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Das Schlimmste an Halloween - nackt und blau

Kein Bild - oh Schreck!
Das Schlimmste an Halloween wäre – nicht fernsehen zu können. Stellt euch vor, auf dem Bildschirm würde sich nichts als das bläuliche Bild einer nackten Dame zeigen, und dazu der Spruch: „Dieser Kanal kann nicht empfangen werden. Bitte überprüfen Sie Ihren Antennenanschluss“. Oder einfach: kein „Empfangssignal? “

Das hat die Fotografin Nell Nabarro in einem Versuch mit „Selfies“ dargestellt. Veröffentlicht hatte es Ainsley Hutchence.

Empfindsame Naturen und Besucher, die ihren Büro-PC benutze, wird empfohlen, die Instagram-Seite der Fotografin zu Hause aufzurufen.

Das © am Bild liegt bei der Autorin des Bildes.

Stinkefinger

Stingefinger-Kampagne - kommerziell, aber sinnvoll
Werbung (und Kommerz schlechthin) lässt sich im sexuellen Bereich durchaus noch mit Aufklärung über Vorurteile verbinden. Zum Beispiel über die Lust der Frauen über 50 und andere Vorurteile über Frauen. Textbeispiel von Lori (links)

Ich zeige den Stinkefinger für alle, die denken: 55 Jahre alt zu sein, bedeutet, dass ich meine sexuelle Blütezeit überschritten habe. Wir werden ständig an den Rand gedrängt, besonders wenn es um Sex und Dating geht.

Leider ist dies eine Tatsache: Frauen beklagen schon mit über 40, dass sie kaum noch „passende“ Männer finden. Selbst Männer um 45 suchen eher nach Frauen kurz über 30 statt nach gleichaltrigen Partnerinnen.

Muss das sein? Nein – da zeigen wir auch mal zwei Stinkefinger. Und weil die Kampagne kommerziell ist, verweisen wir hier mal eher auf das Blog des Herstellers, in dem wir wirklich interessante Artikel fanden.

Bilder © 2019 by hotoctopuss, Hashtag für DICH: #ShowStigmaTheFinger - dieser Beitrag wurde nicht gesponsert

Die arme Jugend findet keine Partner mehr

Satire in der Liebeszeitung
Die arme Jugend kann sich keine Verabredungen mehr leisten. Ei potz? Hier? Sind es die abgehängten der Gesellschaft im deutschen Osten? Gegenden, in denen die Frauen längst abgewandert und die Männer geblieben sind? Nein – es handelt sich angeblich um junge Leute aller Gesellschaftsschichten und Ausbildungswege in den USA. Und wer genau hinschaut, der sieht: Aha, wir haben es mit einem Finanzmagazin zu tun, in dem der Artikel erschienen ist (1).

Das kennt die Kosten für Verabredungen und weiß, dass so was teuer ist. Besonders dann, wenn der amerikanische Standard zugrunde gelegt wird, der ungefähr besagt: Der Mann muss sich leisten können, eine Frau zu einem hübschen Dinner einzuladen. Das kostet dann im Schnitt 102,32 USD, mit Wein, aber ohne Benzin.

Und die Lösung? Ein Sparkonto – zwei Banken werden auch gleich angegeben, die gut für den US-Mann sind. Emanzipation? Gleichberechtigung? Kosten teilen? Gemeinsam klein beginnen, dann wachsen? Alles Fremdwörter. Der Mann zahlt, die Frau lässt sich ähm … na ja, einladen.

Die Kosten des Luxus-Dates - und wozu?

Klar, ein Date kann teuer sein. Ein Dinner-Date mit einem wirklich vorzüglichen Wein, mehreren Gängen und was sonst so daran hängt – bis zu 200 Euro (nach oben immer offen). Nur: Das sind Luxus-Dates, bei denen die Männer imponieren wollen. Lustig ist: Manche Frauen rechnen auf, was sie alles für das Date „investieren“ mussten. Friseur und Kosmetikerin je gegen 60 Euro, lustvolle Dessous gegen 120 Euro, macht schon mal 240 Euro. Klar, dass der Mann dann fürs Dinner zahlt, oder?

Liebe Frauen … Dating ist kein Tauschhandel wie zu Anfang des 20. Jahrhunderts … damals wurden massenhafte Dinnereinladungen gegen – Sex getauscht. Ja, Sex. (2)

Was ist eigentlich so toll an DIR, das man dir ein Dinner spendiert?

Und heute – was bekommt der Mann eigentlich beim Dinner-Date? Sicher, er darf etwas essen. Das ist nicht schlecht. Und er darf dich ansehen – ja DICH. Hoffen wir mal, dass er Freude dran hat. Ja, und … er darf dir zuhören. Woran er bisweilen weniger Freude hat. Und er muss dir auf Fragen antworten, die ihm keine vernünftige Person jemals beim Essen stellen würde.

Also hört mal, Frauen: Wenn ihr glaubt, ihr solltet euer Anwesenheit verkaufen … tut es nicht bei privaten Dates – so wahr ich Geza heiße.

Geza redet Tacheles mit Chili – und provoziert damit. Das soll so sein.
Quellen:(1) Fool, via OPW. (2) Und für die Dinner-Einladungen von damals: "frühere Verhältnisse", Wien 2010.

Ich schäme mich, Pornografie anzusehen

Pornografie ansehen – und andere Dinge, für die ich mich schäme - eine interessante, ehrliche Offenbarung. Leider nicht von MIR, sondern von der libanesischen Autorin Jessica Semaan. Zusammen mit der Fotografin Jane Hu hat sie ihre Scham bildhaft und in kurzen Texten ausgedrückt.

Drei Kernsätze aus dem Bereich: „Ich schäme mich, Pornografie anzusehen“:

1. Keine andere Frau sieht Pornografie an.
2. Pornografie ist Männersache.
3. Ich bin böse, weil ich sexuelle Fantasien habe, die nicht den heterosexuellen Vorstellungen entsprechen.

Wer auf die Seite geht, wird dort nichts Pornografisches entdecken. Das ist gut so, denn es geht um falsche Scham und ihre Überwindung.

Sehenswert ist auch die Webseite der Fotografin.

Warum wirken Fotos von Dominas eigentlich so leblos?

Real oder Fototermin?
Wenn du dich selbst aus einem erotischen Wunsch heraus nach weiblicher Dominanz sehnst, wirst du eine große Anzahl von Vorstellungen vor Augen haben. Soweit du unbefangen bist (was kaum noch vorkommt), wirst du in deinen eigenen Begierden, Erfahrungen und Lüsten kramen, und dir daraus ein Bild machen.

Ich erfuhr beiläufig, dass es durchaus mehrere Fantasien gibt, die sich weder an Pornografie in bewegten Bildern noch an geschriebenen Unterwerfungs-Geshichten orientieren. Dann ist die „Domina“ meist das Abbild einer realen Person, etwas übersteigert aufgemacht. Es kann eine strenge Tante, eine harsche Erzieherin, eine Haushälterin mit Kittelschürze oder eine Lehrerin im Pulli sein. Jedenfalls hat sie ein Gesicht, an das sich die fantasierenden Männer erinnern, und sie trägt eine bestimmte Kleidung. Nur bei jenen, die tatsächlich einmal mit Strafinstrumenten Bekanntschaft machten, trägt zusätzlich die Attribute ihrer Zunft: Meist einen Rohrstock oder eine Peitsche.

Etwas albern: So sah eine "Domina" in einschlägigen Fotos früher aus
Klischees ohne Ende

In der visuellen SM-Pornografie finden wir vor allem drei Klischees:

1. Die Frau, die in BH und Höschen dargestellt wird. Ihre Dominanz wird durch ein Schlagwerkzeug belegt, die man ihr in die Hand gegeben hat. Sie wenden sich an Männer, die Begierde und Schmerz zu zugleich genießen wollen.
2. Eine Frau, die den „Knaben“ erwartet, um ihn „übers Knie zu legen“ oder sonst wie zu „verhauen“. Sie wenden sich vermutlich an „alte Knaben“, die sich den Hintern versohlen lassen wollen.
3. Die Frau als Klischee der „Lifestyle-Domina“ in Leder und Latex. Sie wirkt durch ihre Kleidung und Ausstattung. Die persönliche, strenge Ausstrahlung wird dabei zur Nebensache.

Das leblose Domina-Porträt - woran liegt es?

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Nahezu jeder, der fotografiert werden will, ist irgendwie befangen – das gilt sogar für selbstbewusste Menschen. Und die meisten Fotos, die ich gesehen habe, seien sie heute oder vor 50 Jahren aufgenommen, zeigen nichtssagende Gestalten mit maskenhaften Gesichtern in aufwendigen Klamotten. Oftmals versuchen die Frauen (oder gar die Fotografen?) sie klischeehaft darzustellen. Dies geschieht dann offenbar in der Annahme, dass nahezu alle Kunden die gleichen Klischees „kaufen“ würden. Entsprechende Hinweise werden tatsächlich auf Webseiten gegeben, die sich an „Amateurdominas“ wenden: „je mehr du einem Klischee entsprichst, umso besser.“

Die Frage ist nur, warum viele Fotos dann wirken, als hätte sich eine Wurstverkäuferin im Kittel in einen Sessel gesetzt, um sich möglichst sexy mit Wurst fotografieren zu lassen.

Was meinst du?

Nachdem ich das nun so provozierend behauptet habe, würde mich interessieren, wie einschlägige Fotografen und die betroffenen Damen darüber denken. Und nein - ich fotografiere nicht - jedenfalls keine Porträts.

Falls ihr mehr wissen wollt: es gibt einen hervorragenden Bildband über Dominas. (1) Der Link führt zu einem britischen Artikel mit Bildern. Das Buch ist in Deutschland erhältlich.

(1) Dominas ist im Grunde falsches Deutsch. Besser wäre, „Dominatricen“ zu sagen, analog zu „Direktricen“. Der Duden will aber die Umwandlung in Dominä, was noch schrecklicher klingt. Bild: Oben: Strenge Haltung und Bereitschaft ohne Pose, Ursprung unbekannt. Mitte: Foto, vermutlich aus den 1920er bis 1950er Jahren, nachkoloriert. Ursprung unbekannt. Dieser Artikel wurde nicht gesponsert.