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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Widersprüchliches über Sex, Dreier und junge Menschen

Es ist noch nicht so schrecklich lange her, da war ein Dreier eine Sache, die ein Hetero-Paar „angeleiert hat“, um ein ungewöhnliches sexuelles Erlebnis zu haben. Das war dann ein MFF-Dreier, also einer mit zwei Frauen und einem Mann.

Wenn der Mann den Deier wollte

Die meisten Frauen wussten oder ahnten jedenfalls, dass die größere Sensation bevorstand, wenn sie im Lauf des Treffens zu Intimitäten unter Frauen übergehen würden. Die meisten Männer waren davon begeistert, und schon im Vorfeld wurde damit geworben, dass die „Ehefrau Bi-Tendenzen“ habe.

Emanzipierte Frauen und der Wandel beim „Teufelsdreier“

Für viele Frauen war allerdings die „andere Variante“ interessanter: MMF, oftmals als „Teufelsdreier“ bezeichnet. Was zunächst paradox klingt, ist leicht erklärbar: Frauen wünschten sich die Auswahl, mit welchem Mann sie welche Art von Geschlechtsverkehr ausüben würden. Sie wollten also nicht „gewählt werden“, sondern selber wählen, mit welchem der beiden Männer sie jeweils aktiv werden wollten – und wie das geschehen sollte. Etwa zur gleichen Zeit wurde bekannt, dass Frauen durchs gerne Zuschauer bei Kontakten zwischen zwei Männern wurden – dazu mussten die Männer nicht homosexuell sein.

Die Frage nach dem „Wer darf mit wem welche Aktivitäten ausüben?“, wurde nach und nach zur Hauptfrage. Dazu war es üblich, vorher über die Regeln zu sprechen. Denn manche der Interessenten oder Interessentinnen erwies sich durchaus als etwas blauäugig.

Dreier – Träumen „junge Leute“ oder älterer Paare?

Die junge Generation wird oft bezichtigt, nach sexuellen Abenteuern zu suchen – auch mit mehreren Partnern. Doch andererseits ist das Interesse der jungen Menschen an Sex offenbar nicht so groß wie gedacht. Jüngst hieß es:

Insbesondere bei Jugendlichen im Alter von 17 bis 20 ist ein deutlicher Rückgang des Anteils derjenigen zu verzeichnen, die Erfahrungen mit Sex gemacht haben. So haben 2019 61 Prozent der 17-Jährigen Sex gehabt, 2025 sind es 40 Prozent.

Zudem, so kann man nachlesen, finde der erste Sex immer mehr in „festen Partnerschaften“ statt – das widerspricht der Theorie, dass immer mehr junge Menschen „offene Beziehungen“ suchen.

Es scheint also eher so zu sein, dass es um Menschen Paarbeziehungen geht, die die zwischen 30 und 50 Jahre alt sind - egal, wie man diese „Generation“ benennen will. Bekanntlich nutz sich das sexuelle Verlangen aufeinander ab. Und über die Besserung durch „Dreier“ konnte ich folgende Passage nachlesen:

„Alle Beziehungsmodelle, bei denen noch eine dritte Person oder vierte Person mit dazukommt, erfordern von den Einzelnen ganz viel emotionale Selbstregulationsfähigkeit, ganz viel Reflexion, ganz viel Selbstverantwortung."

Die beste Frage an sich selbst

Die beste Frage, die sich jemand stellen könnte, wäre diese: Lohnt sich der ganze organisatorische Aufwand und die emotionale Belastung? Im besten Fall erleben die Paare und „Dritten“ eine einmalige Erfahrung, die sie beflügelt. Und im schlechtesten Fall geht es ihnen emotional mieser als jemals zuvor.

Quellen:

Psychology Today (Übersetzt) :Unter hypothetischen Bedingungen bevorzugten Männer den gleichzeitigen Sex mit zwei Partnerinnen, während Frauen eine vielfältigere Präferenz für das Geschlecht der anderen Teilnehmer zeigten.

Bioeg.de (Junge Leute, 2026)

Watson (Dreier)

Buch: "Nur ernstgemeinte Zuschriften erbeten", Düsseldorf 1982

Drei Anfragen an die KI lieferten widersprüchliche Ergebnisse. Sie wurden nicht verwendet.

Warum ich heute (nicht) über Weihnachten schreibe ...

Ich weiß, dass es langsam auf Weihnachten zugeht. Und ich weiß auch, dass demnächst wieder ein neues Jahr werden soll.

Die Erwartungen der meisten Singles verharren nach wie vor im Wunschdenken. Befeuert wird diese Tendenz von Zeitungen, die gerne über konservative Parteien berichten - und konservative Lebensweisen. Wir erleben eine „neue Zeit“, die eigentlich auf „romantischen Illusionen“ beruht, sich aber gerne als „wertkonservativ“ darstellt. Demnach sollen wir auf ewige Werte bauen, und miteinander langsam und nachhaltig zu Paaren entwickeln. Kaum ein Date auf dem nicht das Wort „Gentleman“ fällt – und oftmals wird die gemeinsame Zukunft in einer Stunde besprochen und eine Absichtserklärung dazu abgegeben. Vom Wohnort über die gewünschte Familienstruktur bis zur Festlegung auf ein Eigenheim – alles wird behandelt, als wäre es so nahe – aber das ist es nicht. Es sind Utopien ohne reale Hintergründe.

Da werden allen Ernstes langfristige, nachhaltige und überaus konservative Beziehungen geplant, bevor es überhaupt eine Aussicht auf irgendeine gemeinsame Zukunft gibt.

Die Frage, der Zukunft? Sie wird stark vereinfacht, so stark, dass es schon schmerzt: „Bist du ein Familienmensch?“ Mich wundert inzwischen, dass es noch keine notariellen Zertifikate für „Familienmenschen“ gibt. Wären da nicht zuerst völlig andere Fragen zu klären? Mal in Ernst: Wer hält eigentlich „Familienmensch“ für eine positive Zuweisung?

Unsere jungen Leute haben immer später immer gewagtere Ziele: erst Ehemann (Ehefrau), dann Eigenheim mit Garten am bisherigen Lebensstandort, dann Kinder. Die Augen leuchten ... doch es will einfach nicht wahr werden. Könntest du einen Moment darüber nachdenken, warum das so ist? Falls ja, könntest du deine Antwort finden.

Ich rede mal Tacheles: Je mehr Illusionen ihr vor euch herschiebt, liebe Mitmenschen zwischen 30 und 40, umso weniger wird davon wahr.

Ach so, da war noch Weihnachten – das Fest der Familie, um mal darauf zurückzukommen. Für die meisten „echten“ Singles ist Weihnachten eine schreckliche Zeit – denn die Einsamkeit drückt am meisten, wenn alle „in Familie machen“.

Und einander einfach zu trösten? Volltrunken ins nächstbeste Bett hüpfen? Oder doch lieber zu Mama und Papa zu fahren und sich dort volllabern zu lassen? (Es gibt doch sooo viele Singles, da müsste doch jemand für dich dabei sein?“)

Nein, tut es nicht. Versucht, in den Raunächten auszusteigen aus dem Karussell falscher Versprechungen, künstlicher Illusionen und konservativen Glaubenssätzen.

Und stattdessen?

Macht euch auf in die Welt jenseits der 25-Kilometer-Zone eures Geburtsorts. Lernt Menschen kennen, die anders denken, anders handeln und anders aufgewachsen sind als ihr. Und wenn ihr das alles getan habt, dann kehrt zurück und baut ein Leben auf, wie ihr es selber wollt.

Mehr habe ich diesen Freitag nicht zu sagen.

Die Woche – Themen für den Herbst und Dominanz

So langsam beugt sich der Sommer dem heranziehenden Herbstwetter. Dann kommt erfahrungsgemäß auch die Zeit, in der wir mehr Zeit damit verbringen, über uns nachzudenken. Und statt draußen knackiger Gesäße in eng sitzenden Shorts (bei Männern wie bei Frauen) zu sehen, werden wir wieder den Po unserer Partner(innen) betrachten. Immerhin können wir den aus der Nähe sehen.

Absolute Hingabe: für Frauen ein Unding - für Männer weniger

Diese Woche habe ich gewagt, einen Artikel über die „absolute Hingabe“ an einen Menschen zu veröffentlichen. Wenn hier eine Frau gemeint wäre, die sich selbst- und schrankenlos einem Mann „hingibt“, dann hätte es längst Proteste gehagelt. Doch gemeint war ein Mann, dessen Ehefrau seine Liebe daran misst, dass er sich bedingungslos ihren Wünschen unterwirft. Der Rest war Schweigen.

Luxusthemen und Pressegeschwätz

Einen Hauch des Zeitgeistes in die Liebeszeitung hinein wehen lassen? Nun, jener, nämlich der Zeitgeist, ist psychologisch, soziologisch und feministisch geprägt. Neuerdings brachte er (angeblich) den Heterofatalismus hervor. Eitles Pressegeschwätz für angeblich „aufgeklärte“ Bildungsbürger, ertragen von selbst ernannten Eliten. Irgendwie habe ich Verständnis, wenn das kaum jemanden interessiert.

Modetrend: Online-Dating verteufeln

Eine neue Mode besteht darin, Online-Dating totzusagen. Angeblich lässt sich sogar begründen, warum Ehen, die „online“ angebahnt wurden, nicht so glücklich sind wie die von Oma und Opa. Inzwischen hat sich zwar mehr verändert als der Wechsel von Tanzabenden zu Dating-Apps, aber das muss man ja nicht unbedingt schreiben. Wahrheiten zweiter Wahl lassen sich viel besser verkaufen.

Erniedrigung als Genuss?

Etwas ist noch immer völlig unklar – warum genießen erstaunliche viele Frauen und Männer die Erniedrigung in Körper, Geist und Gefühl? Warum nehmen sie bewusst solche Rollen an, um gedemütigt zu werden? Eigentlich sollt die Lust an der Demütigung das September-Thema werden. Und tatsächlich haben wir einen Papierkorb voll Materialien dazu. Schön, dass es so viel ist. Schade, dass alle im Papierkorb landen werden.

Ich hab gerade (wieder einmal) gelesen, dass es die „Dunklen Triaden“ sind, die die Mischung von Wollust, Sadismus und „Machiavellismus“ in und auslösen. „Uns“ steht hier für Männer. Frauen sind bekanntlich edel, hilfreich und gut und haben nur ein schwaches sexuelles Verlangen. (Letzteres sagte einst der Psychiater Krafft-Ebing). Das passt zum Thema "Erniedrigung als Genuss" - ich denke darüber noch nach.

Ein Papierkorb voller "unanständiger" Berichte

Also … da waren noch die Themen, die Beziehungen wieder anheizen sollen. Ob ich doch mal bei Ubomi anfrage, ob er mir den Inhalt seines Papierkorbs zur Verfügung stellt, bevor am nächsten Dienstag Altpapier gesammelt wird? Oder ob er sonst noch etwas in seinem Zettelkasten hat, was euch anregt, aufregt oder empört?

Erst mal: Schönes Wochenende

„Schreib bloß nichts mehr über Online-Dating“ schreit mich meine Statistik an. Ja, worüber dann? Über Dominas im Großmutteralter? Sah ich dergleichen nicht neulich in der Fernsehwerbung?

Alsdann – schönes Wochenende und bis zur nächsten Woche. Dann haben wir schon September.

Völlige Hingabe an die Geliebte?

Mal mit Humor: Völlige Higabe im Rollenspiel
Ich suche den Begriff „völlige Hingabe“ – im Internet, wo sonst? Zuerst kommen die Kreuzworträtsel zum Zuge. Die Autoren dort haben offensichtlich bei der Religion abgekupfert, denn die völlige Hingabe wird als „Opfermut“ bezeichnet.

Nein, Opfermut ist es nicht, wenn sich ein Menschen einem anderen „hingibt“, denn den beide Personen sind nicht Opfer und Täter, sondern Geber und Nehmer.

Wenn Liebe bedeutet, alles hinzunehmen

Ich lese etwas über die Idee, die sich dahinter verbirgt. Eine Frau erzählt recht weitschweifig, wie sie die Liebe ihres devoten Mannes beschreiben kann. Für sie ist klar: Sie will „alles oder nichts“ – seine Unterwerfung, in Körper und Psyche. Nicht weniger. Sie sagt, sie sei nicht wie jede andere Frau – andere Frauen hätten die gewöhnlichen Emotionen genossen, die er auch hätte. Aber sie wollte ihn nicht in zwei Hälften: Der „normalen“, die im bürgerlichen Ehebett vollzogen wird und der besonderen, die ein Mann bei einer Domina sucht. Aber nicht dieser Mann.

Sie will, dass er sich unterwirft, seine Seele bis auf den Grund offenbart. Sie erwartet, dass er ihr alles bietet, mindestens aber Körper, Geist und Psyche. Wenn er es tut, dann weiß sie, dass er sie liebt.

Ich staune.

Wer gibt? Wer nimmt? Sie gibt ihm nur, was sie will. Er nimmt sich nur, was er bekommt. Ist es auch das, was er will? Sie zögert einen Moment: „Wenn er mich liebt, dann wird er es auch wollen.“

Religion, Esoterik und wundersame Vorstellungen

Sie sagt allen, was sie mit ihm macht. Sie beschreibt einige Momente, in denen sein Körper vor Wollust erzittert. Eine neue Erfahrung für ihn, die er ganz offensichtlich sucht. Aber darum ginge es nicht. Nein, seine Liebe zeige sich in der Hingabe, wo sonst?

Ich muss nicht lange suchen, bis ich ähnliche Meinungen finde – in der Religion, in der Esoterik. Etwa so:

Wenn Menschen etwas mit voller Hingabe tun, zeigt sich Liebe auf eine wundervolle Art.

Wer erwartet, dass sich Liebe so zeigt, riskiert nichts. Er oder sie saugt die Emotionen auf, die andere Menschen erzeugen. Nehmer ohne Ende sein … kling gut.

Oder?

Ich überlege, was Menschen bewegt, die anderen ständig sagen, sie müssten sich aus Liebe völlig hingeben. Was tun sie eigentlich selbst? Geben sie sich selbst auch vorbehaltlos hin?

Und mit diesem Gedanken verlasse ich euch für heute.

Bild: Nach einer Zeichnung aus dem alten Japan (ca. 1950er Jahre)

Männer und Rollentausch - was bringt es Paaren ein, es zu versuchen?

Eine intensivere Beziehung? In vielen Fällen jedenfalls mehr Intimität
Dieser Artikel hat mehrere Teile. Der erste handelt von der Emanzipation von Frau und Mann und den Folgen für die sexuellen Rollen, die beide einnehmen können. Diesmal geht es um einige Beispiele, die inzwischen von einigen Paaren praktiziert werden - sinnliche Schläge und "Pegging". Beide Varianten setzen voraus, dass der Mann sich gerne lustvoll unterwirft.

Warum manche Paare durch sinnliche Geheimnisse wachsen

Eine Züchtigung durch eine Frau zu erfahren, ist eine der sinnlichsten und zugleich intimsten Erfahrungen des Mannes – zumal es äußerst peinlich wäre, wenn diese Wonnen an die Öffentlichkeit gelangen sollten. Eine weitere, ausgesprochen intime Handlung ist der passive, instrumentelle Analverkehr. Er ist inzwischen allgemein als „Pegging“ bekannt. Oftmals werden auch Penis und Hoden mit einbezogen. Für diese Praktiken gibt es wieder viele Namen, die nicht sehr fein klingen und die wir hier auch gerne weglassen. Einen Mann „in jeder Hinsicht als Frau“ zu behandeln ist für viele Männer zugleich der Gipfel der Entehrung wie auch das erklärte Ziel der gewünschten Unterwerfung. In diesem Fall reden wir von emotionaler „Feminisierung“, bei der die Männer sich zeitweilig als Frauen fühlen wollen, aber diese Rolle keinesfalls in der Öffentlichkeit bekannt machen wollen.

Kommunikation zuvor - und „Carte Blanche” für die Art der Ausführung

Verbale Kommunikation wird vor allem von Psychologen als Mittel gegen sexuellen Beziehungsfrust empfohlen. Das ist sicherlich gut gemeint, aber in vielen Fällen scheitern bereits die Versuche, die eigenen, oft lange geheim gehaltenen Wünsche in Worte zu fassen. Die Lösung besteht für manche Paare darin, nur grob festzulegen, auf welches Experiment man sich miteinander einlassen will. Details werden dabei ausgespart – das heißt, was tatsächlich passieren wird, muss teilweise improvisiert werden. Dazu wir der Freundin oder Ehefrau „Carte Blanche“ (1) gegeben – sie darf also im Rahmen der Vereinbarung alles versuchen, solange der Mann keinen Widerspruch einlegt.

Im Grunde handelt es sich um eine Tradition, die viel aus der Vergangenheit kennen. Damals durfte der Mann alles versuchen, um die Frau möglichst intim zu berühren – aber nur solange, bis sie an ihre Schamgrenze kam.

Dieses Spiel werden noch viele kennen – es wurde in der Regel zu bekannten Regeln gespielt, die aber in der Praxis durchaus variiert werden konnten.

Rollenumkehr mit Überraschungseffekt

Die neue Art dieses Spiels kehrt nicht nur die Rollen um. Auch der Zweck ist zeitlich begrenzt. In dieser Variante weiß der Mann, wohin der Weg geht und welche Handlungen an ihm vorgenommen werden sollen – aber nicht, welchen Verlauf das Spiel nehmen wird. Es kann also auch auf Dauer spannend bleiben.

(1) Carte Blanche - Freie Gestaltung bei der Ausführung.

Im dritten Teil behandeln wir eine Variante eines ähnlichen Spiels. Es läuft unter dem Motto ab: "Was gut für die Gans ist, ist auch gut für den Ganter."