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Der Verzicht auf die Geliebte in der Krise

In Krisenzeiten hat man's als Geliebte schwer ...
Der Verzicht auf die Geliebte in der Krise - wobei es auch ein Lover sein kann. Untreue ist nicht geschlechtsspezifisch.

Weihnachtstage, Familienurlaube, Naturkatastrophen und neuerdings wohl auch diese Pandemie mit Ausgangsbeschränkungen haben eines gemeinsam: Wer es mit der Beziehungstreue nicht so genau nahm, muss nun auf die Geliebte oder den Lover verzichten. Und falls die Geliebte oder der Lover Single ist, muss er/sie nun auch auf die Nähe desjenigen verzichten, bei dem er/sie sich angedockt hatte. Das kann, wie viele von euch wissen, böse ausgehen. Wenn es „Arrangements“ gab, sind sie plötzlich nicht mehr gültig, und wenn es keine gab, fliegen den Beteiligten plötzlich die Lügen um die Ohren.

Wenn Emotionen wegbrechen und der Support ausfällt

Ist die Geliebte oder der Lover ohnehin etwas „poly“, dann geht das Spiel nun überhaupt nicht mehr auf. Konkret: Bei den meisten Frauen, die Mehrfachbeziehungen unterhalten, fallen für einige Zeit alle Lover weg. Basierte die Liebe ausschließlich auf Sex und lustvollen Emotionen, dann können schlimmstenfalls die liebgewonnenen Routinen wegfallen. Basiert die Beziehung jedoch auch auf ein klein wenig „Sponsoring“, dann fällt auch ein Teil des Lebensunterhalts aus.

Arrangements kommen nicht nur in Krimis vor

Mancher wird nun denken: das kommt nur in den Drehbüchern von Kriminalfilmen vor: Man kennt das ja: Ehepaar sitzt vor dem Kommissar und erklärt, man habe da gewisse Arrangements getroffen, und im Hintergrund würde man Menschen treffen, die mehr oder weniger „poly“ seien. Und natürlich riecht der Kommissar, dass da eine Lunte glimmt. Da macht sich die „Poly-Dame“ dann optisch recht gut, die fröhlich von Blüte zu Blüte fliegt, und irgendwann holt dann alle die Moral ein.

Ob das Leben wirklich so „moralisch“ ist? Solange die Geliebte nicht getötet wird, kommt üblicherweise kein Kriminalist und stellt unangenehme Fragen. Und es gibt durchaus Arrangements. In „Psychology Today“ werden gleich mehrere Situationen beschrieben, die eine gemischte Mono-Poly-Beziehung rechtfertigen.

Einigen bin ich bei meinen Streifzügen durch die Welt des Eigenartigen begegnet. Recht typisch ist dabei die Beziehung, in der einer den sexuellen Appetit verliert. Oder sexuelle Wünsche hat, die der Partner nicht erfüllen mag. Etwa, wenn eine Beziehung jahrelang auf Blümchensex (Vanille) beruhte und eine Person plötzlich entdeckt, dass es auch „härtere Lüste“ gibt. Dazu dies Zitat:

Das Arrangement entlastet die Vanille-Person auch von der Bürde, entweder eine Art Sex zu haben, den sie nicht mag, oder das Gefühl zu haben, die Bedürfnisse ihres Partners nicht zu erfüllen.

Eine andere, meist allerdings im Geheimen ausgelebte Lust ist (meist bei Frauen) eine latente Bi-Neugierde, die durchaus in eine erotische Parallelbeziehung münden kann. In „normalen Zeiten“, fällt so etwas nicht im Geringsten auf.

Wie Menschen damit umgehen? In „ganz normalen“ Situationen mag alles möglich sein, und die Arrangements mögen halten. In Krisenzeiten allerdings werden diejenigen Beziehungen als erste brüchig, die ohnehin nicht wirklich tief verankert waren. Und genau dies wird nun vielen der betroffenen Personen passieren. Wer da in Schadenfreude verfällt, sollte wissen: es kann auch dir passieren.

Das Gemälde ist historisch - wir konnten aber keine Daten darüber finden.

Demnächst in diesem Theater

Sehnsüchte in der Dämmerung
Die alte Kinoankündigung: „demnächst in diesem Theater
“ (1) habe ich zum Anlass genommen, noch einmal (vielleicht letztmalig?) zu fragen, was ihr von „diesem Theater“, also der Liebeszeitung, erwartet.

Was machst du mit der Liebe?

Am besten „gehen“ hier nach wie vor Artikel über Themen, die eigentlich Randerscheinungen der Liebe sind. Die Liebe selbst ist allerdings überall in den Hintergrund abgewandert. Es gab einige Zeit, und sie ist noch gar nicht so lange her, seit „über die Liebe“ geschwafelt wurde, als wolle man sie „herbeireden“. Ich kann nicht behaupten, dass alles, was damals geschrieben wurde, Unsinn war, und nicht jeder Autor besaß die Arroganz, den Tod der Liebe herbeizureden. Zu jener Zeit wurde auch deutlich, wie inkompetent die Redakteure der Feuilletons sind, wenn es um die Bewertung der Liebe geht.

Was wünscht du dir von der Liebe?

Was wünscht ihr euch? Das Motto für den Monat Mai bei mir ist ja: „Hoffen auf Berührungen und Lust.“ Ich denke jeder (nicht nur jeder Single) wünscht sich inzwischen neben mehr Berührungen, auch mehr lustvolle Momente des Lebens, die nicht unbedingt mit der Liebe zusammenhängen.

Wie ich neulich schrieb, ist Körpersprache ausgesprochen wichtig für das Verständnis füreinander, und darüber hinaus für unser aller Wohlbefinden.

Öffentlichkeit: Missmutige Gestalten, die ihren Körper verdecken?

Solange maskenbehaftete, schlecht gekleidete, missmutige und griesgrämige Menschen uns ausweichen, gibt es kleine lustvollen Begegnungen – in gar keiner Hinsicht.

Vorschläge zur Liebe? Ja, bitte ...

Also schreibt mir einfach mal, was ihr gerne möchten würdet, wenn ihr dürfen könntet. Ich sage schon mal „Danke“ für jedes Wort, das bei mir eingeht.

Gut – ich kann euch nur mit Worten begegnen. Aber es wäre wirklich hübsch, wenn ihr mir hin und wieder sagen würdet, was euch bewegt.

(1) Erklärung dazu:Universal-Lexikon