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Silvesternacht

Der nächtliche Besucher - erwartete und doch willkommen

Die Abenteuer in einer Silvesternacht können ganz schön unter die Haut gehen ... nur wie tief unter die Haut? Die Dame scheint zu wissen, was ihr blüht ...

Oder wollt ihr dergleichen mal bei Hoffmann hören?

"Nun lasse ich dich nimmer, deine Liebe ist der Funke, der in mir glüht, höheres Leben in Kunst und Poesie entzündend – ohne dich – ohne deine Liebe alles tot und starr – aber bist du denn nicht auch gekommen, damit du mein bleibest immerdar?"


Ich wünsche euch allen eine schnuckelige Silvesternacht - und ihr könnt wahrlich noch einen anderen Partner wählen als den Teufel ...

Bild: nach einer Illustration des 19. Jahrhunderts, , etwas retuschiert. Zitat aus "Die Abenteuer der Silvesternacht" von E.T.A. Hoffmann - "Die Geliebte"

Die verzweifelte Suche nach schrägen Lüsten lohnt sich nicht

Man sollte der Lust nicht nachrennen, die schwer zu erreichen ist
Einige unserer Leser sind – wie könnte es anders sein – neugierig auf erotische Praktiken, Wandlungen oder Rollenspiele. Das ist sehr gut, denn die Gruppen, die „anders sein“ wollen, sollen ja nicht unter sich bleiben. Austausch ist alles, und Verständnis füreinander kann auf diese Art ebenfalls erreicht werden.

Wir schreiben nicht über unsere eigenen Gelüste

Das Interessante daran ist aber, dass sie unsere Redakteure mit den Inhalten in Verbindung bringen – heißt: Wer über Bisexualität schreibt, muss ja wohl „Bi“ sein, wer über Feminisierung schreibt, muss wohl im Herzen (und sogar im Leben) eine „Sissy“ sein.

Im Grunde sollte jeder wissen: Redakteure sind Menschen, die nicht über die eigenen Gelüste schreiben, sondern die Lüste anderer beobachten. Und weil das so ist, können wir uns bis zu einem gewissen Grad in die Personen hineinversetzen, die wir nicht sind. Und das ist wirklich alles.

Das Handwerk der Redakteure

Und wie es offenbar ganz schwer zu verstehen ist, was Redakteure auf dem Glatteis der Erotik wirklich tun, will ich es einmal erläutern:

Wir halten Abstand zu unseren Themen, das heißt, wie applaudieren niemandem, weil er anders ist und wir pfeifen niemanden aus, weil er so ist. Wir sehen einfach, wie er (sie) ist und welche Gelüste ihn (oder sie) antreiben. Vor allem aber versuchen wir, etwas zu verstehen und für andere verständlich zu machen. Das ist Handwerk, und sonst gar nichts.

Wir fallen nicht ein in eure Sehnsüchte - wir beschreiben sie nur

Was wir nicht tun, ist in die Sucht oder eine verzweifelte Suche nach Lust und Liebe einzufallen und sie zu unserer Sache zu machen. Wenn wir beispielsweise über „Cuckoldig“ schreiben, dann verwenden wir nicht die Sprache derjenigen, die daraus eine Philosophie machen wollen. Schreiben wir über „Feminisierung“ oder „Disziplin“, dann denken wir nicht in den Kategorien von verzweifelten Männern, die nach einer Freundin lechzen, die dies goutiert.

Wir behandeln also – und dafür werden wir nicht selten angegriffen – das Ungewöhnliche wie das Gewöhnliche. Im Grunde ist es doch völlig gleichgültig, ob wir darüber schreiben, wie eine Frau Ihren Ehemann dazu bringen kann, Cunnilingus an ihr auszuüben oder wie sie ihn in Fesselspiele verwickeln kann. Und es ist wirklich nicht unser Thema, ob dies immer auf „Augenhöhe“ erfolgen muss und wie man dabei „Gerechtigkeit“ praktizieren kann. Und schon gar nicht, wie es sich anfühlt, mit Scheuklappen hinter einer sexuellen Praxis herzulaufen.

Vielfältige Quellen helfen uns

Ich denke, es wäre schön, wenn Sie das einfach mal akzeptieren würden. Etwas 50 Prozent von dem, was wir schreiben, haben wir sorgfältig aus Foren, Blogs oder anderen Berichten der betroffenen Personen entnommen. Wir lesen auf Deutsch und auf Englisch, und so haben wir eine breitere Basis als andere, denen nur deutsche Quellen offenstehen.

Wie der Markt bei Lust und Liebe funktioniert

Ein letztes Wort zum „Markt“: Alles, was verzweifelt gesucht wird, ist teuer, und je verzweifelter Sie danach suchen, umso teurer wird es und umso weniger Chancen haben Sie, dass Ihre Wünsche aus Lust, Lieb oder Leidenschaft erfüllt werden. Das gilt keinesfalls nur für „schräge Lüste“, sondern für alle, die Partner mit besonderen Eigenschaften suchen.

Wenn Sie sich daran orientieren, dann haben Sie den ersten Schritt getan, die Dinge so zu sehen, wie unser Redaktion sie sieht: überwiegend nüchtern, pragmatisch und mit kühlem Kopf.

Bild: Alter englischer Kupferstich, rechts im Original.

Katzenliebhaber sind angeblich schmerzgeiler

Behaltet euer Katze, bezweifelt eure Presse
Katzenliebhaber sollen angeblich schmerzgeiler sein als andere Menschen. Das ist zwar nicht objektiv beweisbar, wird aber in vielen Studien dennoch in ähnlicher Form behauptet und angeblich "bewiesen." Klar – wo eine Wissenschaft ist, ist auch ein Weg.

So wollen Jaroslav Flegr und Radim Kuba abermals ermittelt haben, was sie schon in vorausgegangenen Studien in ähnlicher Weise herausgefundene haben wollen, nämlich dass mit Toxoplasma infizierte Menschen sich häufiger von Fesselungsspielen (Bondage) und sexueller Gewalt hingezogen fühlen. Männer sollen demnach sogar einerseits zum Masochismus und andererseits zu Vergewaltigungen neigen.

Wie bei Forschern üblich, schränken sie ihre „unglaublich aufschlussreichen“ Forschungen am Ende ein.

Es muss betont werden, dass Toxoplasmose-Infektionen nur einen kleinen Teil der verschiedenartigen Varianten von BDSM-Merkmalen erklären.


Die Krankheit, die für Menschen meist unbemerkt verläuft, wird direkt durch Katzenkot übertragen, aber auch durch ahrunsgmittel. Sie könnte eventuell (aber just das ist eben unbewiesen) das menschliche Verhalten beeinflussen. Allerdings wurde dies bisher nur bei Ratten und Mäusen bewiesen, die von Natur aus eine angeborene Aversion vor dem Geruch von Katzen haben. Bei infizierte Nagern soll diese Schutzfunktion angeblich ausgehebelt werden.

Die sogenannte „Durchseuchung“ soll in Deutschland extrem hoch sein und bei mehr als 50 Prozent liegen. Der Besitz einer Hauskatze ist allerdings nicht die einzige Möglichkeit, sich zu infizieren, wie Gesundheitsratgeber berichten.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Toxoplasmose für ansonsten unerklärbare Phänomene verantwortlich gemacht wird. So will eine dänische Studie „bewiesen“ haben, dass bei Müttern, die an Toxoplasmose leiden, das Suizidrisiko erheblich höher ist als bei Müttern, die niemals von der Krankheit befallen wurden. Auch an der Bedeutung dieser Studie gab es erhebliche Zweifel.