absichten – insbesondere solche, die mit „Sklavenverträgen“ wedeln wie der Hund mit dem Schwanz. Entsprechende Einträge von Frauen sind seltener, aber kaum weniger gefährlich.

Offline wird meist wird vorgeschlagen: "Schau es dir einfach mal an"

Nach glaubwürdigen Schilderungen entstehen die meisten ernsthaften Begegnungen mit der SM-Szene dadurch, dass neugierige Menschen durch SM-Anhänger zu Veranstaltungen mitgenommen werden, um sich das Geschehen dort anzusehen und dann gegebenenfalls daran zu partizipieren. Dazu ein Zitat:

Kaum eine Frau fällt vor Glück gleich in Duldungsstarre, wenn man ihr erklärt, fortan ihr unbarmherziger Meister sein zu wollen … Man braucht viel Geduld, nachdem man seinem Partner von SM erzählt hat. Legen Sie ein paar Bücher bereit und drängeln Sie nicht.

Was für Frauen gilt, gilt auch für Männer: Manche Frauen versuchen, ihren Mann als „Dom“ aufzubauen, andere wieder wollen Männer voller Demut am Boden kriechen sehen – jedenfalls manchmal. Die Varianten mögen als paradox erscheinen, werden aber immer wieder geschildert.

Im vierten Teil wollen wir darüber reden, warum S/M Beziehungen in Verruf geraten können.