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Büro-Geschlechterkriege – die Neuauflage

Sicher ist eigentlich nur dies: Es gibt Frauen, die Karriere machen wollen, und weil das nicht immer so klappt, gibt es auch Institute, die Frauen darauf vorbereiten. So, und nun kommt es, wie es kommen muss: Was diese Institute sagen, könnte politisch total inkorrekt sein. Das Schlimmste daran ist: Frauen sollen sich ändern. Ja, bitte schön: Wie kann eine Management-Trainerin so etwas verlangen? Das ist die Ausgangsituation: Ein Bewerber stiehlt bei der Citybank eine Liste mit Verhaltensvorschlägen für Frauen, die an die Spitze wollen – von einer Frau. Er verlacht diese Vorschläge, und kurz darauf landen sie in einem Blog.

Schnell wird der Luftballon aufgeblasen: Via Blog wird versucht, allen ans Bein zu pinkeln, die damit etwas zu tun hatten, und Hohn und Spott werden reichlich ausgeschüttet. Worüber? Darüber, wie Frauen (und Männer, und überhaupt jeder von uns) sein Verhalten optimieren kann.

Gewiss – von den zehn Punkten wirken manche etwas antiquiert – doch was da steht, wendet sich ja nicht an Frauen, die bereits an der Spitze stehen, sondern an solche, die noch dahinwollen: „Sei kein Mäuschen!“, könnte die Überschrift sein, und unter anderem wird sinngemäß dies gesagt:

1. Frauen reden oft zu leise - werden nicht gehört.
2. Frauen machen sich in der Öffentlichkeit zu schön. Das stärkt die Sicht auf die Weiblichkeit und lenkt von den Fähigkeiten ab.
3. (Original Punkt 5 ) Frauen fragen um Erlaubnis. Man lehrt Kinder, um Erlaubnis zu fragen. Männer fragen nicht um Erlaubnis, sie informieren.
4. (Original Punkt 6 ) Frauen entschuldigen sich. Wenn man sich auch für die kleinsten Fehler entschuldigt, schwächt man sein Selbstvertrauen. Männer bieten in dieser Situation Problemlösungen an.
5. (Original Punkt 8 ) Frauen glauben, dass Regeln immer eingehalten werden müssen – ein Mann findet Wege, um die Regeln für sich auszulegen – und er kommt meistens damit durch.

Das Schema hat im Grunde genommen nur einen Pferdefuß, und der wird reichlich strapaziert: die Differenz Mann-Frau.

Sagen wir es doch mal so:

1. Jede, der leise redet, sollte seine Stimme trainieren, um laut und deutlich zu reden. Dann wird man gehört.
2. Wenn Sie sich zu auffällig oder zu sexy kleiden, achten die Menschen mehr auf ihre Kleidung als auf das, was Sie zu sagen haben. (Es ist wahr, warum sollte man es nicht behaupten dürfen)?
3. Fragen Sie im Geschäftsleben nie um Erlaubnis. Handeln Sie und bringen Sie Ihre Aufgaben zum Erfolg. Wenn Sie den haben, bekommen sie den Freibrief sowieso.
4. Es gibt keinen Grund, sich für kleine Fehler zu entschuldigen. Menschen machen Fehler – und es ist immer gut, Problemlösungen anzubieten. Was hat eine Firma davon, wenn sich ein Mitarbeiter dauernd entschuldigt?
5. Kein Mensch hält sich ständig an die Regeln. Durchbrechen Sie Büro-Regeln, wenn Sie glauben, dass sie damit ihre Aufgaben besser und schneller erledigen können. Glauben Sie, irgendjemand kommt an die Spitze, weil er immer brav alle Regeln befolgt hat?

Die Menschen, die sich gerade echauffiert haben, als sie die zehn Punkte lasen, bellen den falschen Baum an, denn es geht hier gar nicht um den Geschlechterkampf, sondern darum, durch eine Veränderung Ziele zu erreichen, die zuvor nicht erreicht werden konnten.

Aus eigener Anschauung: Fast alle Methoden, zu mehr Erfolg zu kommen, wirken auf den ersten Blick etwas eigenartig. Darauf kommt es aber nicht an, sondern darauf, ob sie wirksam sind. Vielleicht sollten sich die Besserwisser einmal darauf konzentrieren?

Informationen auch aus: Clack (Schweiz).

Partnersuche: Frauen schieben Probleme auf „die Männer“ ab

Der Artikel von Michaela Haas in der „Süddeutschen“ ist schon etwas älter. Dennoch passt er hervorragend in das Thema dieser Tage: Akademikerinnen, Partnersuche und Anspruchshaltung. Frau Haas passt etwas nicht, und das schrieb sie 2009 deutlich in der „Süddeutschen“.

Psychologen, Buchautoren und Blogger, die Dinge um das Paarungsverhalten deutscher Akademikerinnen pragmatisch sehen, müssen „mäßig erfolgreich sein“, behauptet sie in ihrem Artikel. Es sei, als ob man „einen der Chefs von Lehman Brothers um einen Ausweg aus der Finanzmisere zu bitten.“

Nein – Freundinnen, ihr bellt nun an der falschen Stelle, falls ihr bei mir von „getroffenen Hunden“ redet. Denn wenngleich es Blödsinn ist, dass „mindestens 18 Prozent der Superweiber »nach unten« lieben müssten", bleibt doch die Tatsache, dass gegenwärtig ausschließlich ein gesunder Pragmatismus das Problem der ledigen Akademikerinnen löst.

Frau Hass macht den gleichen Fehler, den fast alle Menschen machen (keinesfalls nur Frauen), die sich um die „Akademikerinnenkrise“ bemühen. Auch sie übertreibt maßlos, wenn sie sich fragt, ob denn „die Frauen ihr Verhalten zugunsten sozial Benachteiligter ändern sollen“ - denn diese Frage stellt sich überhaupt nicht.

Gebetsmühlenartig wird behauptet: Männer müssen sich ändern

Ähnliche Artikel mit Schwarz-Weiß-Malerei finden wir in den letzten Monaten zu Dutzenden. Ihr Fazit ist immer gleich: Es geht nicht an, dass sich Frauen ändern – Männer müssen sich ändern. Die Forderung alleine zeigt bereits, dass die schreibenden Frauen gar nicht daran denken, ihren Freundinnen zu empfehlen, umzudenken. Sie suchen die Verantwortung beim Mann, und wer lange genug danach sucht, der findet sie auch – mit den üblichen fatalen Folgen, denn wer darauf wartet, dass sich die anderen ändern, der verspielt seine eigene wertvolle Zeit. „Wir sind alle Prinzessinnen und das Leben ist unendlich lang“ – das denken ohnehin viele partnersuchende Frauen. Spätestens mit 38 sehen sie sich um, wie kurz das Leben ist - und auch die jahrelang so stolz getragene Fassade hat schon die ersten Risse bekommen – in jeder Hinsicht.

Sowohl die schreibenden wie auch die nicht schreibenden Frauen sollten etwas lernen: Man kann sich die Welt nicht zurecht reden, wie man sie gerne hätte.

Da nützt auch eine Bürgermeisterin als Kronzeugin nichts, die sagt, es gäbe

Tausende von Frauen, die ihren Männern in gehobeneren Positionen den Rücken stärken, leider aber nur wenige Männer, die Gleiches tun.


Männerschelte: dreist und dumm

Ich will es auf den Punkt bringen: Die Männerschelte ist so ziemlich das Dümmste, was eine deutsche Frau gegen das Problem ledig bleibender Akademikerinnen tun kann - jede Psychologin und jeder Psychologe wird es Ihnen bestätigen. Das Einzige, was wirklich nützt, ist sich darüber klar zu werden, wohin man eigentlich gehen will.

Insofern empfehle ich den Blick in ein altes Kinderbuch. Der Rat der Edamer Katze (Grinsekatze) ist immer noch aktuell: Wohin du gehen könntest, hängt in erster Linie davon ab, wo du ankommen willst.

Übrigens: Wo man ankommen will, sollte man sich mit Mitte 20 überlegen – die meisten Frauen, die vom „Akademikerinnenproblem“ wirklich betroffen sind, sind Frauen, die deutlich über 30 sind.

„Cool“ bleiben bringt den Erfolg? Nur bei Benimm-Beraterinnen

büroflirt zu urgroßvaters zeiten


Die Tageszeitung, die ich lese, hat heute „gutes Benehmen“ auf dem Programm. Das passt sozusagen ins Sommerloch wie Knoblauch zu Olivenöl – einfach herrlich.

Das Erste, was ich las: Im Büro wir nicht geknutscht. Mögen das auch viele Völker dieser Erde tun, und mag auch Deutschland ein Vielvölkerstaat geworden sein – tut „man“ nicht. Soll angeblich eine Beraterin aus Hamburg gesagt haben. Wer genau liest, erfährt: Dies gilt nur für „konservative Branchen“ wie beispielsweise Versicherungen. Jetzt begreife ich endlich, warum das „Bad mit Damen“ in Budapest für soviel Aufregung gesorgt hat. Ja, wenn man nicht einmal mehr eine Kollegin auf die Wange küssen darf in der Branche – dann verstehe ich, warum man nicht mit Rotlicht-Damen baden darf. Es verstößt gegen die Etikette.

Man geht auch nicht auf „Tuchfühlung“ – ein lustiges Wort, das ich schon lange nicht mehr gelesen habe. Als Beispiel wird eine Dame genannt, an die sich ein Herr von hinten herangerobbt (meiner Meinung nach ist hinten bei Bürostühlen erst mal die Lehne) und auf „Tuchfühlung geht“. Nein, der Flirt von hinten durch das Tuch auf die Frauenhaut? Das geht klar zu weit. Vielen Dank, Frau Benimmberaterin – in der Schlange in der Kantine ist der Flirt doch erheblich leichter, nicht wahr? Dann aber bitte ebenfalls „ohne Tuchfühlung“.

Übrigens machen „Gemeinsamkeiten sympathisch“, wie uns nun eine dritte Lebensberaterin, diesmal aus Stuttgart, erläutert. Am besten reden Chef und Azubi dabei über das Wetter, denn das müssen sie gemeinsam erdulden – aber sie werden es auch nicht gleich empfinden, wie ich befürchte. Ach ja – und bloß keine Konflikte im Büro. Wobei ich nun wieder bei den Deutschen und ihrem Angsthasenkomplex wäre – oh, Konflikte? Da müsste man ja "uncool" werden, wenn man ich damit befassen wollte. Tatsache ist leider: Deutsche hassen Konflikte, weil sie keine Kommunikationsstrategien zur Lösung kennen. Die Beraterin empfiehlt: Thema wechseln - also die "Schisservariante", um mal mit Günter Jauch zu sprechen.

Offenbar sind die Berater alle demselben Wahn verfallen: Immer „cool“ bleiben, alles „cool“ behandeln, und wenn es mal nicht so „cool“ geht, abdriften.

Die Welt der stromlinienförmigen Zombies

Mal ehrlich, meine Damen: keine Emotionen mehr, keine Konflikte, keine Auseinandersetzungen? Wenn euch die Menschen wirklich folgen, was ich nicht hoffe, dass führen Sie alle uns in eine schreckliche Zeit, in der es nur noch stromlinienförmige Zombies gibt, die für die Karriere ihre Seele verkaufen.

Warnung vor dem Lotuseffekt: Wenn alles abperlt

Warum fällt mir zu diesem Thema nur immer auch „Dating“ ein, also die Partnerwahl unter Erwachsenen? Weil hier ähnliche Schönredner ähnliche Gedanken an ähnlich unbegabte oder ungeübte Menschen heranreden. Niemals Emotionen zeigen, immer schön beim „Small Talk“ bleiben.

Darf ich Ihnen etwas verraten? Damit benehmen Sie sich vielleicht gut im Sinne der Benimmberaterinnen, aber an der glatten Hülle, die Sie dabei entwickeln, perlt jeder Versuch der Annäherung ab, wie an einem Lotusblatt. Also: Zeigen Sie Persönlichkeit und Profil, gleich, wo Sie sind. Und lernen Sie um Himmels willen, Konflikte zu lösen und nicht zu verdrängen.

Hinweis: Unter Verwendung von Auszügen aus der „Leipziger Volkszeitung“ vom 27. Juli 2011

Bild: Historische "French Postcard", nachträglich koloriert.

Der Weg zum glücklichen Dreier

Wer einen „Dreier“ nicht als „tolles Abenteuer“ begreift, sondern sensibel an diese Form „verbotener“ Lust herangeht, hat mehr davon – so jedenfalls sagte es uns Charlie Glickman. Der sollte es wissen, denn er ist ein einfühlsamer Sexberater – und nicht einer von diesen modernen Falschmünzern, die uns sagen wollen, dass Sex nur Sex ist – und man dabei gar keine Gefühle außer Geilheit benötigt. Der Wissenschaftler schreibt, wie man einen Partner für den Dreier findet, wie man ihn pfleglich behandelt und wie man dabei gesund bleibt – körperlich, sozial und vor allem mental.

Mr.Glickman schreibt in seinem Artikel ausschließlich für Paare, die „einen dritten Partner suchen“, also nicht für Singles, die auf Paarsuche sind. Darüber werden wir aber demnächst noch Informationen hinzufügen.

Das Paar muss sich zuerst selbst auf den Dreier einstellen

Zunächst stellt der Sexualberater die Gretchenfrage: „Sind Sie sicher, dass Sie es wollen? Das kann nicht einfach zwischen Tür und Angel entschieden werden. Man braucht dazu mehr als die Idee, „es“ einmal zu tun. Am Ende es muss eine weitgehende Übereinstimmung zwischen den Partner herrschen: Nicht nur „es zu tun“, sondern vor allem auch, was dabei passieren sollte und was nicht. Schon mancher Ehepartner war überrascht, welche Wünsche im anderen schlummern, und die erst bei der Frage nach einem „Dreier“ akut werden. Seien Sie sich bitte darüber klar, dass sich Ihre Paarbeziehung nach einem Dreier verändern könnte –in jeder Richtung.

Wer soll der Dritte sein?

Wenn Ihnen klar ist, dass sie "es" tun wollen, dann ergibt sich bereits die nächste, für viele Paare ebenfalls überraschende Frage: Was wollen Sie eigentlich von dem Dritten? Mann oder Frau? Eher passiv oder eher aktiv? Hetero oder Bi? All dies sind Fragen, die man nicht erst klären kann, wenn der andere bereits im Wohnzimmer sitzt, denn auch er hat ein Recht darauf, zu wissen, was seine Rolle im Spiel sein wird. Der Autor des Originalartikels hat eine verblüffende Logik: Je besser sie selber wissen, was sie wollen, umso leichter ist es, jemanden zu finden, der dies auch will. Abgesehen davon: Sogenannte „Hohe Ansprüche“ verhindern nicht nur konventionelle Beziehungen, sondern auch Dreier.

Den Fuß in die Tür bekommen – wo man den Dritten findet

Sollte man online suchen? Vielleicht. Manche Paare verwissenschaftlichen dort ihre Wünsche und reden von „Polyamorie“, viele sagen, sie führten eine „offene Ehe“, andere suchen im Internet ganz offen einen Dritten („Paar sucht Frau, Paar sucht Mann“), manche suchen „Cuckold-Beziehungen“ und wieder andere bezeichnen sich als „Swinger“. Bei den allzu offenen Anzeigen von Einzelpersonen ist stets etwas Vorsicht geboten – da fragt sich, welche Interessen wirklich verfolgt werden. Ob Sie eine Freundin oder einen Freund fragen sollten? Denken Sie daran, das sich auch Ihre Beziehung zum Freund oder zu Ihrem gesamten sozialen Netz nachher verändern könnte – „gute Freuden“ lassen sie also besser „außen vor“.

Keine spontanen Dreier

Wenn Sie glauben, jemanden gefunden zu haben, dann sollten Sie sich die Person an einem neutralen Ort ansehen – laden Sie Ihren Kandidaten oder Ihre Kandidatin zu einem informativen Treffen ein, möglichst noch außerhalb Ihrer Wohnung.

Entspannt liebt es sich besser

Der Artikel, den ich las, geht sehr behutsam mit den Menschen um, sid einen Dreier suchen. Der Autor weiß (was viele ignorieren) dass beim Dreier „zwei gegen/mit einem“ spielen. Dieser „Eine“ soll sich wohlfühlen, und er soll glücklich werden mit seiner Rolle. Das geht nur, wenn man einander entspannt gegenübertritt, die Lust langsam anfacht und jedem das zugutekommen lässt, was man schenken kann.

Sicherheit auch beim Dreier zuerst

Ihre Sicherheit, sei es die körperliche Unversehrtheit oder der Schutz vor übler Nachrede oder gar Erpressungen, ist bei einem Dreier noch wichtiger als bei jedem anderen Date. Weisen Sie Personen zurück, die sich Ihnen als „Dritte“ aufdrängen, und benutzen Sie Kondome, auch dann, wenn Sie als Paar niemals welche benutzen. Die Person, die Sie als Dritten „mitnehmen“, kann Ihnen viel über die eigene Gesundheit und die eigenen Absichten erzählen – was davon wahr ist, wissen Sie nicht.

Wenn Sie mehr (viel mehr) lesen wollen – diesen tollen Artikel fand ich auf „Blogher.com“. Charlie Glickman führt euch ein Blog – das Buch, das er empfiehlt, gibt es leider nur in englischer Sprache.

Buch: The Threesome Handbook: A Practical Guide to SLEEPING WITH THREE

Foren im Web 2.0 – wie nützlich ist Wischiwaschi über Sex?

Wenn ein Junge wissen will, wie groß ein normalgroßer Penis ist, dann wird er im Internet schnell fündig – und ist meist hernach beruhigt. Wenn junge Frauen aber etwas Genaues über ihre Vagina wissen wollen, dann müssen sie weiterhin beschämt und verunsichert suchen – und landen oft auf Foren, also Web 2.0-Seiten, bei denen sogenannte „User“ die Antworten für andere „User“ geben. Diese Antworten werden zwar oftmals bewertet, aber sehr selten qualifiziert moderiert – was zu unsäglicher Konfusion führen kann.

Die Liebeszeitung hat sich die Mühe gemacht, einmal nachzusehen, was passiert, wenn eine junge, unerfahrene Frau wissen will, wie groß ein Penis maximal sein darf, den sie noch aufnehmen kann. Für eine Frau von 30 ist das natürlich kein Thema mehr, und sie mag solche Fragen lächerlich finden.

Doch junge Frauen haben Gründe, so etwas zu fragen – und sie haben Anspruch auf vollständige, zutreffende und befriedigende Antworten.

Ob Sie diese bekommen? Wir meinen: Nein, auf keinen Fall. Ungenau, am Thema vorbei, lächerlich gemacht – ist dies der richtige Weg? Wir meinen: So geht es nicht weiter.

Zwar halten netdoktor.at und netdoktor.de wirklich ausführliche Informationen über die Scheide bereit, aber beide zieren sich doch ein bisschen, die genaue Interaktion zwischen Penis und Scheide zu beschreiben – und geben deswegen keine Antwort darauf, ob der Penis „zu groß“ („zu lang, zu dick“) sein könnte, und ob in diesem Zusammenhang Schmerzen entstehen können.

Aufklärung durch Pornografie? Da erschrecken Eltern und sagen: "um Himmels Willen, nein!" Aber Aufklärung durch Web2.0-Foren, so zweifelhaft sie auch sein mag – da soll in Ordnung sein? Wir meinen: Schafft endlich verlässliche, ausführliche und zutreffende Informationsquellen – und das sind die Damen und Herren aus dem Medizinbereich, namentlich Gynäkologen und Urologen gemeint, die so etwas auch vermitteln können. Die jungen Menschen mit dem Wunsch, die Liebe nun auch körperlich zu vollziehen, wollen keine „trockenen Fakten“, die ihnen in der Praxis nichts nützen, sondern eine dynamische, nachvollziehbare Erläuterung der Körperfunktionen. Nur so können sie lernen, die Liebe zu genießen, auf sich selbst und den anderen zu achten und Krankheiten zu verhüten.

Anmerkung: Wir besuchten auch weitere Foren, die ähnlich sinnentleerte Antworten enthielten.