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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Frust bei der Beziehungssuche? Drei Lösungen für Dich!

Schönheit wird oft eingesetzt - aber ist sie die einzige Eigenschaft, die zählt?
Wer eine Partnerin oder einen Partner sucht, macht sich nicht nur verfügbar, sondern setzt sich auch der teils hässlichen und verletzenden Kritik aus.

Menschen auf Partnersuche sind in der Regel sehr abhängig von „externer Bewertung“. Das allein wäre nicht falsch, denn jeder und jede fragt sich ja: „Passt dieser Mensch zu mir?“ Das ist eindeutig eine Bewertung.

Die erste Illusion - alle machen es so, also auch ich ...

Wenn wir aber nicht wahrgenommen, abgewertet oder gar entwertet werden, dann wird die Situation katastrophal. Denn dabei entsteht häufig ein negativer Rückkoppelungskreislauf. Das heißt: Je mehr du dich mit den Mitteln anstrengst, die du schon kennst, umso weniger Erfolg hast du. Dennoch kehrst du zur Partnerbörse oder App zurück, bei der du diese Misserfolge eingesammelt hast.

Einfacher: Wenn du glaubst, schön, modebewusst oder athletisch zu sein, und die Leute sagen (oder denken): „Du siehst scheiße aus mit …“, dann führt das dazu, dass du auf Dauer nicht mehr an dich glaubst. Trotzdem gehst du das nächste Mal wieder mit deinem Körper und dem, was daran herumhängt, auf den Markt. Oder mit „Persönlichkeitswerten“, die so verstreut wachsen, wie Gänseblümchen.„"Nett, zuvorkommend, liebevoll?“ Bezeichnest du das wirklich als „Eigenschaften?“

Die zweite Illusion - der Wert der "Übereinstimmung"

Das Zweite, was oft schief geht, ist die Vorstellung, eine bestimmte Person zu treffen, mit der du „Übereinstimmung“ suchst. In Wahrheit hat „Übereinstimmung“ bei der Partnersuche aber einen recht geringen Nutzen. „Ergänzung“ ist eine viel bessere Voraussetzung, weil aus ihr Synergien entstehen können – in diesem Fall vor allem Erweiterungen des eignen Horizonts und ein Mehrwert an Glück.

Die dritte Illusion - Unendliche Auswahl

Die dritte Illusion besteht darin, dass die „Auswahl unendlich“ sei. Das ist sie nur, wenn du selber absolut begehrt bis, was sehr selten der Fall ist, und du mit nahezu jeder du jedem zusammen sein magst, der sich in dein Leben einfügt. Für die meisten Menschen trifft das nicht zu.

Es gibt Lösungen - und sie sind wirklich einfach

Mögliche Lösung wären:

1. Nenne andere Eigenschaften als Äußerlichkeiten und Persönlichkeitsmerkmale, die ständig in Profilen vorkommen.
2. Mach dich frei von Übereinstimmungen. Das Konzept ist von vorneherein fragwürdig, wird aber von manchen Psychologen wie ein Heiligenbild hochgehalten. Suche stattdessen Ergänzungen.
3. Nimm jemanden, der dir gefällt, und mit dem du gerne zusammen bist. Halte ihn/sie fest – und wenn du magst, heirate ihn/sie oder ihn, wenn ihr nach einem Jahr noch zusammen seid.

Über die Glaubwürdigkeit der hier vertretenen Thesen

Alle Thesen, die hier vertreten wurden, können wissenschaftlich untermauert werden, die meisten sowohl psychologisch wie auch ökonomisch. Im Link (leider auf Englisch) wird Dr Zoe Strimpel erwähnt,eine Historikerin, die sich mit Fragen der Partnersuche beschäftigt.

Meinetwegen könnt ihr glauben, wem ihr wollt – auch den Persönlichkeitsentwicklern, Coaches oder den Psychologen als Berufsgruppe, die etwas anderes behaupten. Aber beklagt euch nicht, wenn es schiefgehen sollte. Den Schlüssel zur Begegnung, zur Partnerschaft oder zur Beziehung habt ausschließlich ihr, und nur ihr lebt damit.

Die Verletzlichkeit, das Date und das Virus

So hilft die Maske nicht wirklich, Infektionen zu verhindern
Wer Menschen kennenlernen will, muss ertragen, verletzlich zu sein - denn ob es der Wahrheit entspricht oder nicht - du bekommst ein Urteil über dich, das vernichtend sein kann. Und das gilt selbst dann, wenn es höflich vorgebracht wird. Wir kennen ja alle diese pseudo-höflichen Ausreden: „Ach, es war sehr nett mit dir, aber eine Beziehung kann ich mir nicht vorstellen.“ Klar - es verletzt. Zumal, wenn es ein Vorwand ist, den anderen nie wieder zu sehen.

Passiert die das einmal - Ok, zwei bis dreimal? Nun ja. Und wenn es öfter geschieht? Die Schwachen unter uns ziehen sich dann ins Schneckenhaus zurück, die Starken sagen sich: „Lass sie/ihn sausen, ich suche eben weiter.“

Das Virus, das in unsre Leben hineinfunkt

Im Moment ist das Virus, das in das Kennenlernen hineinfunkt.

„Es fühle sich unnatürlich an, in Zeiten sozialer Distanzierung soziale Kontakte aufzunehmen - und dies der zusätzlichen Angst vor dem Virus“ sagt die indische Psychologin Dr. Reena Verma.

Nun ist Indien nicht Deutschland, aber dieser Satz gilt für uns alle, besonders aber für junge Leute, die endlich zusammenkommen wollen:

(Dabei entsteht oftmals) ein Gefühl der Isolation und Hoffnungslosigkeit hinsichtlich der Aussicht, einen geeigneten Partner zu finden.

Derzeit gibt es in Indien wie auch in Deutschland zwei Tendenzen: Wochen oder gar Monate zu warten, bis man sich endlich treffen kann oder einander vorsichtig und immer noch mit der gebotenen Distanz im richtigen Leben zu treffen. Beide Möglichkeiten bieten allerdings keine wirklich erwünschten, realen oder intimen Begegnungen.

Eine wirkliche Lösung können auch die indischen Therapeuten nicht anbieten. Auch sie versuchen, auf Online-Gespräche hinzuweisen und glauben, dass sich so eine „Basis aufbauen“ lässt, die zu einer „langfristige Beziehung“ führen könnte.

Der Frust wird immer stärker - und Covid ist kein gutes Gesprächsthema

In Wahrheit bricht der Frust inzwischen überall durch: Singles werden sich bewusst, dass sie ein schlechtes Jahr hatten. Sie sehen die Krankheit, auch wenn sie nicht selbst davon befallen sind, und fürchten, finanziell abzugleiten. Und noch etwas kommt hinzu, dass wir auch aus Deutschland kennen: Covid-19 lauert immer im Hintergrund als Thema, aber das Thema hat keine Zukunftsperspektive.

Ja, und was kann ich euch dazu sagen? Auch nur, dass bislang alle Pandemien wieder abgeklungen sind. Aber ich sehe auch deutlich, wie die Zeit uns allen unter den Fingern zerrinnt. Vor allem aber jenen, die schon lange und begehrlich auf den Liebsten oder die Liebste gewartet haben.

Zitate: Times of India

Kein Trübsinn für Niemanden

Lasst Licht in eure Köpfe
Solange ich denken kann, wird uns im November Trübsinn verordnet. Nun also kommt ein „Lockdown lite“ dazu.

Ihr könnt das Leben schon jetzt wieder aufhellen - kümmert euch gar nicht um die November-Feiertage, die nicht wirklich „feierlich“ sind. Ihr habt sie nicht in den Kalender gestellt, und ihr müsst euch auch nicht fragen, ob sie euch etwas angehen.

Gedanken und Gefühle lassen sich nicht regulieren. Und jeder kann etwas dazu beitragen, dass wenigsten sein Leben etwas heller wird. Ihr müsst nicht auf „Weihnachten“ warten. Jetzt ist es Zeit, Lichter anzuzünden, das Leben zu erhellen und sinnlichen Gedanken nachzugehen.