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  Eigenwerbung

Singles, die nicht suchen ...

Warum sind sogenannte „Singles“ eigentlich eingetragene Mitglieder in einer Singlebörse, wenn sie Antworten geben wie (1):

"bin als Single glücklich", "vermisse nichts", "brauche keine Partnerschaft"?

Sollten sie dann nicht lieber von der Bildfläche des Partnermarktes verschwinden?

Die drei genannten Sätze habe ich bewusst gewählt, weil sie ausschließen, dass diese Singles wirklich Partner wollen.

Andere erscheinen mir ebenfalls merkwürdig - nicht aus Unverständnis oder fehlendem Mitgefühl meinerseits. Sondern, weil diese Singles offenkundig derzeit nicht in der Lage sind, einen Partner zu suchen. Wer „nicht vertrauen kann“ oder sich „fürchtet, verletzt zu werden“, ist derzeit für die Partnersuche denkbar ungeeignet.

Nun gut - so weit, so schlecht. Das Ganze erschien über ein Presseportal in verschiedenen Publikationen, und zwar unter dem Titel:

Selbsttest zeigt, warum Menschen Singles sind

Würde ein rundum glücklicher Single, der nicht sucht, die dort gestellten Fragen beantworten? Und diejenigen, aus deren Antworten eine gewisse Hoffnungslosigkeit hervorgeht - sind sie wirklich repräsentativ?

Quelle: (1) Presseportal

Etwas Kühnes am Donnerstag

Ein Autor, der nicht in auf der Grundlage der drei ICH-Formen nach Freud oder Berne schreiben kann, ist kein Autor, sondern bestenfalls ein Berichterstatter.

Zu jeder Idee, jedem Dialog und jeder Beschreibung existieren mehrere Ebenen des Bewusstseins, nicht nur die drei, die wir in der Schule gelernt haben, sondern noch etliche, die dazwischen liegen. Und durchaus einige, an die weder Freud noch Berne dachten.

Bedeutet das auch etwas für dein nächstes Date?

Überleg einmal, wie viele Personen am Tisch sitzen, wenn du und deine Verabredung Platz genommen haben. Kann es sein, dass neben den beiden Erwachsenen noch ein Oberlehrer dort sitzt? Oder ein Schüler? Vielleicht gar die Tante Frieda, die Störfeuer in dein Ohr tutet? Oder zwei Kinder, die zu scheu sind, einander zu sagen, was sie wirklich sagen wollen?

Das männliche Sexualdefizit - oder wie war das?

Bedürfnisse, Wünsche, Erfüllungen
Geforscht wird bekanntlich über alles. Warum Männer in den Puff gehen, zum Beispiel. Nein, ich meine nicht jetzt. Sondern sowieso. Und schon haben wir die Ergebnisse: Die Bedeutung der Sexualität für Männer ist größer als für Frauen. Und zwar jetzt. Das wollen Forscher „aus 30 Sexualumfragen“ entnommen haben, was uns sagt: Da hat mal wieder jemand eine Mega-Studie zusammengekleistert.

Eigentlich könnten Männer ganz zufrieden mit der Studie sein, denn die Ursachen verorten sie bei den Frauen:

Die geringere sexuelle Motivation und das geringere Interesse von Frauen führen dazu, dass viele heterosexuelle Männer einen Mangel an gewünschter sexueller Aktivität erfahren.


Wegen des Überschusses an sexueller Energie, die „daheim“ offenbar nicht befriedigt werden kann, würden Männer andere Menschen sexuell belästigen, noch viel schlimmere Dinge tun. Wenn sie’s nicht tun, dann würden sie „Kommerzielle sexuelle Dienste“ nachfragen oder andere Verhaltensweisen an den Tag legen, „die fast ausschließlich männlich sind.“

Männer und Bordelle

Verflixt und zugenäht, so was tun Männer? Ja, das tun sie. Schon vor Jahren hatte eine Schweizer Hure beschrieben, warum Männer ins Bordell gehen (1). Da schrieb man noch 1993 - das war also vor fast 30 Jahren. Damals machte die Autorin noch die „emanzipierten Frauen“ dafür verantwortlich.

Fragt sich natürlich: Was ergab sich 1993 daraus? Und was heute?

Die einen werden sagen: Das ist doch typisch für die Scheißkerle - die wollen immer nur (hier folgen stets Wörter mit „f“ oder „v“ beginnend). Die anderen werden sagen: „Ei, ei ... guten Sex zu schenken ist eben etwas für Expertinnen, wer hätte das gedacht ...“ Und damit hätten wir wieder das alte Schema. Der Mann hat Schaum vor dem Mund vor lauter Begierde, die Frau hingegen sehnt sich nach Karriere, Küchenpsychologie oder Kindern - auch in Kombinationen erhältlich. Der sinnliche Sex findet außer Haus statt ... basta.

Niemand ist Schuld an gar nichts - aber das ist auch keine Lösung

Womit die Rollen verteilt wären, aber nicht optimal.

Eine Schweizer Journalistin kommt zu dem Schluss:

Dieser Befund rechtfertigt noch kein Verhalten, noch trägt jemand die Schuld dafür.


Und sie stellt fest, dass verheiratete Männer eben gerne in den Puff gehen. Wenn sie es sich leisten können. Oder wenn Montag ist. Auch, wenn’s verboten sein sollte, wie in Schweden.

Ob es nun jeder Zehnte sein mag oder jeder Fünfte - stimmt denn die ganze Chose überhaupt? Sehnen sich Frauen etwa nicht nach „Schönerem Sex“? Und was tun sie eigentlich, wenn sie mangels eines Freiraums derzeit nicht heimlich masturbieren können? Oder wenn als Folge des Ausgangsverbots die kleinen Fluchten zu männlichen wie weiblichen Lovern wegfallen?

Frauen haben keinen Schaum vor dem Mund, oder?

Frauen ... nun ja. Ihre Münder waren schon immer verschlossener als die der Männer. Kein Schaum vor dem Mund, höchstens ein geheimnisvolles Lächeln, wenn sie angeblich bei einer Freundin übernachteten.

Schwamm drüber ... für Männer hat sich in den letzten 30 Jahren offensichtlich nicht viel geändert - eine teure Escort-Frau, ein Hotelzimmer? Eine Dame im Bordell, aber ohne „Zeitdruck“? Manchem Mann wird dies bekannt vorkommen. Doch was hat sich für Frauen geändert? Nicht nur Frauen in Beziehungen, sondern auch für Single-Frauen?

Wollen wir das überhaupt wissen? Und wenn wir's wüssten, was ergäbe sich daraus?
(1) Tina von S.: Ich bin eine Hure - Berlin 1993
Zeichnung ca. 1927, von Léon Courbouleix.

Der Macho-Gentleman

Ein Trench macht noch keinen Gentleman, aber ...
Heute sind die Frauen ja emanzipiert. Vor allem die Frauen, die gerade ein Studium der Betriebswirtschaft oder so etwas abgeschlossen haben. Also, so ungefähr das, was man früher mal eine „Lehre“ nannte, nur ohne Praxis.

Die Sache ist nur so: Richtig wohlfühlen tun sie sich darin nicht. In der Rolle der Emanzipierten, die machen kann, was sie will. Also sucht sie sich einen Kerl, der „große Hände“ hat, mit denen er sie „richtig an sich heranziehen“ kann. Oder so etwas in der Art. Der Kerl darf ruhig vom Land sein oder Maschinenführer, Lagerist oder so etwas. Dann das spielt für die Grundbedürfnisse keine Rolle.

Nun ist da aber ein Haken. Wenn der Kerl sie ernsthaft anbaggern will, muss er ihr noch den Stuhl zurechtrücken, die Tür öffnen, in den Mantel helfen und vor allem für die gemeinsame Mahlzeit löhnen.

Sonst kommt er nicht ins Bett. Das zeigt sich beim Zahlen. Da ändert sich plötzlich was. Die Aufgeschlossenheit, die leuchtenden Augen, die begehrlichen Blicke – alles fällt plötzlich zusammen, wenn der Kerl nicht zahlt.

Die „Lady“ streckt sich dann damenhaft und erzählt, dass der „Funke leider nicht übergesprungen“ ist und sie sich „leider keine Beziehung vorstellen könne.“

Also: Wenn der Macho nicht zahlt, ist er kein Gentleman. Ein Gentleman-Macho rückt Stühle, öffnet Türen und bezahlt. Dann darf er auch Hotelzimmertüren öffnen, die Bluse und den BH. Und den Gentleman vorläufig ablegen.

Ach so – das klingt sexistisch. Und sexistisch darf man nicht. Also streicht man den letzten Absatz.

Ich frage mich nur: Habt ihr jemals von einer eine Lady-Schlampe gehört? Also vor einer Frau, die ladylike angezogen ist, gepflegte Konversation macht, wohlanständig auf dem Restaurantstuhl sitzt, weiß, wie man die Gabel hält und vorgibt, eine Beziehung zu wollen? Und die schließlich sagt: „Komm mal zur Sache – ich bin geil, du bist geil. Da wird es doch Zeit, dass wir uns ein Hotelzimmer nehmen oder?“

Gibt es nicht? Gibt es. Allerdings genau so selten wie einen Gentleman-Macho oder einen Macho-Gentleman. Und die wenigen, die es gibt, sind so schnell weg wie warme Semmeln. So wahr ich Gramse heiße.

Eine Diskussion darüber findet ihr auf: Med1. Dort allerdings ist es keine Satire. Oder doch?

Bild: Unbekannter Künstler, Illustration, Teilansicht, ca. 1939, Datum eher unsicher

Wir lasen: Was ist eigentlich so schön an Schlägen?

Wenn es an der Zeit ist, benötigst du nur die Hand und ...
Eine junge Frau erzählt, warum sie sich mit lustvollen Schlägen beschäftigt. Sie habe, so sagt sie, einfach Lust darauf. Schon im Alter von 19 Jahren wechselte sie ihre erotischen Flagellationsfantasien gegen die Realität.

Was ist so wundervoll an erotischen Schlägen?

Wir erfahren, dass der wesentliche Teil „im Kopf stattfindet“, denn aus ihm heraus gewinnt sie die Leidenschaft, die nötig ist, um die Schläge zu genießen. Übrigens - bevor ihr protestiert - in beiden Rollen. Sie findet, dass jeder, der erotische Schläge austeilt, zuvor solche empfangen haben sollte.

Die Voraussetzungen

Manche Menschen glauben, man benötige enorme Vorbereitungen, um „Flagellationsspiele“ durchzuführen. Doch die junge Frau sagt uns, das sei überhaupt nicht nötig: Ein williger Po, „saftig und wohlproportioniert“ sei die beste Voraussetzung. Dann noch Basiskenntnisse in Anatomie. Doch womit? Braucht sie ein ganzes Arsenal an „Gegenständen“?

Was man unbedingt benötigt

„Nein, gar nicht“, sagt sie und verweist auf ihre Hände, bevor sie sagt: „Vielleicht ein Instrument, das du im Hause hast.“ (in den USA ist es oft die Rückseite der Haarbürste). Der Rest sei davon abhängig, ob es darum ginge, den Po zu röten oder ein Spiel mit der „Disziplin“ zu beginnen.

Hat sie einen Rat für Menschen, die solche Rollenspiele planen?

Oh ja, und hier ist er:

Konzentriere dich auf den Po und schlage auf die Mitte beider Backen - vernachlässige keine von beiden, vor allem nicht, wenn es um die reine Lust geht.

Wir lasen dies - wie so oft - auf einer Internetseite, auf die wir nicht verlinken können. Insofern muss ich euch die Namen schuldig bleiben.