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Auf den Punkt gebracht – die bewusste Beschädigung der Freiheit

Eine der Errungenschaften des demokratischen wie auch des liberalen Staats ist die Gedanken- und Redefreiheit. Doch heute ist es offenbar möglich, die Redefreiheit durch von langer Hand manipulierte „Mainstream-Meinungen“ einzuschränken.

Die neue Zensur: Wer anderer Meinung ist, wird diffamiert

Man darf zwar noch reden, läuft aber Gefahr, dann zur Seite geschoben zu werden: Was will der/die denn eigentlich? Die freie, unabhängige, authentische Meinung hat sich längst verkrochen. Es ist, um ein Zitat zu gebrauchen,

Die Courage, zu nuancieren, auch wenn das Unspezifische einfacher ist. Fragen zu stellen, statt Antworten zu geben.


Ich habe die Nase voll von den Leuten, die ständig Antworten wissen. Sie sind einfach zu dumm um genügend Frage zu stellen, bevor sie ihre Mäuler aufreißen.

Dumme Dreistigkeit: Erst Lösungen anbieten, dann Fragen stellen

Wir müssen uns mehr Fragen stellen, wenn wir Lösungen anstreben. Und wenn es Leute oder Interessengruppen gibt, die gar keine Lösungen wollen, sondern nur Antworten herumschreien, dann sollen sie es bitte sagen, ich werde sie dann Hooligans des Geistes nennen.

Damit liege ich, wie ich meine, absolut richtig. Ich greife dazu noch einmal auf meine Quelle zurück:

Wir leben offensichtlich in Zeiten, in denen es keinen Raum und keine Geduld mehr für Fragezeichen im öffentlichen Diskurs gibt. Vor allem endet fast jede Diskussion über das sexuelle Miteinander der Geschlechter gegenwärtig abrupt mit einem Punkt.


Und nicht nur bei diesem Thema. Wir lassen uns mundtot machen. Wir starren ehrfürchtig auf sogenannte „Experten“, egal, was ihnen aus dem Maul quillt, und wir empören uns über Themen, die gar keine Relevanz für unser Leben haben. Das gilt nicht nru für ein Thema, sondern für sehr vielen Themen, die in den Medien behandelt werden, um Empörung zu erzeugen.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der „sich Empören“ inzwischen schwer in Mode ist – und wie fast immer, ist Empörung keine Lösung für tatsächlich existierende Probleme.

Das Problem sind nicht „Männer“

Sehen Sie: Das Problem bei den Übergriffen auf die Freiheit und Unversehrtheit der Person sind nicht „weiße Männer“ oder „Männer“ schlechthin. Es ist die Macht, die willkürlich missbraucht und in Übergriffe gewandelt wird, solange sich alle still verhalten. Für den Moment können wir sagen: Männer haben mehr Macht als Frauen, und ein kleiner Teil von ihnen nutzt sie skrupellos gegen einige wehrlose Frauen.

Auch Frauen haben Macht – noch nicht sehr viele, aber es werden immer mehr. Und diese Frauen nutzen ihre Macht wie Männer: die meisten zum Segen der Mitarbeiter(innen), Mitbürger(innen), aber einige missbrauchen sie eben auch. Und ein Beispiel dafür ist, Diskussionen zu verhindern und andersdenkende Frauen und Männer mundtot zu machen.

WDR-Affäre: Fand nun eine Zensur „pro Feminismus“ statt oder nicht?

Der Kniefall vor dem Thron des Feminismus, den der Westdeutsche Rundfunk (WDR) jüngst tat, hat kaum jemanden außerhalb der Medienwelt gestört. Was war geschehen? Einige Frauenverbände und Gleichstellungsbeauftragten fanden offensichtlich wenig Gefallen an einer Sendung der Serie „Hart aber fair“ von Frank Plasberg. Daraufhin nahm der WDR die "Hart aber fair"-Sendung „Nieder mit den Ampelmännchen“ vom 3. Februar 2015 aus der Mediathek.

Der WDR eiert seitdem herum. Sein Intendant sagt mit vielen Worten gar nichts, behauptet aber, es sei nicht ungewöhnlich, Beiträge aus der Mediathek herauszunehmen. Die Sendung sei „frei von äußerer Einflussnahme“ produziert – das erwarten wir ohnehin – doch warum reichte die „äußere Einflussnahme“ der feministischen Aktivistinnen, um die Sendung letztendlich zu verbannen? Wer waren die Drahtzieherinnen, und welche Machtmittel haben sie eingesetzt? Und welche Auswirkungen hat der Erfolg des Feminismus? Wird da in Zukunft verlangt, dass jeder (männliche) Redakteur von vornherein die Maßstäbe des Feminismus ansetzen muss, damit sein Beitrag noch gesendet werden „darf“?

Ich hätte erwartet, dass die Machenschaften im Hintergrund schonungslos aufgedeckt würden, denn das Märchen von dem „nicht ungewöhnlichen Vorgang“ wird dem Intendanten kaum jemand abnehmen. Es kann doch wohl nicht wahr sein, dass eine Handvoll Frauenrechtlerinnen bestimmt, was im Fernsehen gesendet werden darf und was nicht, und wer von uns noch seine Meinung frei äußern darf und wer nicht.

Der schreckliche Anblick des Schamhaars

Der schreckliche Anblick des Schamhaars soll angeblich schädlich für die kindliche Seele sein - auch auf einem Gemälde. Doch in Wahrheit wird Zensur durch die Hintertür betrieben.

Flirt mit Redundanzen
Was kann für Kinder schrecklicher und gefährlicher sein als das Schamhaar einer Frau?“ – das fragt man sich unwillkürlich, wenn man diesen Fall einer selbstherrlichen Zensur im Vereinigten Königreich betrachtet.

Vielleicht zeigte das beanstandete Gemälde von Leena McCall zu wenig Schamhaare, um die Vulva der porträtierten Person zu verdecken – vielleicht aber auch zu viel Schamhaare, um die Spießer herauszufordern.

Jedenfalls entfernten die „Mall Galleries“ das „Porträt von Ms. Ruby May. Stehend“ nach nur zwei Tagen aus deiner Ausstellung, mit einer absolut windigen Begründung, Kinder könnten Schaden nehmen, wenn sie es betrachten würden.

Gut – die Spießer, Miesmacher und Spaßverderber sind überall – doch was tun sie eigentlich in Kunstausstellungen?

Das Bild von Ms. McCall zeigt eine Frau, die maskuline Eigenschaften mit femininen verbindet und dabei eine verführerische, weibliche Pose einnimmt. Ihre latzartige Hose ist vorne geöffnet, sodass man den wenig behaarten Schamhügel sehen kann, aber nicht die Vagina.

Das Bild soll offenbar den Blick darauf schärfen, was an Frauen begehrenswert ist. In vollem Licht befindet sich der Bauchbereich, während Füße, Arme und Gesicht deutlich im Halbschatten stehen. Die Brüste sind dekorativ dargestellt, werden aber nicht allzu deutlich hervorgehoben. Insgesamt wandert der Blick dabei unwillkürlich von der hervorgehobenen, aber wenig erotischen Schambeharrung zu dem raffiniert-verführerischen Blick und der sinnlichen, herausfordernden Flirthaltung. Es müssen erbärmliche Zensoren sein, die dieses Bild für pornografisch hielten.

Es ist schon merkwürdig: Mal wird zensiert, weil die Feministinnen ihren „Sexismus“ vor sich hertragen, und mal, weil angeblich die Kinder geschockt werden.

Irgendeinen Grund für Zensur gibt es eben immer – man muss ihn nur finden.

Foto des Gemäldes: © 2014 by Leena McCall

Und eine Zensur findet DOCH statt

Bilder wie dieses rufen selbsternannte "Zensoren" auf den Plan


Artikel fünf Grundgesetz? Ja, den gibt es. Doch die Zensur findet heute indirekt statt – man versucht, Redakteure einzuschüchtern, und je kleiner und wirtschaftlich schwächer ein Herausgeber ist, umso mehr geschieht dies:

1. Die „Schere im Hirn“ verhindert, das außerhalb der populistischen Sensationspresse und dem politisch-kulturellen Kabarett heftige politische Kritik geübt wird.
2. Seitens der Alternativpresse ist nur „links“ chic. Mit Hohlbegriffen wie „soziale Gerechtigkeit“ kann man prima „punkten“. Eine liberale oder radikal-demokratische Sichtweise kommt kaum noch vor.
3. Das „Neusprech“, auch „Soziale Korrektheit“ genannt, verhindert, dass Dinge beim deutlich beim Namen genannt werden.
4. Immer mehr „Stars“ und sonstige Personen versuchen, in Eigeninitiative oder mithilfe von „Reputationsdiensten“ einen Teil ihrer angeblichen „Ehre“ wiederherzustellen. Dabei geht es aber nicht wirklich um die „Ehre“ der Person, sondern um zuvor öffentlich zugängliche Fakten, die diesen Personen nun unangenehm sind.
5. Werbeträger versuchen von Zeit zu Zeit, insbesondere junge und wirtschaftlich schwache Medien damit zu knechten, dass sie ihnen die Werbung entziehen. Als Vorwand wird dabei oft „Jugendgefährdung“ benutzt. Worin die „Jugendgefährdung“ liegt, wissen offenbar nur die „Anschwärzer“, die diese Medien mobben.
6. Bei allen Fragen, die Frauen betreffen, berichten die Medien offenbar stets „gentlemanlike“ zugunsten der Frauen, auch wenn offenkundig ist, dass die Absicht in Provokation oder Abwertung von Männern besteht.

Na klar - jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten … solange es miezekatzenfreundlich in „Neusprech“ verpackt wird und solange keine Themen berührt werden, die der Abonnentenpresse „peinlich“ sind. Und „peinlich“ sind inzwischen fast alle Themen, die nicht der glattgebürsteten Mainstream-Meinung entsprechen.

Sicher – vielleicht übertreibe ich jetzt ein bisschen. Aber die Meinungsfreiheit ist eines der Güter, die den Fürsten und Despoten mühsam abgerungen wurde – und sie sollte nun wirklich nicht auf dem Altar von Werbeträgern, Feministinnen, Neusprech-Enthusiasten oder Promi-Mimosen geopfert werden.

Nicht alles lesen dürfen, weil es vom Teufel stammen könnte?


Wie reagiert die Liebeszeitung?

- Bei uns gibt es keine „Schere im Hirn“ – wir achten aber die Gesetze der Höflichkeit.
- Wir bleiben liberal und radikal-demokratisch, sagen aber auch, wenn Personen oder Gruppen versuchen, die Menschenrechte auszuhebeln.
- Wie vermeiden „Neusprech“ und nennen „Huren“ nicht „Prostituierte“. Wir sagen „vögeln“ und nicht „Sex haben“.
- Sogenannte „Promis“ und andere Privatpersonen, die bei uns nicht mehr erwähnt werden wollen, nehmen wir heraus – ob die Beschwerden nun berechtigt sind oder nicht. Wir finden: man darf in der Jugend Fehler machen, aber wir belächeln Mimosen.
- Wir trennen uns gegebenenfalls von Werbeträgern, die mit wirtschaftlichem Druck versuchen, das Recht auf freie Meinungsäußerung einzuschränken.
- Wir sehen nicht ein, warum Frauen mehr öffentlicher Schutz gewährt werden soll als Männern. Wir sagen klipp und klar, wann und wie Frauen provozieren, mobben und manipulieren.
Und nicht zuletzt: Wir behalten unseren Humor – auch wenn es bisweilen schwerfällt.