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Jeder vierte Porno-Interessent ist eine Frau

Vor dem Dreh ... die Szene wird ins beste Licht gesetzt
Jede vierte Person, die Pornografie anschaut, ist eine Frau. Das glaubt jedenfalls der Pornografie-Kanal YourPorn herausgefunden zu haben. Und 89 Prozent dieser Frauen sehen Pornografie im stillen Kämmerlein, also nicht mit ihren Partnern.

Interessanter als alle anderen Äußerungen ist (nicht nur für Zuschauer, auch für Produzenten) diese Aussage:

34 Prozent der Frauen tendieren dazu, Videos auszuwählen, mit denen sie sich identifizieren können, also solche, die ähnlichen Alters sind oder ein ähnliches Gewicht auf die Waage bringen oder ethnisch ähnlicher Abstammung sind.


An führt dies darauf zurück, dass diese Frauen sich in die Darstellerinnen hineinversetzen würden, die „an ihrer Stelle“ sexuelle Abenteuer ausführen würden, die sie sich selbst niemals zutrauen würden. Schwache oder übermäßig willige Frauen wie auch „süßen Liebchen“ stehen offenbar nicht hoch im Kurs: Frauen, die Pornografie schauen, suchen auch nach weiblicher Dominanz.

Warum sehen sich Frauen überhaupt Pornografie an? Auch das beantwortet die Umfrage: Die meisten der Befragten genießen es einfach, Pornografie anzuschauen (27 Prozent), 16 Prozent verstehen sich in die Akteurinnen hinein und erleben den „Stellvertreter-Sex“ im Kopfkino und 14 Prozent, weil sie dabei einfach erregt werden.

zu den Ergebnissen (englisch): Women Porn

Sexualaufklärung durch Pornografie?

Nicht jede Filmszene im Bett ist "pornografisch"
Sexualität muss Offenheit vertragen – das ist die Essenz eines Artikel in der “TeenVogue”, denn die spricht aus, was ohnehin die Spatzen von den Dächern pfeifen. Selbst sehr junge Frauen informieren sich nicht mehr über die traditionellen Kanäle der Sexualaufklärung, sondern über Pornografie – was keinesfalls zu befürworten ist.

Das Problem ist schnell erkannt: Pornografie interessiert die jungen Mädchen nicht wirklich - aber sie suchen nach der Wahrheit, die ihnen von Eltern und Erziehern vorenthalten wird. Denn Sex-Ed, also Sexualkundeunterricht, bleibt in der Schule naturgemäß an der Oberfläche. Das Ziel ist zu wissen, wie alles ganz genau funktioniert, insbesondere, in welche Situationen der Mensch beim Sex kommt und was dabei wünschenswert ist.

Nun ist Pornografie allerdings ein schlechter Lehrmeister. Denn in hier wird zu rau, zu direkt und zu übertrieben gezeigt, was körperliche Liebe bedeutet. Zudem kommen ständig Praktiken zum Einsatz, mit denen gerade junge Frauen völlig überfordert sind – zum Beispiel mit Fellatio.

Doch was ist der beste Weg, um etwas über Sexualität zu lernen? Das sei ganz einfach, meint eine namhafte Expertin. Man müsse mehr über Sex sprechen, und zwar offen und öffentlich. Denn ob es sich um Sexualität dreht oder um irgendwelche anderen sozialen oder emotionalen Fragen – immer gilt, dass nur die Wahrheit uns die Freiheit gibt, uns zu entwickeln, wie und wohin wir wollen.