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Herr Lenz, die Nazis und die Sexpuppe „Borghild“

Diese Recherche wurde ursprünglich andernorts veröffentlicht - aber das Blog, auf dem sie stand, soll nun aufgegeben werden. Um die umfassende Recherche zu retten, veröffentliche ich sie hier und heute unter dem aktuellen Tagesdatum. Ursprünglich veröffentlicht unter gleichen Titel mit Datum vom 24.Oktober 2007.

Das Ungeheuer von Loch Ness soll ja angeblich alle Jahre wieder kommen – doch von Borghild haben wir lange nichts mehr gehört. Doch jetzt, nachdem die Spinner überall ihr Dummgeschwätz über künstliche Menschen verbreiten, die als Sexualpartner in Frage kommen, ist auch Borghild wieder da.

„Borghild“ gilt als so frei erfunden wie Hitlers Tagebücher, aber das Rezept verdient dennoch, erwähnt zu werden: Man nehme einen bekannten Nazi als Auftraggeber, mache eine „geheime Reichssache“ daraus, achte streng darauf, dass alle Personen, die man noch fragen könnte, tot sind und lasse das Ganze dann im Bombenhagel von Dresden untergehen.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Himmler wollte angeblich, dass die Soldaten ihre Lust nicht an den Huren des Feindes ausließen und der Geschichtenerzähler "Norbert Lenz" lässt dann erst einmal Franz Tschakert auftreten. Der hat tatsächlich gegen 1927 aus dem neuen Werkstoff Cellon, Aluminium und Draht eine Art „gläsernen Menschen“ geschaffen, bei dem in die inneren Organe hineinsehen konnte. Tschackert verschwindet später von der Bühne und es gibt keine Hinweis darauf, dass er jemals mit den Nazis zusammengearbeitet hat. Auch der Name Dr. Olen Hannussen, von dem angeblich der Name Borghild stammen soll, ist ein völlig unbeschriebenes Blatt, ebenso wie Dr. Joachim Joachim Mrurgowsky, wie er im Internet genannt wird. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der KZ-Arzt Dr. Joachim Mrugowsky damit gemeint war. Auch ein Dr. Rudolf Chargeheimer existierte nie.

Die angeblichen Modelle für die Dame existierten allerdings - vor allem der Nazi-Star Kristina Söderbaum, während die ungarischstämmige Käthe von Nagy damals bereits in Paris lebte. Sie wird kaumgefragt worden sein. Auch nicht der angebliche Kronzeuge, ein Bildhauer Namens Arthur Rink, der wieder angeblich ein Schüler des Nazi-Bildhauers Arno Breker gewesen sein soll. Außer den Autoren der Webseite der Borghild ist der Name freilich niemandem je bekannt geworden.

Es sind vor allem die leichtgläubigen Bloggerinnen und Blogger, die jetzt wieder die Geschichte der Borghild vermarkten – was abermals ein gewisses Licht auf die Abschreibegilde der Blogger wirft. Auch die "offizielle Presse" hat hat offenbar einen wenig recherchefreudigen Journalisten ins Rennen geschickt. Doch nicht alle sind so: Einige, nämlich Jens Baumeister und Rochus Wolff, haben Recherchen über den angeblich 1966 geborenen Autor Norbert Lenz angestellt – und gefunden, dass dort, wo man ihn suchte, bestenfalls das Nirvana war. Tatsächlich gehört die Webseite einem gewissen Mike Cospro, der auch die Webseiten First-Adroids.de und MicroDoll.org besitzen soll – wer eine von beiden aufruft, landet auf der Webseite der „Aboutus.org“.

Was könnte ich sonst noch sagen? Nun, vielleicht findet sich demnächst ja eine blauäugige Autorin, die im Fernsehen sagt, dass bei den Nazis alles gar nicht so schlecht war, weil Himmler die Sexpuppe erfunden hat. Parallelen zu Menschen der Zeitgeschichte wären natürlich rein zufälliger Natur.

Neuer Unfug über Borghild. (2013).

Namensherkunft Borghild, Borgholde, Borgholte, Burghild:
„Die um die Burg oder den Ort Kämpfende“, die Bewahrerin des Ortes oder der Burg.
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Online-Dating-Experte: Nicht herumeiern, sondern konsequent sein

Der Online-Dating-Experte Björn Walter vom Dating Cafe rät den Teilnehmern am Online-Dating, vor dem „Blind Date“, also dem ersten, persönlichen Treffen in jedem Fall zu telefonieren. In einer Pressemitteilung sagte er:

Es ist ein wichtiger Zwischenschritt aus der Onlinewelt hinaus. Höre ich die Stimme des anderen, ist das aufregende Kribbeln wie bei einer persönlichen Begegnung zwar da. Aber ich kann mich auch wieder freundlich verabschieden, wenn ich keine Lust auf mehr habe.


Die Ergebnisse einer kürzlich vom Dating Cafe durchgeführten Umfrage lassen allerdings Zweifel aufkommen, ob dieser Rat wirklich befolgt wird: Nur annährend zwei Drittel der befragten Singles sehen ein solches Telefonat demnach als notwenig an.

Bedenklich stimmt noch bei Weitem mehr, dass sich die Unsitte des „Herumeierns“ vor dem Blind Date immer mehr verbreitet, denn jeder Fünfte wollte es nicht bei einem Telefonat belassen, sondern benötigte nach Eigenangaben mehrere Telefongespräche.

Fragte das Dating Cafe umgekehrt, nämlich, ob ein einziges Telefongespräch ausreichen würde, so stimmten dem nur magere acht Prozent der Frauen zu. Sogar 17 Prozent der befragten Männer waren mit einem Telefongespräch nicht zufrieden.

Der Ex-Budapester Datingexperte Gebhard Roese, der heute in Altenburg (Thüringen) lebt, kann über solche Vorstellungen nur den Kopf schütteln. Der Berater, der auch Experte für menschliche Kommunikation ist, schrieb in seinem Blog:

Was ich beim ersten Telefongespräch nicht erfahre, wird mir auch bei einem zweiten oder dritten Gespräch nicht transparenter – und es besteht zudem die Gefahr, dass ich meinen Gesprächspartner, den ich ja noch nicht kenne, eher verwirre als informiere.

Der Berater, der eigene Erfahrungen hat und inzwischen auch über „Altersweisheit“ verfügt, rät allen Partnersuchenden dringend, sobald wie möglich das Blind Date anzustreben, das alleine Aufschluss darüber gibt, ob man zueinanderfindet.

Er glaubt, das „Herumeiern“ mit vielem E-Mail-Austausch oder mehrfachen Telefonaten sei ein Zeichen von Unsicherheit und mangelndem Selbstbewusstsein, jedoch käme auch die um sich greifende Kommunikationsschwäche der jungen Generation als Ursache infrage.

Dieser Artikel wurde unter Mitverwendung einer Pressemitteilung des Dating Cafes verfasst und enthält Auszüge aus einer Betrachtung der „Liebepur“. Gebhard Roese ist Herausgeber dieses Magazins.
Ähnlich: Warum ein Dating-Berater Paralleldating für Betrug und Selbstbetrug hält.

Der schönste Moment ist, wenn er „kommt“ – oder?

Was denkst du ... in dem Moment ?


Der Moment hat keinen Namen, und doch kann er wundervoll sein: der Moment, in dem „er kommt“. Eine Sekunde lang weißt du, dass es geschieht. Eine Sekunde entscheidet, on du davon schwanger werden kannst oder nicht, und am Ende ist es eben diese Sekunde, auf die du hoffst, oder die du fürchtest.

Isi sagt immer, wenn sie einen Mann wirklich liebt, dann würde sie gerne damit „spielen“. Geht natürlich nur, wenn … na ja, ihr wisst schon. Ja, was ist eigentlich schöner? Die Zehntelsekunde, bevor er kommt, oder der Moment, in dem er „kommt“? Und was macht ihr eigentlich „damit“, wenn ihr’s na ja – auffangt? Ab in den Abfalleimer?

Ich hab gerade was gelesen. Hat mich sehr angesprochen. Euch auch?
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