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Deine Rolle als Erotik-Darstellerin

Die erste Rolle im Traum
Du bist keine Schauspielerin, wenn du einmal in einer Laienspielgruppe auf der Bühne gestanden hast. Und trotzdem wirst du wissen: Da warst du jemand anders, nicht du selbst.

Wo beginnt deine Rolle als Erotik-Darstellerin?

Die erste Rolle - im Bett, insgeheim

Die erste Rolle, die du in deinem Leben als sexuelles Wesen spielst, findet in dienen Träumen und Tagträumen statt. Da gibt es nicht viel zu spielen: du wirst deine Fantasie an und bist jemand, der du „eigentlich“ nicht bist: Eine „Schlampe“, eine „Lesbe“, eine „Sklavin“, eine „Domina“, eine Swingerin oder was sonst deine Fantasie beflügelt. Wahrscheinlich weißt du wann das am besten funktioniert: Wenn du unbedingt einen Orgasmus erreichen willst, sei es allein oder mit deinem Partner (deiner Partnerin). Klar haben Männer auch solche Fantasien, aber die „kommen“ ja sowieso immer.

Solltet ihr das zugeben? Auch selbst gegenüber, der besten Freundin gegenüber oder gar eurem Sex-Partner oder Ehemann? Ich glaube, eher nicht. Kommunikation soll ja helfen, sagen die Psychologen. Aber ich sag euch ehrlich: so etwas muss man erste mal über die Lippen bringen - und dann die Reaktionen aushalten können. Die sind garantiert nicht immer liebevoll.
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Aus der Rolle fallen: erotisch schreiben

Hast du erotische Fantasien? Klar hast du erotische Fantasien.

Und willst du sie durchleben?

Äh, ... und dann folgt ein Satz, der eher „Nein“ beinhaltet oder ein bisschen zu viel „vielleicht, aber nur, wenn ...“

Manche Schriftstellerinnen schreiben richtig „schmutzige“ Erotik, weil sie damit Geld verdienen wollen - na schön, good luck, Ladies.

Aber die meisten wollen einfach, dass ihre Figuren das durchlüsten und durchleiden, was sie niemals tun würden.

Das Schöne daran ist - du kannst völlig aus deiner Rolle heraus. Brave Sachbearbeiterin oder Serviererin? Kein Problem, denn nun wird es Abend, und du ziehst ein kurzes Sommerkleid an ohne irgend an und klingelst bei deinem gut aussehenden Nachbarn. Nein natürlich nicht DU ... Cindy tut es, die gerade deinem Kopf entsprungen ist. Wenn du mutiger bist, kannst du auch anonym auf eines dieser ganz geheimen Treffen gehen, auf denen du eine Maske trägst - und sonst fast gar nichts und dich einfach „anbieten“. Du gehst ja nicht selber hin ... und kannst Jeans und Pulli anbehalten. Falls du noch etwas Schärferes suchst: Da wäre noch der Mann aus dem Haus gegenüber, der jeden Tag mit Nadelstreifenanzug und roter Krawatte aus seiner Protzlimousine ausstiegt und verächtlich auf dein altes Auto schaut ... wolltest du ihm nicht schon lange Mal übers Knie legen und ihm seine Arroganz austreiben? Das kannst du nicht? Aber Sybille kann es, die stellvertretend für dich den Managerhintern zum Rotglühen bringt. Dau kannst detailliert beschreiben, wie sich der Herr ziert und sich dann doch als devotes Hündchen entpuppt, dass dich „Herrin“ nennen wird. Na, vielleicht ist das ein Klischee, und du hast eine viel bessere Idee?

Keine zwölfte Version der "Shades" - aber ...

Oh ja, das geht auch umgekehrt, na klar ... aber da musst du schon den „Shades“ etwas entgegensetzen. Also: du bist kein jungfräuliches Mauerblümchen, sondern bist Jeanett, die gefürchtete Abteilungsleiterin, die du jeden Tag spielen musst, wenn du deinen Job tun willst. Aber du wärst so gerne einmal eine aufsässige Göre, die gezähmt werden muss, um auf den Weg der Tugend zurückzukommen. Und warum sollte es eigentlich ein Mann sein, der dich dahin zurückführt zu wreden. Hetero ist ganz hübsch, aber du erinnerst dich sicher an die strenge Personalchefin, die dir einmal mit Kündigung gedroht hat, weil du ... Ach, nein, nicht dir ... sie hatte Jeanett gedroht, deinerr neuen Figur, die endlich einmal selbst die Konsequenz spüren will, die sie von anderen fordert.

Huch, hast du dich wiedererkannt?

Sklavin oder Sklavenhalterin - die Fantasie macht alles möglich

Was du da gerade machst, ist nichts anderes, als dien Fantasien an diene deinen Heldinnen zu delegieren - und mit ihnen zu sündigen, zu lechzen und zu leiden. Auf einem Sklavinnenmarkt verlauft werden? Oder, ganz anders, aus einer Gruppe von Männern auswählen zu können? Nimmst du diesen, jenen oder gleich zwei davon?

Das wirst du nie wirklich erleben. Aber deine Heldinnen werden es. Beschämt, hautnah, gierig oder befremdet ...

Jemand schrieb neulich (bearbeitet), Original hier.

(ich finde es) .. für Frauen positiv, dass erotische Fiktion mehr zum Mainstream geworden ist. Wenn du deine Erotik nicht in einer dunklen Ecke deines Wesens versteckst, sondern sie herauslässt, dann wird dir klar, dass es wirklich in Ordnung ist, über Sex nachzudenken und herauszufinden, was dich anmacht. Erotik zu schreiben, ist der Freifahrschein, dich als sexuelles und begehrenswertes Wesen zu fühlen, dessen Wünsche viel weiter gehen, als wir selber oft glauben.

Weißt du, heute versuchen viele Frauen, die Grenzen zu überschreiten, die ihnen ihr innerer Wohlanstand, oder ihre Ehe setzt. Aber nicht alle tun es, und manche bereuen es danach, den „real“ kannst du leicht an „den Falschen“ geraten. Aber einen Roman oder einfach eine Story darüber zu schreiben, ist auch eine Erfahrung über sich selbst.

Ich wünsche dir Freude, Glück und Lust, wenn du es tust.

Lustvolle Erziehungsspiele

Der Abteilungsleiter und seine Sekretärin, die eine Abstrafung verdient, ist in der Realität heute ja völlig „das geht gaaahnich“. Und was gar nicht geht, macht im Rollenspiel bekanntlich doppelt so viel Spaß.

Nur - wie fühlt sich eine junge Dame, wenn sie sich auf so ein Spiel einlässt?

Die Protagonistin war zunächst überrascht, dass der Herr gleich zwei Damen bestellt hatte, doch offenbar hatte er nur vor, eine der Damen abzustrafen. Von ihr soll nun die Rede sein.

Das Instrument der Wahl war ein Teppichklopfer, der sonst in Büros wohl selten Verwendung finden dürfte, und das Erlebnis war sensationell - ich gebe es leicht gekürzt wieder.

Nach dem Lüften des Unterrocks und einigen Klapsen und den den Po wurde das Höschen heruntergezogen, und schon ging es zur Sache: (Achtung: der Link könnte Menschen verstören, die hohen ethischen Normen folgen)

Was jetzt folgte, war ein Wechselbad aus erotischer Erwartung, kurzem brennenden Schmerz und sich immer mehr steigernder Lust, angefacht durch die herrischen Bemerkungen des Erziehers und diese seltsame Stimmung im Zimmer, bei der sich banale Realität, Inszenierung und sich langsam entwickelnde Rollenspiel-Dynamik vermischten.
Wie aus so vielen andren Schilderungen, die absolut glaubhaft sind, geht auch aus dieser hervor: Zu Anfang ist unklar, wie sich Hoffnungen, Erwartungen und vielleicht auch Ängste und Vorbehalte miteinander vermischen.

Obgleich der Schmerz als brennend empfunden wurde, steigerte sich die Lust durch die Schläge und die gespielte Strenge und wohl auch durch die zweite Person, die dem Schauspiel beiwohnte.

Sodann vermischen sich Spiel und Realität. und es entsteht eine Dynamik, die weder etwas mit dem Spiel noch mit der profanen Vereinbarung zu tun hatte.

Ihr könnt über „Rollenspiele der Lust“ denken, wie ihr wollt, aber ziemlich sicher ist: Wenn jemand sich mit der Rolle gar nicht identifizieren kann, dann kann er sich auch nicht an der Situation erfreuen, nicht mal einen kurzen Moment. Denn Hiebe und Erniedrigungen wirken nur dann wirklich lustvoll, wenn der Empfänger tief in die Rolle abtaucht - und nicht, wenn er oder sie nur spielt, um dem Partner einen Gefallen zu tun.

Dieser Artikel ist ein Teil unseres Märzthemas: „Aus der Rolle fallen“