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ProSiebenSat.1 setzt offenbar weiter auf „Dating“

Fernsehen war gestern - sagen jedenfalls viele Leute - und die wollen auch wissen, dass davon die verlässliche Grundlagen der „Privaten“ Fernsehsender betroffen ist: die Werbung.

Schon vor längerer Zeit hat man bei ProSiebenSat.1 „in Dating“ gemacht, mit PARSHIP, ElitePartner und zuletzt auch eHarmony.

Nun höre ich, dass man (Zitat) ...

mit dem US-Finanzinvestor General Atlantic das US-Datingportal Meet für eine halbe Milliarde Euro übernehmen und mit der Partnervermittlung Parship zusammenlegen (will).

Was es mich angeht? Gar nichts mehr. Seit der Erfindung und epidemieartigen Verbreitung der Dating-Apps habe ich mich ganz aus dem Geschäft herausgehalten. Ich habe dennoch nachgesehen, wer die Meet Group ist und was sie so tut.

Frauentag - falsche Forderungen statt Vernunft

Ich hatte ja schon etwas zum Frauentag geschrieben ... auf Sehpferd. Und um es hier noch mal überdeutlich zu sagen: An diesem Tag reden Frauen, denen nicht mehr einfällt, über Dinge, die kaum jemanden interessieren. Zum Beispiel, dass es mehr Frauenquoten geben sollte. Bei Abgeordneten, in den Aufsichtsräten, in Verwaltungen und Behörden.

Wenn ich die Einführung von Frauenquoten in der IT fordern würde, und dies Gesetz werden würde, könnte die deutsche IT einpacken - sie gäbe es kaum noch. Und ich kann euch dies sagen: Ich war immer glühender Befürworter von weiblichem IT-Personal - nur gibt es kaum Frauen, die sich dafür interessieren.

Der Blödsinn der Quoten

Ich bin mir nicht sicher, ob es leicht ist, Abgeordnete oder Abgeordneter zu werden - aber viel Sachkenntnis ist dazu offenbar nicht nötig. Da kann man natürlich leicht „Quoten“ fordern. Ob das bei Landwirten/Landwirtinnen und Maurern/Maurerinnen auch so ist? Ihr dürft raten. Und zu denken beginnen, wem das ganze Geschrei eigentlich nützt.

Ehre, wem Ehre gebührt

Und nun las ich doch noch, was mir viel Freude bereitete: Lobpreisen und Fördern sollten wir Frauen, die nicht mit irgendeiner „Anspruchshaltung“ an die Tür klopfen, sondern die unsere Lebensqualität aufrechterhalten.

Die Bloggerin Fatima nennt sie und sagt dazu:

Preisen wir doch stattdessen mal die Damen, die bei Wind und Wetter die Post ausliefern, in der U-Bahn die Fahrscheine kontrollieren, oder als Halbtags-Sekretärin die ganze Firma am Laufen halten, und die zur Entspannung abends zum Boxtraining gehen oder die Nachbarschaft mit Schlagzeugspiel auf Trab halten.

Die Zeitungsausträgerin - vergessen im Quotenrausch?

Gut - beim Boxtraining kenne ich mich nicht aus, aber ich rede ab und an mit meiner Zeitungsausträgerin. Und von der weiß ich, dass sie einen ausgezeichneten Job macht. Und wenn schon Frauentag: Sollten wir nicht besser an diejenigen Frauen denken, die versuchen, ein eigenständiges Leben zu führen statt dem Staat auf der Tasche zu liegen? Und mal noch schärfer: Warum sollten wir Frauen verehren, die anderen Frauen zu hoch bezahlten Jobs verhelfen, auch wenn sie nicht sonderlich geeignet sind?

Ach - sagt da jemand: Das gilt auch für Männer? Ja, gilt es. Aber das ist kein Grund, den Unsinn nachzumachen.

Deine Rolle beim Dating - hybrid und festgelegt

Dating ohne Regeln und Rollen
Die Rolle der meisten Frauen bei der Partnersuche ist festgelegt: Sich jemanden sichern, eine Weile prüfen, ob die Sache hält, was sie zu Anfang versprach, und dann ein Paar bilden - oder sich wieder trennen.

Das entspricht in etwa dem Rollenbild der 1950er/1960er Jahre, das bis in die 1990er Jahre bestehen blieb. Was letztlich auch hieß, dass die Menschen, die bis in die 1980er Jahre erwachsen wurden, noch von solchen Idealen beeinflusst wurden. Und es hieß auch, dass bei jeder neuen Begegnung ein unglaublicher Stress entstand: Wenn er es nicht ist, dann war es verlorene Zeit. Besser aber, man verliert nur den einen Abend als viele Monate, nach denen man sich wieder trennt.

Die Rolle der Ehrbaren

Damit war auch die Rolle festgelegt: die ehrbare Partnersuchende mit ernsten Absichten. Mochte drinnen das Herz klopfen und die Biochemie ihren Tribut fordern - die Fassade stand. Es schien lange Zeit so, als ob diese „Rolle der Ehrbaren“ bei allen Frauen über 40 zum festen Repertoire der Partnersuche gehörte. Positiv ausgedrückt: Diese Frauen wussten,„wie sich eine Dame verhält“, aber sie waren nicht (mehr) auf die Rolle der Partnersuchenden vorbereitet.

Die Rolle der Partnersuchenden

Die Rolle der Partnersuchenden, die nicht auf der Klaviatur der Ehrbarkeit spielt, ist einfach zu beschreiben: Sie spielt sich selbst. Das heißt, sie kennt ihre Persönlichkeit, ihre Stärken und Schwächen und legt den Teil auf den Tisch, den sie ausspielen will. Das ist ohne jeden Zweifel die interessanteste Lösung - und sie fährt auch den besten Ertrag ein.

Hybrid - was ist denn das?

Hybrid suchen Menschen (nicht ausschließlich Frauen), die jetzt Freude am Leben haben wollen und dabei nicht ausschließen, dass sie eine Begegnung haben werden, die für die Zukunft taugt. Wer das tut, muss rollenflexibel sein und gegebenenfalls per Stichwort von „Rot“ oder „Grün“ auf „Gelb“ schalten, um dann die Richtung zu wechseln. Konkreter: Wer auf diese Weise Verabredungen eingeht, sucht eine dauerhafte Beziehung, schließt aber auch nicht aus, dass eine Kurzzeitbeziehung oder eine heftige Affäre einsteht.

Casual - das Eine und nur das Eine

Casual Dating - wir hatten es schon erwähnt - ist ein Treffen, hinter dem vor allem ein Wunsch steht: möglichst rasch die eigene Lust mit der Lust eines anderen Menschen zu teilen und sich dabei wohlzufühlen. Dazu ist eine bestimmte Lebenseinstellung nötig, die ausschließt, dass man sich „ernsthaft“ verliebt.

Und was lernen wir über diese Rollen?

Nur die Person, die sich selbst spielt und dabei ihre Offenheit nutzt, hat normalerweise wirklich Freude an Begegnungen, da ihr auch die „Fehlgeschlagenen“ durchaus Gewinne bringen können. Falls du meinst, du spielst nicht dich selbst, sondern du BIST du selbst, solltest du dich fragen, wie offen, bewusst und uneigennützig du bei Verabredungen handelst.

Wer „eine Andere“ spielt, ist zumeist im Bereich des Erotik-Datings (Casual) unterwegs. Das ist absolut in Ordnung, bringst dich aber in Schwierigkeiten, wenn du dich trotzdem verliebst.

Von vornherein auf „sowohl als auch“ (Hybrid) zu spielen ist absolut in Ordnung, verlangt aber, dass du sowohl die eine wie die andere Rolle spielen kannst und es dir nicht ausmacht, wenn du innerhalb kurzer Zeit die Rollen wechselst.