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Britische Lapdace-Stripperinnen erzielen hohes Einkommen

Lap-Tänzerinnen sind keine gewöhnlichen Stripperinnen, weil sie den Gästen ungewöhnlich sehr nahe kommen. Da kräuselt sich so manches Feministinnenherz, doch die Britinnen sind offenbar recht zufrieden mit ihren Jobs – und sagten überraschenderweise, dass 80 Prozent ihres Jobs darin besteht, mit ihren Kunden zu reden. Die Einkommen liegen dabei zwischen 24.000 und 48.000 GBP (29.000 – 58.000 EUR) – und das ist bei Weitem mehr, als manche Bardame verdient.

All dies sind nicht etwa Behauptungen, sonder die Ergebnisse einer Studie unter 300 Tänzerinnen, die von der Universität Leeds durchgeführt wurde. Zumeist ist die Beschäftigung als Zweitjob oder vorübergehende Tätigkeit gedacht – allerdings sei der Verdienst so hoch, so eine Forscherin, dass die Frauen länger in diesen Jobs ausharrten, als sie sich dies ursprünglich vorgestellt hatten.

Allerdings – eine Kommentatorin ist der Meinung, dass die Frauen in den einschlägigen Klubs dennoch entwürdigt würden. Nun, ein Stripklub ist kein Mädchenpensionat – und von den drei Minuten, die diese Damen vor den Herren „tanzen“, entblößen sie etwa 90 Sekunden ihren gesamten Körper, und zwar so, dass der Herr auch „richtig was zu sehen“ bekommt.

ZEIT-Gespräch über die Liebe: Sinnlos

liebe erfordert lust und leidenschaft, sonst wirkt sie wie kalter schweiß


Gefühle werden in der Regel entwertet, sobald man über sie zu reden beginnt. Dann kann man sie nur noch im blassen Lichte einer Wissenschaft sehen oder gegebenenfalls im gleichfalls faden Licht des verbal Darstellbaren.

Gespräche über die Liebe „an sich“ sind deshalb weitgehend sinnlos. Sie haben bestenfalls Unterhaltungswert, und dies stellen die meisten Menschen schon während der Pubertät fest: Das Thema an sich erregt sie stark, doch das, was verbal stehen bleibt, schmeckt fast immer nach kaltem Schweiß.

Wer den Beweis will, kann DIE ZEIT lesen. Lars Eidinger, Sven Hillenkamp und Laura de Weck diskutieren mit zwei Zeit-Redakteurinnen über die Liebe. Ob es überhaupt um die Liebe ging? Ich bezweifle es. Das Wort „Liebe“ in den Mund zu nehmen, heißt nicht zugleich, auch über die Liebe zu sprechen. Wenn Sie das Gespräch lesen, und anschließend mit einem Verliebten sprechen, werden Sie sofort finden, wie wenig die Triebkräfte der Liebe zum Zug kamen, die uns von innen heraus bedrängen, Beziehungen einzugehen. Wer über Liebe spricht, muss über Leidenschaft sprechen, wenn er überhaupt an das Thema herangehen will – doch taten dies die Teilnehmer?

Insbesondere Herr Hillenkamp nervt: Sein Buch beruht auf einer einzigen These, und die variiert er auch im Gespräch. Nun trägt dieses Buch zwar das Wort „Liebe“ im Titel („Das Ende der Liebe“), aber die Liebe ist nicht sein Gegenstand, sondern eine recht fragmentarische und dabei zudem sehr fragwürdige Gesellschaftstheorie. Herr Eidinger sieht die Liebe überwiegend in ihrer praktischen Auswirkung auf den Alltag, was legitim sein mag, aber der Liebe nicht gerecht wird. Nur Frau de Weck hat offenbar ein Händchen für das feine Geflecht von Fühlen, Handeln und Sein. Sie sagte dann auch das Einzige, was im Gespräch Bestand haben wird:

«Vielleicht wollen wir eben unerklärliche Dinge ergründen. Wir werden nie herausfinden, was der Sinn des Lebens, des Leidens, der Liebe ist, trotzdem suchen wir immer weiter.»


Das Gespräch in der ZEIT hat der Liebe nicht gedient, im Gegenteil. Wenn man sinnentleerte akademische Fragen stellt, wie „hat die Liebe noch eine Chance?“, dann darf keine sinnreichen, lebendigen Antworten erwarten. Insoweit war das Gespräch nur eines: sinnlos.

Titelbild © 2009 by NeoGaboX