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Die Sichtweise ändern: Ihr Körper und Sie

Die übliche Sichtweise in der Liebe, soweit psychologisch angehaucht, lautet: das Ich handelt aus sozialer und kultureller Verantwortung. Das Es bringt das Spielerische in die Liebe und das Über-Ich sorgt dafür, dass alles schön im Rahmen bleibt.

Das Leben ohne Lust in Sittlichkeit - immer noch das Ziel?

Alles, was wir über die Liebe und ihre Auswüchse, über die Lüste und Versuchungen, Wege und Abwege lernen, folgt im Wesentlichen einem Gedanken. Die Krone der Schöpfung, der Mensch, sollte ein sittliches, verantwortungsbewusstes Leben führen und gute Werke tun – auch wenn es um die Liebe geht. Nicht nur aus der Sicht der „Gläubigen“. Wir alle haben uns einmal dem Wohlanstand verschrieben, nicht wahr?

Natürlich war da noch der Körper. Oh, darf man darüber überhaupt reden?

Der Körper kann "pure Lust"

Stellen wir uns den Körper nun vor als einen mit mit Sensoren ausgestatteten Organismus, der danach lechzt, sinnliche Lüste zu erfahren. Die biochemisch aufgebaute Leitstelle des Nervensystems unterstützt dieses Verlangen und produziert bei Berührungen oder visuellen Kontakten Botenstoffe, die entweder die Geilheit steigern oder den Schmerz reduzieren. Beides (und noch viel mehr) kann den Körper befriedigen, kann ihn für einen Moment von allen Lasten befreien, und die pure Lust kann von ihm empfunden werden.

Die Sittsamkeit als Zensor der Lust

Und nun greift das Kontrollzentrum der Sittsamkeit. Es schüttet Scham über uns aus, erzeugt Schuldgefühle, konfrontiert uns mit unserem sozialen und kulturellen Versagen. Wir haben gesündigt. Vielleicht müssen wir uns schämen, und rechtfertigen oder gar diese Sünde beichten.

Sagen Sie selbst – lohnt es sich wirklich, einen Kulturmenschen darzustellen?

Der erotische Körper: die Zunge



Meistens bleibt sie ja drin, die Zunge – doch wenn eine Frau auch nur ein wenig davon zeigt, gehen bei Männern die Lichter an: Ah – die möchte ich mal in meinem Mund haben und dort streicheln. Das ist jedenfalls eine Erklärung. Andere sind da schon heftiger: bei besonders rosig gefärbten Lutschlippen ist der Eindruck einer Vagina ohnehin schon vorhanden, und wenn dann noch etwas Vorwitziges aus dem Mund herauslugt … nun, da sollte reichen, nicht wahr: Die Zunge ist eines der verborgenen erotischen Körperteile, die den Männern kleine Schauer über den Rücken rieseln lassen, gleich, wo und wann wir sie spüren wollen.

Die Hauptdarstellerin beim Zungenkuss

Die Zunge macht als Hauptdarstellerin des Zungenkusses natürlich die beste Figur, sogar in der „anständigen“ Liebe. Wohin sie sonst noch ihren Weg findet, ist den Liebenden überlassen, jedoch sollten wir hier zumindest anmerken, dass sich die Zunge und der Anus nur in der Pornografie wirklich vertragen – ansonsten sind sie gesundheitliche Gegner. Frauenzungen haben in der lesbischen Liebe eine besondere Bedeutung, was vor allem in den letzten Jahren deutlich wurde: Wenn Frauen Zungenküsse austauschen, denken viele Frauen auch an andere Vergnügungen, die man einander bereiten könnte. Nur trauen müsste man sich eben – und daran mangelt es dann doch, sodass wirklich intensive Erfahrungen im Kontakt von Zunge und Vagina selten sind. Männerzungen werden ja hier (noch) nicht behandelt – dies nur zur Erinnerung.

Die Zunge: Vorsichtiger Einsatz beim Flirt

Beim Flirt sollte die Zunge mit größter Vorsicht eingesetzt werden: Das Belecken der Lippen ist das Einzige, das einer Dame von Welt erlaubt ist, vom Eis schlecken einmal angesehen. Freche junge Mädchen dürfen die Zungenspitze auch mal zeigen – so in der Art: Ich strecke dir die Zunge aus, aber nicht, um die zu beleidigen, sondern um sie dir zu zeigen.

Der Schmuck der Zunge ist eine Unsitte: Sie ist nicht ungefährlich und größtenteils wirkungslos, es sei denn in Milieus, in denen so etwas üblich ist.

In der Liebe hinterlässt die Zunge, wie bereits erwähnt, den besten Eindruck in der Mundhöhle, wenn sie mit einer anderen Zunge spielen darf, aber auch beim Belecken der Haut (wenn der Partner so etwas mag) und natürlich bei Fellatio und Cunnilingus.

Ich sollte nicht unerwähnt lassen, dass die Zunge sehr wichtig ist bei der Aussprache von Wörtern: Liebe zum Beispiel. Außerdem lassen sich mit der Zunge zahllose Laute erzeugen, die nicht zur Sprache gehören, aber zur Kommunikation: Das Schnalzen ist nur ein Beispiel für viele akustische Botschaften, die ausschließlich mit der Zunge erzeugt werden.

Solltet ihr also Ihre Zunge hüten? Nein, natürlich nicht. Beim Flirt gezielt, aber nicht übertreiben eingesetzt, ist sie ein Wundermittel: Feucht und warm aus dem Körperinneren auftauchend, vermittelt sie auch beim sehr kurzen Vorzeigen bereits das Bedürfnis, der Person nun schnell näherzukommen.

Titelbild: © 2007 by Denis Defreyne

Erotischer Körper: die Erotik des Mundes

Es ist das erste Mal in dieser Serie, dass wir uns entschließen, einen Körperteil in seine Bestandteile zu zerlegen, weil es mindestens vier wichtige Komponenten des Mundes gibt: die Lippen, die Mundhöhle, die Zunge und die Zähne. Es ist richtig, das man nicht immer von allem alles sieht, aber jede Komponente für sich spielt eben erotisch eine gewisse Rolle.

Der Mund ist auch der erste hier behandelte Körperteil, dem eine aktive Rolle bei geschlechtlichen Handlungen zufällt – nicht bei jedem Menschen, aber immerhin bei sehr vielen. Deswegen ist nicht nur wichtig, wie wir die Lippen bewegen, sondern eben auch, was wir in welcher Weise in den Mund hineinstecken. Manche Frauen würden sich wundern, welche Assoziationen bei Männern entstehen, wenn sie beispielsweise Banane oder Würstchen essen – aber auch Eis oder Weintrauben kann man so erotisch vernaschen, dass den Männern die Hose schwillt.

Morgen finden Sie hier bei uns (dann wieder als Leitartikel) einen Beitrag über die Lippen – und wir erklären, warum ihr diese wohl rot schminken dürft, aber vorsichtig mit rosa oder zu viel Glanz sein solltet.

Bild: © 2009 by Vít Hassan



Die Wangen
Die Augen
Die Nase
Die Ohren
Die Haare
Körper als Liebeskapital

Der sexy Körper: die Ohren

nackt und wollüstig: das ohr

Es mag ja sein, dass ihr Ohren nicht so sexy findet – aber sie haben wirklich eine große Bedeutung für eure Attraktivität.

Das geht schon mal los, dass sie nackt wirken – klar, werdet ihr sagen, das Gesicht trägt man ja in westlichen Zivilisationen unverhüllt, oder etwa nicht? Ja sicher, aber wieso darf man den so eine lustvolle Schnecke mit einem Gang, der in intimste Regionen des Körpers führt, eigentlich immer nackt zeigen? Nur, weil man sonst nichts hört?

versteckspiel mit den ohren
Zudem blitzen die Öhrchen bei Frauen mit langen Haaren ja nur gelegentlich aus dem Haar heraus: also schon wieder ein intimer Körperteil, der sich entblößen lässt.

Frauen wissen das alles natürlich intuitiv. Sie haben längst entdeckt, dass schicke Öhrchen nicht nur zum Hören da sind, sondern auch Honigfallen für Männer darstellen – nicht von ungefähr glauben manche Männer, wenn sie mal am Ohrläppchen gelutscht haben, dann stehen ihnen auch andere Körperteile für Zungenspiele zur Verfügung.

Die Erotik des Ohres: Das Schneckchen und das Ohrläppchen

Das Beste am Ohr ist außer dem geheimnisvollen Gang ins Innere natürlich das Ohrläppchen – auch das wissen Frauen seit Jahrtausenden und hängen noch was dran, damit die Sache auch richtig ins Schwingen kommt: Ohrringe jeder Art. Generell gilt: Je wertvoller und dezenter, umso mehr muss der Mann rangehen, um das Ohr zu bewundern – das ist also eine Sache für Ladies, die Männer zwischen 18 und 68 verführen wollen. Je aufdringlicher, größer und länger, umso mehr wirken sie auf die Entfernung – vor allem für kurzhaarige Frauen dienen sie als Bewegungsbeschleuniger des Kopfes, so wie das Haar als erotische Stimulanz bei langhaarigen Frauen eingesetzt wird. Mehrere Schmuckstücke im Ohr deuten auf sexuelle Verfügbarkeit hin – lasst es bleiben, Mädchen.

Die Lust der männlichen Zunge am weiblichen Ohr

nicht jede frau ist begeistert
Ob man eine Zunge im Ohr mag oder ob man es süß findet, wenn der Liebhaber am Ohrläppchen knabbert, ist individuell unterschiedlich. Insbesondere der Wunsch, das Ohr auszuschlecken, kann zahllose divergierende Gefühle bei Frauen auslösen.

Das Fazit: Zeigt her eure Öhrchen – und bitte nur mit einem, passenden Schmuckstück. Faustregel: Weniger und wertvoller lockt mehr, wenn ihr einen Gentleman (eventuell mit viel Kohle im Tender) sucht, groß und protzig lockt hingegen die Jungs von den hinteren Tischen, die gerne mal einen ONS hätten. Alles dazwischen eignet sich für die ganz alltägliche Verführung.

Bildnachweis:
Oben (Titel, Ohr) © 2005 by jemsweb
Mitte: (Ohren versteckt) © 2007 by kalandraka
Unten: (kuss aufs Ohr) © 2009 by Carina Ice

Andere Beiträge zum Thema:

Die Haare
Körper als Liebeskapital

Der Körper als Liebeskapital – lohnt sich der Einsatz?

Wer die Liebe eines anderen Menschen erringen will, muss nicht unbedingt seinen Körper vermarkten. Denn Liebe im Sinne einer wundervollen, dauerhaften Partnerschaft erreicht man mit einem Bouquet von Eigenschaften, zu denen vor allem auch die Fähigkeit zählt, sein Leben zu meistern. Doch trotz alledem wird der Körper als Liebeskapital eingesetzt, vor allem natürlich von Frauen.

Das Repertoire ist dabei unendlich groß, und jede Frau wirbt auf eine andere Art mit ihrem Körper – die Geschäftsführerin kleidet sich so, dass der Mann gerne einmal entdecken würde, wie sie aussieht, wenn sie den Blazer auszieht (und selbstverständlich noch mehr), während die Firmenschlampe gleich mal zeigt, dass ihr das Höschen locker sitzt. Zwischen diesen beiden alltäglichen Extremen (und darüber hinaus) wirbt fast jede Frau mit ihrem Körper – tagtäglich, und natürlich besonders dann, wenn die Fangnetze aufgespannt sind.

Was wirkt wirklich? Wie wirkt es? Welche Signale gehen von den Körperteilen aus? Wie wirkt der Körper als Gesamtkunstwerk? Gibt es Unterschiede im Liegen, Stehen, Sitzen und Gehen? Wie unterstützen Schmuck und Kleidung den Körper?

Ziemlich viel Fragen, nicht wahr? Und damit ist noch lange nicht die Frage beantwortet, wie der Körper wirkt, wenn die Kleidung Schicht für Schicht abgetragen wird: Müssen die Haare an Achsel und Scham weg? Und für wen?

Der Körper – das Thema der Liebeszeitung im Dezember und natürlich auch sonst – wir sagen Ihnen, wie die Signale des Körpers von Frauen auf Männer übergehen – und zwar vom Scheitel bis zur Sohle, für jeden Typ, in jeder Lage und für jeden Zweck.

Ob sich der Einsatz lohnt? Ja, sicher. Es gibt sie, die natürlichen Verführerinnen, die sich nackt, in Lumpen oder im Abendkleid hinstellen können, einem Mann in die Augen sehen und ihn schon im Netz haben. Sie kommen ohne einen besonderen Einsatz ihres Körpers aus, weil sie in jeder Körperhaltung und mit jeder Geste Sinnlichkeit ausstrahlen. An ihnen kann man sich nicht messen, weil diese Eigenschaften durch Geburt und Erziehung erworben wurden und nicht kopiert werden können.

Bei allen anderen Frauen aber geht es darum, die schönen Gaben, die Mutter Natur und kluge Eltern ihnen mitgegeben haben, auch wirksam umzusetzen. Wer jetzt meint, ich dächte an Lippen, Brüste oder Hüften, der greift zu kurz: Dazu gehört viel mehr, beispielsweise etwas, das man lernen kann: Die Haltung und den Gang optimieren, vor anderen Menschen aufzutreten und das vorhandene Selbstbewusstsein auch zu zeigen. Doch auch das ist noch lange nicht alles, denn ein menschliches Organ, das für die erotische Ausstrahlung unglaublich wichtig ist, wurde noch gar nicht erwähnt: das Gehirn. Man sagt, dass „wahre Schönheit“ von innen käme, aber das ist noch nicht alles: Wohlgesetzte Worte, im richtigen Moment in Männerohren gehaucht, können mehr bewirken als chirurgisch vergrößerte Brüste. Das ist auch der Grund, warum wir den Körper nicht nur als verlockende Fassade vorstellen, sondern auch noch einen Blick unter die Haut wagen: Psychologische Themen werden also ebenfalls eine große Rolle spielen.

Nun darf ich euch noch viel Vergnügen beim Lesen der kommenden Artikel wünschen – und auch dies: Wenn ihr Fragen habt, beantworten wir diese selbstverständlich gerne und kostenlos.

Beide Bilder © 2009 by ellievanhoutte