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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Nein - die Liebeszeitung bietet keine persönliche Beratung

Viele Publikumszeitschriften und vor allem Frauenzeitschriften haben ihre „Agony Aunt“, auf Deutsch meist „Briefkastentante“ genannt.

Die Idee hatte ich früher auch - aber bald stellte sich heraus, dass solche Antworten auch missbraucht werden können. Zum Beispiel - falsch zitiert oder aus dem Zusammenhang gerissen - im allgemeinen Internet oder in sozialen Medien.

Um dafür einen Ausgleich zu schaffen, habe ich mich entschlossen, Fragen nur noch über Quora zu beantworten - und auch dies selbstverständlich nur dann, wenn ich über ausreichend Informationen zum Thema verfüge. Dies hat zudem den Vorteil, dass ihr dort auch Antworten von anderen Mitgliedern bekommt. Selbst wenn die Vielfalt bei Quora manchmal verwirrend ist, so ist sie doch ein Mittel, viele unterschiedliche Ansichten zu euren Themen kennenzulernen.

Bitte habt Verständnis für diese Entscheidung. Sie schützt euch, wenn ihr Fragen habt, und sie erweitert das Spektrum der Antworten.

Hinweis: Wer mehr über die Arbeit von Menschen erfahren will, die tatsächlich als modifizierte "Briefkastentanten" tätig sind, kann dies aus dem Abschieds-Interview der jahrelangen Blick-Sexologin Caroline Fux entnehmen. Ich hatte viel Vergnügen beim Lesen.

Änderung eines Links - Sexualität

Nein, nicht alles an Frau und Mann ist gleich ...
Änderung eines Links - besonders für junge Menschen, die Hilfe suchen.

Ich habe dieser Tage erfahren, dass „Med1“ aus internen, nicht näher bezeichneten Gründen aufgibt. Bisherige Beiträge bleiben aber dort erhalten, wie die Betreiber mitteilten. „Med1“ gehört zu den wenigen Foren, auf die wir verlinkt haben. Das moderierte Forum enthielt auch Beiträge zu Sexualität und Partnerschaft.

Da wir finden, dass dieses Forum immer recht gute Beiträge zur sexuellen Gesundheit enthielt, werden wir versuchsweise nun auch auf den Nachfolger, med2, verweisen.

Hinweis: Die Liebeszeitung behält sich vor, Links zu fremden Webseiten jederzeit zu löschen, falls sich die Inhalte erheblich verändern.

Lustspielzeuge im Test und Anregungen zum Gebrauch

Ob Solo-Lust oder Lust zu zweit - ein Toy verhilft oft zu mehr Lust
Alle Produkte dieser Erde werden irgendwo beschrieben, getestet und bewertet. Doch wenn du objektive Tests für Sexspielzeuge suchst, wirst du zumeist enttäuscht. Zwar sind die „keinen Helfer“ für den großen Lustgenuss inzwischen aus ihrem Nischendasein befreit worden - aber das bedeutet nicht, dass sie genau so beschrieben werden sollten wie Nähmaschinen oder Zahnbürsten.

Die Frage, warum es keine Bewertungsportale für Sextoys und andere Erotik-Artikel gibt, hat auch den Gründern von lovefreund.de keine Ruhe gelassen. Denn der gegenwärtige Boom für konventionelle Sex-Toys, aber auch all das Zubehör für die „besonderen Lüste“ führte inzwischen zu einem riesenhaften, nahezu unübersichtlichen Angebot.

Was läge da näher, als ein Bewertungsportal ins Leben zu rufen? Das Modell ist einfach: Die Produkte werden von unabhängigen Testerinnen und Testern in der Realwelt erprobt. Dadurch entsteht eine Vielfalt von Ergebnissen, die dann nur noch von den Mitarbeitern des neuen Bewertungsportals zusammengefasst werden. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, wird dann eine Kaufempfehlung ausgesprochen.

Nicht nur Vibratoren im Test

Die Palette der getesteten Produkte umfasst dabei nicht nur die „üblichen“ Vibratoren für die Solo-Frau, sondern auch solche für Paare und Männer. Und getestet wird nicht nur, was summt und vibriert. Auch die Produkte, die ihr benötigt, um Rollenspiele aufzuheizen oder um anale Vergnügen auszuleben, haben ihren Platz bei den Testern. Dazu gehör auch eine bereite Palette an Produkten, die Fetische und SM-Lüste erfüllen.

Die Anwendungen der Toys erklären

Besonders wichtig war den Gründern von Lovefreund, eine Lücke zu füllen, die jedem bewusst ist, der sich auf „Neuland“ gewagt hat. Dabei geht es darum, wie du die “Lusterfüller“ so anwenden kannst, dass sie dir die maximale Lust schenken. Denn das Ziel der kleinen Helfer ist ja, dir ausschließlich lustvolle Vergnügen zu bereiten. Oder dir die Adrenalinschübe zu bringen, die du brauchst, um glücklich zu werden. Oder mit den Worten der Gründer: Dir zu helfen, deine Sexspielzeuge lieben zu lernen.

Wir bei anderen Bewertungsportalen auch, wird nicht nur das Produkt selbst in Augenschein genommen, sondern es wir auch nach Anwendung und „günstigem Preis-Leistungs-Verhältnis“ differenziert. Beispielsweise werden für Neulinge („Anfänger“) andere Produkte empfohlen als für erfahrene Benutzer(innen). Besonders die qualitätsbewussten erfahrenen Nutzerinnen und Nutzer bevorzugen Produkte, die eine tief greifende Wirkung besitzen und die möglichst lange halten. Bei Geräten, die eine Stromversorgung benötigen, kann auch wichtig sein, wie lange die Batterien „durchhalten“, bevor man sie wechseln oder neu laden muss.

Nun könnt ihr natürlich argumentieren, dass die Gefühle bei jedem Menschen etwas anders „gelagert“ sind. Doch gerade das versucht „Lovefreund“ auszugleichen, indem dort möglichst viele Testerinnen und Tester ihre Erfahrungen mit den „Toys“ schildern.

Im Blog detaillierte Informationen zur Luststeigerung

Neben den Produktempfehlungen führt man bei „Lovefreund“ auch ein Blog, in dem allgemeine Empfehlungen für Rollenspiele, Sexstellungen und den Gebrauch von „Toys“ veröffentlicht werden. Manche Beiträge sind sehr ausführlich und ungeheuer spannend. Wir lasen mit Begeisterung den ausführlichen und ausgesprochen lehrreichen Beitrag über die Stimulation der Prostata. Das ist ein männliches Organ, dem oftmals nicht die Aufmerksamkeit geschenkt wird, die es verdient. Das Gleiche gilt auch für die Technik des „Fingerns“ und andere Geheimnisse des weiblichen Körpers, die den Männern nach wie vor relativ unbekannt sind.

Insgesamt gesehen fühlten wir uns durch die Tests von „Lovefreund“ wie auch durch deren Blog wirklich gut informiert.

Kein Schwein schreibt Erotik

Erotik ist kein Thema für Schweine
„Ich könnt‘ Erotik schreiben … ein ganzes Buch.“

So ähnlich hat es einmal eine für ihre Leserschaft zunächst anonym gebliebene Frau ausgedrückt, und dann hat sie ein „Skandalwerk“ geschrieben. Über dieses Buch rümpfen die Literaturpäpste bis heute die Nase. Es hieß: Histoire d’O. Die Geschichte der O. Die Autorin verwendete das Pseudonym Pauline Réage, und sie schrieb es für ihren Liebhaber.

Das Buch wurde 1954 bei Jean-Jacques Pauvert verlegt – und über 40 Jahre wurde das Werk nicht nur ignoriert, diffamiert und indiziert. Vielmehr wurde auch vehement bezweifelt, dass „so etwas“ eine Frau schreiben könne. Schließlich bekannte sich kurz vor ihrem Tode Anne Cécile Desclos zu dem Buch, die besser unter einem anderen Pseudonym, nämlich Dominique Aury, bekannt wurde.

Ein Beitrag zur Emanzipation - keine Pornografie

Dieser Roman zeigt, wie man ein erotisches, skandalöses Buch schreiben kann, ohne „obszön“ zu sein. Und es nahm die Tendenz der vollständigen sexuellen Emanzipation der Frauen vorweg. Ich zitiere den Verleger Jean Paulhan, der im Vorwort schrieb(1):

Es gibt wenige Männer, die nie davon träumten, eine Justine zu besitzen. Doch keine einzige Frau hat bisher, soviel ich weiß, davon geträumt, eine Justine zu sein. Jedenfalls nicht laut davon geträumt …


Erotik mit Anstand

Wenn ich jemals noch meine Finger in das Senftöpfchen der erotischen Literatur stecken würde, dann würde ich gerne unverdorbene Erotik lesen. Denn, wie Jean Paulhan sagte, wenn er an die „O“ denke, dann falle im spontan ein Wort an, nämlich „Anstand“ (1).

Erotische Literatur, die Anstand hat, so führt er weiter aus, wird weder „Seufzer noch Gräuel“, weder „Ekstase noch Ekel“ beinhalten. Und wir wissen es selbst am besten: Die eigentlichen Schweine sind diejenigen, die in der Erotik nach Dreck suchen.

Man könnt es auch anders sagen (3):

Den Reinen ist alles rein; den Unreinen aber … ist nichts rein, sondern unrein ist beides, ihr Sinn und ihr Gewissen.

Wer (wie ich) den zitierten Paulus nicht schätzt – den Satz haben auch andere in den Mund genommen, zu Beispiel Nietzsche(4):

„Dem Reinen ist Alles rein“ — so spricht das Volk. Ich aber sage euch: den Schweinen wird Alles Schwein! Darum predigen die Schwärmer und Kopfhänger, denen auch das Herz niederhängt: „die Welt selber ist ein kothiges Ungeheuer“.

Die fordernde Natur, die innere Begierde, die „Lust an sich“ ist, weder schlecht noch obszön – sie gehört einfach zu uns Menschen.

Ich habe dieen Beitrag bereits in einem inzwischen recht "verkommenen" Magazin "Sinnlich schreiben" veröffentlicht, das demnächst aufgegeben werden soll. Ich hoffe, dass er zum Nachdenken anregt.

Quellen:
(1) Originalausgabe, Vorwort
(2) Justine oder vom Missgeschick der Tugend ist ein Roman des Schriftstellers Marquis de Sade.
(3) Paulus an Titus, Bibel, NT
(4) Deutsches Textarchiv
Bild: historisch, Illustration zu einem Buch.

Die Wahrheit lässt sich nicht beliebig manipulieren

Das Leben als solches beruht auf biologischen Grundlagen. Deshalb muss unser eigens Leben noch lange nicht „bionormativ“ sein. Indessen treten heute immer mehr Sektierer auf, die an den biologischen Grundlagen des Menschseins zweifeln: Gender-Ideologen, Feministinnen, und nicht zuletzt „Kreationisten“. Sie treten in letzter Zeit in vielen Variationen auf und vermenge sich immer mehr mit politischen Gruppen, mal mit links, mal mit rechts.

Dazu zitiere ich einen Auszug aus diesem Artikel der „NZZ“, den ich jedem empfehlen kann, der ernsthaft die Wahrheit für sich selbst sucht.

Den Einfluss der Biologie zu bestreiten, kann einerseits eine Debattenstrategie sein: Man nimmt eine Extremposition ein, dann horchen alle auf. Und anderseits lässt sich so klarmachen, dass die kulturellen Einflüsse verdammt wichtig sind. Das kann ich als Biologe bestätigen: Die Probleme, mit denen die Frauen heute kämpfen, kommen von der Kultur, nicht von der Biologie.

Ich selbst staune immer wieder, wie viele Menschen die Natur in sich leugnen, oder die Naturwissenschaften als sekundär ansehen. Es ist wahrscheinlich brutal, zu sagen: Diese Leute haben ein unzutreffendes Menschenbild - seien sie nun Angehörige von Sekten, Religionen oder Ideologien. Aber es ist die Wahrheit, und sie kann gar nicht deutlich genug verbreitet werden.