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Was denkt eigentlich eine Domina?

Miss V. auf ihrer Webseite
Eine Domina denkt vor allem an ihr Geschäft, an ihr Wohlergehen und daran, ihr Privatleben und ihre geschäftlichen Aktivitäten zu trennen. Wie fast jede andere Frau auch.

Allerdings lebt eine Domina mit besonderen intellektuellen und emotionalen Herausforderungen. Dazu gehört, gesellschaftlich nicht anerkannt zu sein, aber ständig mit Männern zu tun zu haben, die über alle Maßen anerkannt sind: weiße, heterosexuelle, wohlhabende Männer.

Was, wenn frau erstens den Beruf der Domina ausübt, zweitens eine dunkle Hautfarbe hat und drittens noch eine Intellektuelle ist?

Die Journalistin Amanda Duberman hat eine Frau gesprochen, die sich „Miss Velvet“ nennt und in Chicago ansässig ist. Das komplette Gespräch wurde von der „Huffington Post“ in Deutsch und Englisch veröffentlicht. Die etwas reißerische Überschrift steht im Gegensatz zu dem nüchternen und erhellenden Gespräch, das die Journalistin mit „Miss Velvet“ führte.

Bild © 2018 by Miss Velvet (Ausschnitt)

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Nie stattgefundener Dialog über eine Domina

Warum fasziniert eine Domina eigentlich?


„Was fasziniert einen Mann eigentlich an einer Domina?“

„Ich weiß es nicht, gnädige Frau. Fragen Sie sich lieber, was einen Mann an Ihnen fasziniert.“

„Ich bin doch keine Domina, ich bitte Sie, eine solche Frau tut doch Dinge, deren man sich schämen müsste.“

„Sehen Sie, damit dürfte Ihre Frage beantwortet sein.“

Die aggressive Domina

Aggressive, wütende Domina
Die aggressive Domina? Was ist eigentlich damit gemeint? Eine konsequente Frau? Eine Frau, die einen Hintern zu verbläuen weiß, eine Aggressorin, der es Freude bereitet, ungezogene Jungs zu ohrfeigen? Eine Foltermagd oder eine Aufseherin?

Wer textlich nach der „aggressiven Domina“ sucht, findet sie zuerst an einem merkwürdigen Ort – im Arbeitsleben (1).

… der Boss, eine 40-jährige, ziemlich aggressive Domina mit mehr Klammern und Ringen im Gesicht als bei einem Hottentottenweib.


Junge Hottentottenfrau
Die Feministin würde nun sofort denken: typisch, diese Knaben! Andere Ethnien verachten und Frauen sowieso – also rassistisch und frauenverachtend in einer Person. Und so ganz richtig ist’s auch nicht, schließlich verschandelte sich keine Hottentotten-Frau so wie manche Berlinerin.

Hochgestochen kommen höchstens Psychoanalytiker (2) daher, wenn sie in der „perversen Gedankenwelt“ ihrer Klienten eine „aggressive Domina“ vorfinden, die eine „Verdichtung aus Mutter- und Attentäterin-Introjekt“ darstellt. Ach, merkwürdige Menschen vereinen sich in den armen Seelen der nach Dominanz lechzenden Männer. Mutter und Hexe, Tante und Foltermagd – was mag sich da noch alles in den Männerseelen verdichten?

Ansonsten bestraft die „aggressive Domina grausam ihren Sklaven“ – das führt natürlich auf eine pornografische Seite. Und es soll Klingeltöne geben, die in die Straßenbahn im Dominaton hinausschreien: „Zieh dich aus, du geile Sau“. (3)

Etwas lockerer gehen die Briten mit dem Thema bei der Frau Thatchers Regierungsstil (4) gelegentlich als „aggressive Domina-Politik“ beschrieben wurde, und die Amerikaner bezeichneten sogar die Entertainerin Oprah als „sexuell aggressive Domina“ (5).

In der Domina-Werbung taucht die „aggressive Domina“ deutlich seltener auf – möglicherweise, weil sich die Kerle dann nicht mehr trauen würden, ihr einen Besuch abzustatten. Denn von der professionellen Domina wird erwartet, dass sie ihre Emotionen unter Kontrolle hat – und Aggressionen darf sie unterschwellig haben, doch muss sie diese auch dann glaubhaft ausspeilen können, wenn sie selber nicht aggressiv ist. Und einfühlsam-aggressiv zu sein ist eine Kunst, die erst einmal erlernt sein will.

(1) Aus: Dichter leben: eine Passionsgeschichte des Übersetzens
(2) Männlichkeiten: Wie weibliche und männliche Psychoanalytiker Jungen und ...
(3) https://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Wenn-die-Domina-nervig-klingelt/story/29741024
(4) The Prose Factory: Literary Life in Britain Since 1918
(5) The Oprah Phenomenon.

Sind Frauen das bessere Geschlecht?

Sind es nun gute Nachrichten für Frauen oder gute Nachrichten für Servas und andere BDSM-Anhängerinnen?

Jedenfalls will ein US-amerikanischer Autor wissen, dass Frauen viele Pluspunkte haben. Neben dem höheren erreichbaren Lebensalter sei es vor allem die Schmerztoleranz. Was dran positiv sein soll, wissen wir nicht, denken aber, dass die Schmerztoleranz situativ variiert. Vielleicht sollten Sie mal einen Sadisten fragen, wenn Sie eine präzise Antwort wollen?

Und: Frauen haben eine höhere „soziale und emotionale Intelligenz“ – glaubt man jedenfalls. Wirtschaftlich nutzen kann man sie auch – jedenfalls die soziale Intelligenz. Bei der sogenannten „emotionalen Intelligenz“ habe ich da meine Zweifel.

Und natürlich haben Frauen einen Vorteil, um dem wir Männer sie beneiden: Sie können Orgasmen in Serie haben, jedenfalls mit dem richtigen Vibrator.

Geht uns Männer da nicht das Herz auf über so viele Superqualitäten? Männer haben angeblich nur einen Vorteil – ein besseres Reaktionsvermögen.

Und damit gebe ich mal zurück an die Redaktion – so wahr ich Gramse heiße.

Anmerkung: der verlinkte Artikel ist inzwischen steinalt, aber gleichwohl für eine Satire gut.

Die Erotik-Messe Venus vergrößert ihren „Kinky-Bereich“

Miss Peel in Fotopose
Steht ihr auf Lack, Leder und Latex? Oder wünscht ihr euch, einmal von einer Lady dominiert zu werden, die sich in solche Stoffe einhüllt, und wollt euch informieren, wie’s sich anfühlt? Oder sollen es „nur“ Fesselspiele, aufregende Verkleidungen oder Rollenspiele sein?

Dann habe ich eine gute Nachricht für euch: Die Erotikmesse VENUS, die in diesem Jahr über zwei Etagen ein außergewöhnliches Shoppingparadies zum Thema präsentiert, zeigt alles, was das frivole Herz begehrt. Und dazu gibt es ein aufregendes Showprogramm, und ihr bekommt nationale sowie internationale Stars der BDSM- und Fetisch-Szene zu sehen. Neu ist auch die als „Kinky Botschafterin“ bezeichnete Domina Miss Peel.

Fesselnde Shows und strenge Moderatorinnen unterm Funkturm

Erstmalig präsentieren sich auf der VENUS im „Kinky Bereich“ die CamLadys, Fetischmodels und Darstellerinnen aus der BDSM-Szene. Dabei bekommen Besucher die Gelegenheit auf ein Erinnerungsfoto, Autogramme oder ein kurzes Gespräch mit ihren Idolen. Für die „strenge Moderation“ der stattfindenden Shows sorgen Lady Sue aka Crazy Sue und Nikita Troy.

Wer lustvolles Neuland erkunden möchte auch nur die Neugierde befriedigen will, sollte sich ansehen, was in der „Kinky Area“ geboten wird. Doch es muss natürlich nicht der Bereich von BDSM, Fetisch oder Bondage sein, der interessiert. Denn die VENUS ist immer gut für spannende Shows, unzählige Einkaufsmöglichkeiten und viele neue Trends und Toys aus der Welt der Erotik.

VENUS Tickets bekommst du unter Tickets hier.

Dieser Artikel wurde nicht gesponsert - er beruht aber auf einer Pressemitteilung des Veranstalters. Foto © 2017 beim Veranstalter.