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Geschwängert werden auf Weihnachts- und Silversterfeiern?

Man soll die Feier nicht vor vier Wochen loben ...
In der neuen Kategorie stellen wir Fragen, die sonst niemand stellt. Wer eine Antwort weiß, darf sie uns schicken. Wir selber wissen einige Antworten, andere aber auch nicht. Wir hoffen, jeden Freitag eine solche Frage stellen zu können.Nach einem Monat sagen wir, welche Lösungen gefunen wurden.

Wie viele unerwünschte Schwangerschaften entstehen ursächlich auf Weihnachts- und Silvesterfeiern? Und wie viele der Frauen, die dabei schwanger werden, sind verheiratet?

Männer sind nicht so, wie Frauen sie gerne hätten

Wenn der vorsichtige Mann die Absicht erkennt ...
Die Diskussion über Weiche Männer im Netz ist lustlos, dumm und dreist. Gleich ob in den geschwätzigen Foren oder den sich wissenschaftlich gebenden Kolumnen: Die Debatte folgt immer demselben Schema.

Und das heißt: Männer sollen so sein, wie Frauen sie gerne hätten, dann wäre alles in Ordnung. Dabei gehen die Konservativen davon aus, dass Männer immer „richtige Männer“ sein müssten, zum Beispiel (Forum einer Partnervermittlung) (1):

Die Gesellschaft braucht einfach echte Männer und echte Frauen. Geschlechter, die sich komplementieren und Synergien freisetzen. Frauen suchen Männer, die noch echte Männer sind. Viele Menschen sind heutzutage Single, weil Frauen zu maskulin und Männer zu verweichlicht sind.

Das ist mal eine klare Ansage, nicht wahr? Ähnlich äußert sich eine Dame, die gerade einen Mann einlud, der sie beim ersten Date absolut nicht … na ja, ich glaube nicht, dass es ums Küssen ging … wollte. Wenn ich es richtig gelesen habe, dann ist der Mann geflohen „obgleich er mich zum Treffen überredet hatte.

Männertypen aller Art

Gibt es diese andere Gruppe von Frauen überhaupt? Diejenigen, die froh und glücklich sind, mit nugatweichen und dennoch potenten Männern zu vögeln? Nun, ein Kolumnist der ZEIT (3) weiß immerhin, dass es verschiedene Männertypen gibt. Er nennt einen Mann, den seine Freundin als „sentimental und kitschig“ bezeichnete, weil er sagt, er vermisse sie. Ein anderer will gar kein Mann sein, sondern eher ein Junge. Der Dritte ist ein Kontrollfreak von alter Machoart, der Vierte ist betroffen davon, einen frauenfeindlichen Witz gerissen zu haben.

Und Frauentypen alle Art

Ja – und es gibt verschieden Frauen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich alle erwische, wenn ich sage: erstens diejenigen, die einen Macho fürs Vögeln haben wollen und einen Softie für Heim und Kinder. Nicht nacheinander, sondern zugleich. Dann diejenigen, die ein bisschen die Sicherheitskarte spielen: Treue und sicherer Einkommen dominieren – denn wenn’s mit der eigenen Karriere mal nicht klappt, dann ist da ja noch der Mann. Die Frau, die mit 30 noch „Mädchen“ ist? Ja, auch die gibt es noch. Schwankend zwischen Karriere und Familie, unsicher über sich selbst, aber sicher, dass ein Mann auf das „mädchenhafte“ hereinfallen wird. Schließlich gibt’s noch diejenigen, die Lust und Freude daran haben, es einem Mann „schön“ zu machen – sei es sexuell oder sonst wie.

Harsche Worte: Männer werden als Jungs weichgekocht und später will sie niemand

Auf jedes Klischee folgt die „Schuldzuweisung“, hier am Beispiel Cicero (4):

Erst hat man sie (die Männer) zu Memmen gemacht, mit Puppen und Gender-Erziehung zu sensiblen Softies geformt – und nun sollen sie plötzlich wieder den harten Kerl herauskehren, der Schutz bietet und den Widrigkeiten des Lebens trotzt.

Und damit sind wir beim Punkt: Männer, so wird immer wieder behauptet, sollten so sein, wie Frauen sie sich wünschen. Das reicht von den ultrakonservativen Kreisen bis zu den auf Geschlechterkampf getrimmten feministischen Ideologinnen.

Frauen wollen - na und?

Das Problem dabei ist allerdings: Frauen haben eine Unzahl von Wünschen, die in allen Farben chargieren. Eindeutige, widersprüchliche, doppelbindende und alles, was dazwischen und daneben liegt. Die Frage ist deshalb gar nicht, was „Frauen wünschen“, sondern was jede einzelne Frau erreichen will. Das sollte sie wissen, und auch, ob ihre Kapazität oder Marktwert ausreicht, dies oder jenes zu verwirklichen.

Männer werden nicht so, wie Frauen sie gerne hätten

Männer sehen sich üblicherweise gar nicht veranlasst, so zu sein, wie Frauen sie gerne hätten. Das hat gute Gründe, denn für einen Mann ist das eine Eule, was für den anderen Mann eine Nachtigall ist. Der Mann will sich (wie auch die Frau) weder grundlegend verändern noch verstellen. Tut er es dennoch, so ist Feuer unter dem Dach. In nahezu jedem Frauenforum wird über Männer gemotzt, die sich verstellen, um schnell und unkompliziert die „kleine Erfrischung“ zu bekommen, die sie vorn Frauen erwarten – und nicht mehr.

Illusionen suchen und von Männern getäuscht werden

Fragt sich, warum das gelingt, nicht wahr? Und die Antwort liegt sicher nicht daran, dass diese Frauen so standhaft an ihren Grundsätzen festgehalten haben. Also beispielsweise einen soliden Mann zu treffen, der sich als Beistand, Gefährte und Vater eignet. Eher ist zu vermuten, dass sie auf die Illusionen hereingefallen sind, dass unerfüllbare Wünsche über Nacht Wirklichkeit werden.

Marginalien

Und übrigens – das Erste, was hervorstach, als ich nach weichen Männern suchte, war eine Werbung für BHs für Männer (7,99 €), gefolgt von einer für einen „sexy Männerbikini“ und sexy Männer-Strumpfhosen. Womit klar sein dürfte, wie „weiche Männer“ von der Werbebranche eingeschätzt werden … und das ist wirklich zum Abkotzen.

(1) Ich verzichte darauf, diesen Beitrag zu verlinken.
(2) GoFeminin
(3) Nach einem Beitrag der ZEIT
(4) Zitat aus einer Kolumne in "CICERO"
(5) Werbung, die bei einer Suchmaschine sofort in Bildern aufkam.

Die täglichen Findelsatiren bei den Sex-Autorinnen

Die täglichen Findelsatiren der Sex-Autorinnen haben wir bisher nicht gesammelt. Es sind Themen, die uns zum Lesen als "aktuelle Beiträge" aus Blogs und ähnlichen Publikationen vorgeschlagen wurden.

Die Themen, um die es heute bei den Damen meiner Findelsatire-Quelle gibt, sind:

„Wie spricht man vernünftig über die Penisgröße?“
„Ich habe eine Lücke im Porno-Angebot gefunden.“
„Die Landkarte der Vulva.“
„Warum BDSM für mich die Therapie erster Wahl ist.“

Gestern:

„Ich bin 28 und verheiratet, und ich kämpfe darum, gevögelt zu werden.“
„Das erste Mal, als ich einen Mann für Sex bezahlte.“
„Warum finden wir Masturbation in der Ehe immer noch merkwürdig?“
„Sexuelle Geheimnisse, die üblicher sind, als du denkst.“

Gut, zum letzten Thema haben wir einen Riesenberg an Zahlen und Fakten. Und es lohnt sich, diese auch aufzudecken, um die Scham zu überwinden, solche Gedanken zu haben.

Wenn ihr möchtet, dass wir irgendein Thema behandeln, dann schreibt uns. Wir bemühen uns, die verlässlichsten Quellen zu finden und werden veröffentlichen, was wir darin vorgefunden haben.

Das Motto der Liebeszeitung für den Januar 2020

Auch in alter Zeit waren die Männer nicht alle Machos ...
Ein neues Jahr, ein neues Jahrzehnt: Womit eröffnen wir das Feuerwerk? Mit einem „modifizierten“ Winterthema: „Der Winter ist ein rechter Mann, kernfest und auf die Dauer“.

Das Gedicht von Matthias Claudius stellt den Winter als „harten Mann“ vor, der vor nichts zurückschreckt. Es kam mir in den Sinn, als ich gefragt wurde, wie man einen Jungen zu „Stärke und Unabhängigkeit“ erzieht. Wie fühlt sich der Mann, der felsenfest in der Brandung steht, keine Schwächen zeigt, und sich niemals abhängig macht?

Der allzeit potente Eisenmann ohne Gefühl …

Ist er eher ein Traum für die Welt der Frauen oder eher ein Albtraum? Und was wollen unsere Frauen eigentlich überhaupt von Männern, die ganz und gar nicht dem angeblichen Ideal der emanzipierten Frau entsprechen? Sind sie wirklich so begehrt, weil sie niemals „lange fackeln“ und einen Phallus wie ein Kriegerdenkmal vorweisen können? Und was passiert, wenn die Frau an ihnen zerbricht, und dies dem Mann aus Stahl noch „gut klingt“, und er seine Verhalten nicht einmal hasst, sondern sich darüber noch „totlachen will“? (1)

… und der weiche Nugatmann, der sich dir zu Füßen wirft

Parallel dazu sehen wir uns mal Männer an, die nach Härte und Dominanz lechzen. Wie werden diese Extremisten unter den Männern beurteilt? Werden sie eher bedauert oder heimlich bewundert, dass sie sich „so weit“ herablassen, von einer Frau gedemütigt zu werden?

Also habe ich das Motto geschaffen:

Männerrollen – eisenhart oder nugatweich?

Wie immer bin ich gespannt, was Frauen und Männer dazu sagen – aber wie jedes Mal, erwarte ich von meinen Leserinnen/Lesern eher schweigen. Ob es daran liegt, dass sich die Nugatweichen schämen oder dass die Eisenharten nicht schreiben können?

Ich bleibe dennoch zuversichtlich – so wie jedes Mal.

(1) Ich spiele auf eine Parallele zum Gedicht an.

Männer haben keine Ahnung, welche Lüste Frauen haben

„Männer wollen immer, Frauen wollen selten“, ist wohl das, was die meisten von euch (soweit ihr Männer seid) gelernt habt. Und das heißt, ihr habt gelernt, jede Frau solange zu betrommeln, bis sie euch entweder zum Teufel jagt oder doch noch „ja“ sagt. Jeder Idiot, der ein Buch darüber schreibt, wie man „Frauen herumkriegt“ schwimmt auf dieser Welle.

Doch das ist nicht wahr. Ich hörte dies zum ersten Mal auf einem Kongress, als eine der Teilnehmerinnen sagte: „Das stimmt doch so gar nicht – Frauen wollen nicht immer, aber sie könnten immer – und ob Männer immer können, das bezweifle ich sehr.

Was wirklich „los ist“ mit dem Wirrwarr des Wollens und Könnens sagt uns eine Autorin. Sie sagt zunächst, dass sich Männer allenthalben darüber beklagten, wie schwierig es sei, Frauen zu „entspannen“. Die Vermutung dieser Männer besteht im alten Vorurteil: „Frauen hätten nicht so intensive Lüste wie Männer.“

Doch sie weiß es besser:

Ich nehme an, dass diese Männer keine Ahnung haben, was für eine Flutwelle von Lüsten über Männer hereinbrechen würde, wenn Frauen diese Lüste verwirklichen könnten, ohne drastische Konsequenzen zu riskieren.

Sie nennt dabei neben den bekannten Risiken wie Schwangerschaft und sexuell übertragbaren Krankheiten vor allem den Ehrverlust, der Frauen auch heute noch trifft, wenn sie sich sexuell zu freizügig geben. Als Beispiel führt sie den Verlust von Beziehungen oder des sozialen Status an und letztlich das Risiko, das eigene Einkommen durch Kündigung zu verlieren.

Wenn ihr es nicht glaubt, dann versucht euch mal in eine Autorin hineinzuversetzen: Sie schreibt „so nebenbei“ einen erotischen Roman mit „explizit erotischen Szenen“. Was wird ihre Mutter oder Tochter dazu sagen? Was ihr Arbeitgeber, wenn sie ihn veröffentlicht? Was ihre Kolleginnen und Kollegen? Das erste, was sie annehmen werden, ist, dass alles auf eigenen Erfahrungen beruht. Und das heißt, sei werden dich in neuem Licht sehen – in dem einer Schlampe.

Die Frage wäre dann zunächst, ob du es aushältst. Und dann, wie du reagierst, wenn dich jemand – zum Beispiel in der Kantine - nach Einzelheiten fragt, „wie es so gewesen ist“.

Männer haben keine Ahnung, welche verborgenen Lüste Frauen haben. Aber das ist nicht das, was Frauen und Männer daran hindert, zusammenzukommen. Es scheint so zu sein, dass Männer sich barrierefreien Sex wünschen, ohne dabei besondere Bedürfnisse zu haben. Vielleicht haben sie einmal erlebt, dass es schön war mit einer Frau, und sie wollen genau das wieder einmal genießen. Es kann aber auch sein, dass sie es niemals wirklich genossen haben. Sie sagen, dass sie einfach nicht bekommen, was sie „brauchen“, obgleich manche von ihnen parallel dazu behaupten, sie seien mit wenig zufrieden. (1)

Ob wir diesen Knoten jemals lösen werden? Auf der einen Seite ängstliche Frauen, die um ihren Ruf fürchten, auf der anderen Seite mutlose Männer, die sich gar keine „richtige“ Beziehung mit „wirklich tollem“ Sex vorstellen können?

(1) Auf die erste Nachfrage wird oftmals behauptet, "nur eine nette, Frau" würde ausreichen. Fragt man genauer nach, so werden oftmals schwer erfüllbare Kriterien nachgeschoben.