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Findelsatire - was man sieht, wenn man tatsächlich etwas sieht

Du siehst was, was du nicht siehst
Hey, Mann ... ja du ... oder Sie oder so ...

Möchten Sie wissen, wohin die Hitze ging, welche Leidenschaft Sie einst empfanden, als Sie sich trafen und umarmten und jetzt durch Kälte ersetzt wurden?


Keine Frage - dahinter steht eine automatische Übersetzung. Und der Sinn ist, nach vielen anderen komplizierten Sätzen auf ein Potenzmittel hinzuweisen.

Die automatische Übersetzung führt zu weiteren skurrilen Blüten:

Wir lesen von einem „Zustand unreaktiven und voreingenommenen Bewusstseins“, der mal „achtsamer Geist“ und dann wieder „achtsame Präsenz“ genannt wird und einer „Fähigkeit, im Geschmack präsent zu sein ... wenn man tatsächlich etwas sieht.“

Ja, wenn man was sieht ... und was sieht man? Am Ende eben Potenzmittel. Oder was dachtet ihr?

(Hinweis; Die Zitatenquelle wird wegen der verborgenen Werbung nicht genannt)

Deine Rolle in der Unterwerfung

Unterwerfung einmal anders
Frauen, so sagt man, hätten eine genetische Veranlagung zur Unterwerfung - so wie „Eva“, die ja keine „richtige Frau“ war, sondern „Adams Rippe“, wie man scherzhaft sagt.

Das 19. Jahrhundert zeigt uns deutlich das Bild, das ein bedeutender Psychiater damals „vom Weibe“ hatte (1):

Als feststehend kann aber wohl angenommen werden, dass eine Neigung zur Unterordnung unter den Mann ... bei Weibe bis zu einem gewissen Grade als normale Erscheinung sich vorfindet ... Übrigens tun viele junge Frauen nichts lieber, als vor ihren Männern oder Geliebten auf den Knien zu liegen.


Ich nehme mal an, dass DU nicht vor deinem Herrn und Gebieter kniest ... und doch wird in diesem Text ein „typisches“ Rollenverhalten des 19. Jahrhunderts beschrieben.

Wir wissen heute, dass die heimliche Lust an der sexuellen Unterwerfung für beide Geschlechter gilt - mit einigen eher geringfügigen Unterschieden. Lediglich beim aktiven Schlagen (Handschläge, Rohrstock- oder Peitschenhiebe und dergleichen) weichen die Lüste der Männer erheblich ab - denn in diesem Punkt gibt es ungefähr doppelt so viele Männer, die darüber fantasieren, wie es Frauen gibt.

Werden Frauen nun dominanter?

Wir können daher nicht mehr sagen, dass Frauen „von Natur“ unterwürfiger oder dominanter sind als Männer. Aber wir können vermuten, dass es Frauen in manchen Fällen leichter fällt, die unterwürfige Rolle zu spielen als die dominante. Ja, wir können sogar annehmen, dass Frauen mit steigendem sozialen Status und mit ihrem Machtzuwachs in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft in Zukunft dominanter auftreten werden.

Die Realität ist oftmals anders als die Lust-Fantasie

Sicher - das sind Spekulationen. Und um davon herunterzukommen, sage ich euch diese vier Sätze:

- erträumt ist nicht angedacht.
- angedacht ist nicht ausgeführt.
- ausgeführt heißt noch nicht, Lust daran gespürt zu haben.
- und Lust dabei gespürt zu haben, ist noch lange keine Neigung.

Und - da wären noch Männer ...

Ihr werdet bemerkt haben: Das gilt für Frauen wie für Männer. Gerade die „körperliche Züchtigung“, die oftmals mit S/M-Fantasien einhergeht, wird in der Praxis sowohl aktiv wie passiv oft völlig anders empfunden als in der erotischen Fantasie.

Was nun die Männer angeht - sie sind immer dann forsch, wenn sie in ihren Träumen und Fantasien den Schwächeren unterwerfen können - und weil viele Männer die Frauen als „schwächer“ ansehen, haben sie eher die Fantasien, Frauen zu dominieren. Doch bevor ihr sagt, „Na also, sie sind doch Charakterschweine ...“ muss ich dies hinzufügen: Als gefragt wurde, ob sie davon träumten, zum Sex genötigt zu werden, beantwortetet beide Geschlechter diese Frage zu etwa 30 Prozent mit „ja“.

Was sagt uns das nun zur Rolle?

Zunächst einmal, dass du im Traum jede beliebige dominante oder unterwürfige Rolle annehmen kannst - danach gackert kein Huhn und kräht kein Hahn.

Sodann, dass du bestimmte Rollen annehmen kannst und damit experimentieren, ob sie dir gefallen. Überleg auch, ob du sie nur für deinen Partner spielst oder ob du selbst Lust daran hast. Erfahrungsgemäß werden Rollenspiele meist auf Wunsch des unterwürfigen Partners ausgeführt.

Falls du dabei entdeckst, dass du eine bestimmte Rolle besonders gut spielen kannst und Genuss dabei empfindest - es spricht nichts dagegen, sie dann und wann zu spielen.

(1) Zitat aus "psychopathia sexualis", Seite 152, in manchen Exemplaren möglicherweise abweichend)
Zahlenherkunft auf Anfrage.